Soccer Steele
Teil 1
Laura und Remy treffen zusammen mit Mildred auf dem Frankfurt Airport ein.
„Da sind wir nun, Mr. Steele, im Land der Weltmeisterschaft! Ich kann es immer noch nicht glauben, dass wir wirklich hier sind…“, schwärmte Mildred und blies noch mal kräftig in ihre Trillerpfeife hinein, „Hier ist ja wirklich alles voller Fans“
„Weltmeisterschaft?“, fragte Remy.
„Aber Mr. Steele, jetzt sagen sie nicht, dass… oh mein Gott.“, wendete sich Mildred beleidigt ab.
„Ach Mildred, sie müssen den armen Mr. Steele verstehen, Irland ist ja nicht mal dabei dieses Mal. Haha!“, zog Laura ihn auf und tanzte um ihn herum.
„Also ich bin natürlich für mein Heimatland, Miss Holt, ich glaube, die USA können es diesmal wirklich schaffen!“, meinte Mildred total begeistert und schwenkte mit ihrer Fahne.
„Ach Mildred, ich will sie ja nicht enttäuschen, aber ich denke, das ist doch wirklich übertrieben. Die haben nicht den Hauch einer Chance…“, meinte Laura.
„Genau, die sollen lieber bei ihrem Baseball oder was auch immer bleiben.“, mischte Remy sich jetzt auch ein.
„Ach sei still, du hast doch überhaupt keine Ahnung von Fußball.“, keifte Laura ihn an.
„Für welche Mannschaft sind sie denn, Miss Holt?“, fragte Mildred neugierig nach.
„Für die Schweiz.“
„Für die Schweiz???“, kam es gleichzeitig aus Remys und Mildreds Mündern.
„Was dagegen? Ich finde, die haben einen Sieg verdient.“, räumte Laura siegesbewusst ein während sie sich ein Schweiz-Trikot überstreifte und winkte ihnen dann ein Taxi heran, welches sie schließlich zum Hotel bringen sollte.
Teil 2
Als sie gerade an der Hotelrezeption warteten stürmte eine Gruppe englischer Fans ins Hotel und grölte „… football’s coming home, it’s coming home, it’s coming, football’s coming home…“
„Wow, was für ’ne Stimmung!“, jubelte Mildred begeistert.
„Ha, denen werden wir’s zeigen!“, meinte Laura immer noch überzeugt von einem Sieg der Schweiz, „Aber wir sollten nicht vergessen, warum wir eigentlich hier sind, wir haben schließlich auch einen Fall zu klären. Ein reicher luxemburgischer Unternehmer, der die Brauerei „Luxbräu“ gegründet hat und auch hier in Deutschland mehrere Brauereien aufgekauft hat, steht im Verdacht einen Deutschen Geschäftsmann, der unser Auftraggeber ist, um mehrere Millionen Euro betrogen zu haben indem er ihm das große Geld durch Investitionen in die Fußball-Weltmeisterschaft aufgeschwatzt hat. Ich vermute, dass noch viel mehr dahinter steckt, als nur diese krummen Geschäfte. Wir sollten diesen Kerl mal etwas genauer unter die Lupe nehmen.“
Teil 3
Von einer ihrer Bowling-Freundinnen hatte Mildred die Adresse eines Verwandten bekommen, der, wie Mildred früher, beim Finanzamt arbeitet. Mildred suchte ihn auf um so etwas über den luxemburgischen Unternehmer zu erfahren.
In der Zwischenzeit schauten sich Laura und Remy in einer der aufgekauften Brauereien um, wo sie einige Männer beobachteten, die sich über ein Fußballspiel unterhielten.
„… und dann geb ich Crouch die gelbe Karte… Brasilien muss gewinnen…. Ich hab mein ganzes Geld auf die verwettet…“, hörten Laura und Remys einen der Männer sagen.
„Von was reden die da?“, fragte Remy.
„Das würd ich auch gern wissen… kennst du einen von denen? Mir kommen die irgendwie bekannt vor aber ich kann sie einfach nicht zuordnen…“, grübelte Laura.
„Nein, noch nie gesehen.“, flüsterte Remy und die zwei verzogen sich schließlich wieder unauffällig aus der Brauerei.
Teil 4
Als Remy und Laura gerade in ihren Mietwagen eingestiegen waren, an dem an jedem Fenster Fähnchen der USA und der Schweiz befestigt waren, klingelte Lauras Handy.
„Und, Mildred, haben sie schon was herausgefunden?“
Nach ihren Gespräch mit Mildred berichtete Laura Remy: „Mildred hat rausgefunden, dass dieser luxemburgische Unternehmer fast sein gesamtes Kapital in die Brasilianische Mannschaft investiert hat. In irgendwas muss dieser Kerl doch drinstecken.“
Die beiden fuhren zurück zum Hotel um sich etwas auszuruhen.
Teil 5
In dem Zimmer der beiden legte sich Laura aufs Bett und schaltete den Fernseher ein, gerade begann das Spiel Togo gegen Schweden.
Laura sah einige Minuten zu und rief dann plötzlich Remy.
„Remy, Remy komm her. Das musst du dir ansehen!“
„Laura, du weißt doch, dass mich das nicht interessiert, also hör auf, mich damit zu nerven.“, meinte er gelangweilt.
„Remy jetzt komm“, brüllte sie ihn an und er kam schließlich zum Fernseher rüber.
„Da, sieh mal, kommt dir dieser Schiedsrichter da nicht auch irgendwie bekannt vor?“, fragte Laura.
„Aber das ist doch…“
„Genau, einer der Männer von heute Morgen… und rate mal, wer als nächstes gegeneinander spielt… Brasilien gegen England.“
„Oh mein Gott“, schrie Remy, „wir müssen einen Wettskandal verhindern!“, und die zwei rannten sofort los.
Teil 6
Sie machten sich auf den Weg zur Commerzbank-Arena in Frankfurt und davor gingen gerade Jürgen Klinsmann und Franz Beckenbauer in Richtung VIP-Eingang, die allem Anschein nach von Lothar Matthäus voll gequatscht wurden. Dann mischte sich auch noch Rudi Völler in das Gespräch ein. Remy versuchte vergeblich, sich an den Sicherheitsleuten vorbeizudrängeln und rief schließlich: „Franz, hey, Franz!“, doch dieser beachtete ihn gar nicht.
„Sacht mal, is dat nich der Remington Stele oder wie der Typ heißt, dieser berühmte Privatdetektiv aus den Staaten?!“, meinte Lothar Matthäus plötzlich zu Klinsmann.
„Ach Loddar, laber keinen Scheiß!“, meinte Rudi Völler nur und winkte ab.
„Ne aber er hat Recht, den hab ich letztens noch im Fernsehen gesehen, als ich zu Hause in Kalifornien war.“, räumte Klinsi ein.
„Komm mal her, Bürschchen!“, rief Franz und Laura und Remy gingen auf die vier Fußballexperten zu.
Remy und Laura schilderten den vieren die Situation um den Wettskandal und schon rannten durchs Stadion um einen Verantwortlichen der FIFA zu suchen.
„Hey, wat macht ihr denn hier?“, fragte Rainer Callmund, der gerade am Würstchenstand wartete. „Wartet auf mich!“, schrie er und kam ihnen hinterher, so schnell er konnte.
Schließlich fanden sie einen Verantwortlichen der FIFA und kurz vor Anpfiff konnten alle verdächtigen Schiedsrichter samt luxemburgischem Unternehmer verhaftet werden.
Lauras und Remys Klient erhielt sein Geld wieder und alles war wieder in Ordnung.
Teil 7
„Seht mal, was ich hier hab“, rief Remy stolz Mildred und Laura zu, die gerade dabei waren, ihre Koffer zu packen.
„Oh, Remy, das sind ja Karten für das Spiel Schweiz gegen USA!!! Oh, Remy, du bist ein Schatz!“, kreischte Laura und drückte ihm einen Kuss auf die rechte Wange.
„Oh, Mr. Steele, das ist ja großartig, da können wir ja doch noch hier bleiben.“, meinte Mildred begeistert.
Doch das Spiel ging unentschieden aus, Laura und Mildred stritten sich weiter darum, welche die bessere Mannschaft sei und am Ende gewann natürlich Deutschland….
ENDE
Von SuiteIrlandaise, 2006