Nach kurzer Begrüßung durch die Leiterin der SHG Amalgam- und Zahnmaterialgeschädigte im Landkreis Kronach Brigitte Hauck stellte sich der Lehrgangsleiter vor. Er betreibt in Coburg eine Praxis für Psychotherapie und Psychokinesiologie nach Dr. Klinghardt. Mit kinesiologischen Verfahren erzielt er auch bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Schulangst gute Erfolge.

 

Nach dieser Vorstellung widmete sich der Referent seinem The-ma. Seine ersten Ausführungen galten dem Muskeltest, dem grundlegenden Test und Feedback-Instrument des Kinesiologen für sein Gegenüber. Neben der Beherrschung der Testverfahren ist die Frage der Interpretation der Ergebnisse entscheidend, weil etliche Faktoren dabei zu berücksichtigen sind.

 

Hierzu stellte der Referent seine erste Folie vor:

 

 

 

Folie 1:

 

TCM        Stressforschung      Gehirnforschung    etc.

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Kinesiologie

 

Dieses relativ junge Verfahren wurde von dem US-Orthopäden und Chiroprakti-ker George Goodhart entwickelt und in den letzten Jahren immer weiter ver-feinert in die Richtungen

 

    ↓                                ↓   

 

   Angewandte Kinesiologie                Psychokinesiologie

    ↓                                    

 

    Brain-Gym                            

 

 

Toxine und seelische Belastungen können zur Minderung der Muskelkraft, des Muskeltonus führen. Stoffe, auf die Menschen allergisch reagieren, führen ebenfalls zur Schwächung des Muskeltonus. Auch bei Stressbelastung (Stressor) wird nicht die gleiche Kraft aufgebracht wie vorher.

 

 

Skizze 1:     Normaltonus und gestörter Tonus

 

 

 

 

 

 

 

Der Muskeltest kann im Liegen, im Stehen, aber auch im Sitzen durchgeführt werden. Es können einzelne Muskeln, aber auch ganze Serien von Muskeln getestet werden, weil bestimmte Meridiane bestimmten Stressfaktoren zugeordnet werden können.

 

 

Literatur hierzu: John F. Thie, Gesund durch Berühren, ISBN 3-85914-615-7, Sphinx-Verlag

In diesem Buch werden alle Punkte besprochen, auch neurovas-kuläre Punkte etc.

 

Beim Test soll der Arm eine gewisse Grundspannung haben, aber weder eine Maximalspannung, noch eine totale Schlaffheit. Zwischen Tester und Testperson ist eine Art Eichvorgang nötig. Als goldener Mittelweg gilt dabei die Grundspannung.

 

Diese Grundspannung ist bei den Chinesen Ausdruck des Chi. Damit meinen die Chinesen den Energiefluss des Körpers, den man aber nicht sehen kann. Deshalb erkennt ihn die Schulmedi-zin nicht an. Er wird auch bei einer Operation nicht sichtbar.

 

Die Kinesiologie ft ein gutes Stück auf TCM, die diese Energieflüsse kennt, aber auch Energieblockaden. Solche Energieblockaden führen unter Umständen zu Körperstörungen. Geist, Psyche, Vorstellungen und Gefühl haben Auswirkungen auf den Energiefluss. Überbringt man eine schlechte Nachricht, so sagt man dem Gegenüber: "Setz dich erst mal hin!Man weiß, dass Schockerlebnisse zur Erschlaffung des Muskeltonus führen.

Einem Sturz zu Boden soll vorgebeugt werden.

 

Hilfreich sind Muskeltests auch im Bereich der Austestung von Medikamenten. Aspirin wird zwar seit 100 Jahren eingesetzt, seine Wirkung ist aber erst seit 30 Jahren exakt bekannt. Auch die Wirkung des Alkohols im Körperinneren v. a. im Gehirn kann von der Medizin nicht genau erklärt werden, obwohl seine äußerlichen Wirkungen längst bekannt sind. Plazebos erzielen hohe Erfolgsquoten von 50 Prozent und mehr, sogar Plazebo-Operationen. Stoffe, aber auch Gedanken und Worte von anderen Menschen können nicht gut tun und Körperstress verursachen, was sich beim kinesiologischen Muskeltesten leicht durch einen abschaltenden Muskel demonstrieren lässt.

 

 

Nun setzte der Lehrgangsleiter die erste Übung an.

 

 

Übung 1:

 

Durch Beklopfen von Energieleitbahnen soll eine Energiean-regung stattfinden. Dabei ist die Flussrichtung der Energie zu beachten. Die Übung ähnelt einer Gesichtsmassage. Bestimmte Bereiche des Gesichts sind dichter mit Akupunkturpunkten  besetzt. Beklopft man sie, wird der Energiefluss angeregt. Die Japaner nennen den Energiefluss Ki. Daher kommt der Begriff Aikido. Die Chinesen sagen Chi. Daher rührt der Begriff Chigong. Die Ohren sind das Herzstück der Massage. Sie bieten alle Akupunkturpunkte in Miniaturform. Über das Ohr als Sinnbild des  Embryos  lassen sich alle Energieströme anregen.

Die vom Referenten angebotene Übung sollte einen Erfrischungs-effekt bewirken. Dazu wurden Augenhöhlenrand, Nase, Mund, Kiefer und Ohren beklopft und zum Abschluss über den Kopf gestrichen.

 

Menschen wie Ärzte und Krankenschwestern, die sich ständig in der Umgebung kranker Menschen aufhalten, benötigen solche Übungen. Kranke Menschen erzeugen unter Umständen eine eigene Krankheit. Hier helfen auch positive Sätze wie "Ich bin besser für dich, wenn ich in meiner Kraft bleibe“.

 

 

Übung 2:

 

Im Verlauf dieser Übung wurden die Meridiane beklopft.

 

1. Eine Hand beginnt von der Schulter abwärts bis zur Innenfläche der Hand zu klopfen.

 

2. Nun wird die Handfläche gedreht. Vom Handrücken wird aufwärts bis zur Schulter geklopft. Hinter

   dem Kopf vorbei wird der Nacken beklopft, anschließend der Hinterkopf, die Kopfplatte und  

   schließlich die Stirn.Sobald der Nacken beklopft wird, kann die ausgestreckte, nicht aktive

   Hand locker fallen gelassen werden.

 

3. Mit der anderen Hand werden die Übungen 1 und 2 wiederholt.

 

4. Schließlich werden hinter dem Rücken beide Hände abwärts bis zur Ferse geführt, außen um den

   Fuß herum bis zu den Zehen, dann innen weiter an Unter- und Oberschenkeln hoch bis zum Bauch

   und zur Brust. Dabei soll im Sekundentakt geklopft werden.

 

5. Letztendlich wird diagonal am Körper entlang bis zum Fuß und außen bis zur Zehenspitze

   beidseitig geklopft.

 

Demonstration eines Muskeltestes an einer Testperson

 

I. Tester und Testperson sitzen:

 

 

Der Tester testet mit dem rechten Arm. Die Testperson streckt ihm auch ihren rechten Arm entgegen.

 

Bemerkungen des Referenten beim Testvorgang:

 

1. Reagiert die Testperson auf mich? Wie reagiert sie? Reagiert sie ruckartig? Reagiert sie wie

   ein Messer in weicher Butter? Reagiert sie zu hart? Reagiert sie zahnradartig? Solche

   ruckartigen Reaktionen sind typisch für Schwermetallbelastung zum Beispiel durch Amalgam.

 

2. Jetzt wird die Testperson ein wenig in den Oberarm gekniffen, und zwar in Längsrichtung, wie

   die Muskelfasern im Oberarm verlaufen. Nach dieser Muskelprovokation lässt sich der Testarm

   leicht niederdrücken. Anschließend wird wieder in Muskelfaserrichtung die Kneifstelle

   ausgestrichen. Damit wird die Provokation wieder aufgehoben. Der Testarm hat wieder die normale

   Muskelspannung.

 

3. Der Tester legt nun den Handteller seiner linken Hand vor den Gehörgang der Testperson. Das Ohr

   hat viele offene Testpunkte. Jetzt lässt sich der Testarm der Testperson wieder leichter

   niederdrücken. Nimmt der Tester seinen Handteller vom Gehörgang der Testperson weg, reagiert

   der Testarm der Testperson wieder mit normaler Muskelspannung.

 

 

II. Tester und Testperson stehen:

 

 

1. Es folgt ein Test im Stehen. Der Tester lässt sich die Position des Nabels der Testperson

   zeigen. Er legt seine rechte Hand auf den Nabelbereich. Es genügt schon, in ca. 1 cm Entfernung

   vom Nabelbereich den Handteller zu positionieren. Die Testperson streckt ihre rechte Hand aus.

   Der Tester testet mit seiner linken Hand. Vom Nabel gehen die Nervenenden der ehemaligen

   Nabelschnur aus. Dieser Bereich des Körpers ist ein sehr sensibler Testbereich. Sofort wird

   der Testarm der Testperson lasch, weil der Handteller des Testers als Irritation empfunden

   wird. Diese Irritation schaltet den Muskeltonus aus. Der Arm lässt sich niederdrücken.

 

2. Die Testperson reagierte auf die Tests.

 

 

3. Reagiert die Testperson nicht, dann liegt eine Störung vor. Dann muss die gestörte Regulation

   erst geöffnet werden. Das ist bei manchem Testpersonen problematisch. Oft hilft schon der

   Hinweis des Testers: "Denken Sie an etwas Weiches, an etwas Hartes, an etwas Angenehmes, an

   etwas Unangenehmes!“ Der Tester testet den Muskeltonus der Testperson dabei ständig. Wenn auch

   Dr. Klinghardt dieses Vorgehen Kaufhauskinesiologie nennt, so ist es doch hilfreich beim

   Herausfinden des Hauptstressors. Diesen Hauptstressor muss der Therapeut finden, notfalls mit

   Testsubstanzen, damit sich die Regulation der Testperson wieder öffnen lässt.

 

   Ein Heilmittel macht wieder stark, so zum Beispiel die Substanz DMSA gegen Schwermetalle wie

   Quecksilber.

 

4. Der Handdruck des Testers soll auf den Unterarm der Testperson nahe am Handgelenk erfolgen und

   allmählich gesteigert werden bis maximal zwei bis drei Kilogramm. Der Ellenbogen der Testperson

   soll durchgedrückt sein.

 

8. Die normale Muskelspannung, auch isotonische Spannung genannt, führt dazu, dass der Arm der

   Testperson ruhig bleibt nach der Kraftentlastung und nicht nach oben schnellt.

 

9. Tester und Testperson sollen geradlinig zueinander stehen und beim Eichvorgang keine

   angewinkelten Arme zeigen. Erfahrungsgemäß ist der Test mit der Hand auf dem Nabel am

   zuverlässigsten.

 

10. Ist die Testperson dehydriert, hat sie also zu wenig getrunken, reagiert sie unter Umständen

    nicht normal. Zu trockenes Zellmilieu führt zu Fehlregulationen. Unsere Energieflüsse

    benötigen Wasser zur Stromleitung. Es ist also stets auf ausreichende Wasserzufuhr zu achten.

    Der Stressor  Dehydrierung ist leicht durch Ziehen an der Haut am Handrücken oder an den

    Haaren herauszufinden. Verliert die Testperson ihren Muskeltonus, hat sie ein Flüssig  

    keitsproblem. Zum Gegentest soll sich auch der Tester an seinen Haaren ziehen und an der Haut

    seines Handrückens. Hautlupfen und Haarziehen haben Auswirkungen auf das autonome Nervensystem

    und wirken sich sofort auf eine kinesiologische Testung aus.

    Bleibt die Testperson trotzdem stark, hat der Tester unter Umständen selbst ein

    Dehydrierungsproblem, leidet also selbst unter Flüssigkeitsmangel.

 

Generell ist bei jeder neuen Testperson auf offene Regulation zu testen. Liegt die offene

Regulation vor, soll danach auf Dehydrierung getestet werden.

 

 

 

Von Meridianen und Chakren:

 

Weitere Tests sind über die Körpermeridiane und die Chakren möglich. Meridiane sind verwandt mit den Chakren der indischen Heilkunst. Die Inder unterscheiden sieben Hauptchakren, die vom Schritt über den Unterbauch (= Zentrum) bis zum Kronen-chakra auf dem Kopf führen. Die Chinesen beschreiben ebenfalls einen Hauptmeridian, der von der Leiste bis zur Oberlippe führt.

 

Fährt der Tester in der Luft knapp über der Körperoberfläche der Testperson von der Leiste aufwärts bis zum Kinn diesen Meridian entlang, dann reagiert die Testperson mit einem starken Muskeltonus. Fährt der Tester dagegen vom Kinn diesen Meridian abwärts (vom Konzeptions- hin zum Gouverneursgefäß) zur Leiste hin, dann wird Energie entzogen, und die Testperson reagiert mit schwachem Muskeltonus.

 

 

Meridian-Regel: Der Tester soll stets mit einer starken Testung aufhören, dem Körper der

                Testperson also durch die Aufwärtsbewegung zum Kinn hin wieder Energie

                zurückgeben.

 

 

Die Meridiane und Chakren lassen sich durch Hautwiderstands-messungen nachweisen. An den Akupunkturpunkten ist eine deutliche Änderung des Hautwiderstandes wahrnehmbar. Dort ist unser Energiekörper gewissermaßen mit dem physischen Körper „verschraubt“.

 

 

Sprachkontakt-Regel beim Testvorgang:

 

Scheuen Sie sich nicht, sich gegenseitig Rückmeldung zu geben!

 

 

Von der Wirkung von Gedanken und Sätzen auf den Muskeltonus:

 

1. Bereits ein „Ja“ und ein „Nein“ führen bei den meisten Testpersonen zu einer Reaktion des

   Muskeltonus. Ein Ja zeitigt ein Halten, also eine starke Reaktion des Muskeltonus, ein Nein

   dagegen ein Abschalten des Tonus, also eine schwache Reaktion, die ein Niederdrücken des

   Armes ermöglicht.

 

2. Sollte sich diese Reaktion nicht zeigen, ist der Meridianpunkt Dünndarm 3 zu beklopfen. Er

   liegt außen am kleinen Fingergrundgelenk und gilt als der Meisterpunkt der Akupunktur für

   positive Sätze. Rechtshänder beklopfen dazu von außen das Grundgelenk des kleinen Fingers im

   Sekundentakt. Zu Testzwecken kann man auch den Eigennamen der Testperson verfälscht sprechen

   lassen.

   Spricht die Testperson den falschen Satz „Ich heiße Anna“, und sie heißt in Wirklichkeit Ruth,

   dann zeigt sich eine schwache Reaktion. Der Muskeltonus schaltet ab. Spricht die Person dagegen

   ihren richtigen Namen aus, reagiert der Muskeltonus stark, hält also dem Druck des Testers

   stand.

 

   Zum Austesten von Skeptikern, die der Objektivität solcher Tests keinen Glauben schenken, ist

   der Oberschenkeltest gut geeignet. Dazu wird im Sitzen der Oberschenkel in Richtung Körper

   angezogen. Der Tester versucht ihn nach dem Sprechen eines Testsatzes nach unten in Richtung

   Boden zu drücken. So kann auch ein kinesiologischer Selbsttest gelingen.

 

 

Zur Wiederholung und Vertiefung legte der Referent eine Folie auf.

 

 

 

Folie 2:

Kinesiologisches Muskeltesten

 

Vortests: - Handteller auf Nabel oder Ohrmuschel

          - Muskel kneifen und wieder ausstreichen

          - „Aufwind und Abwind“ (Meridiantest Leiste – Kinn)

         - Wassertest (Test auf Dehydrierung)

         - Ja und Nein

 

Weitere Tests zum Üben:

 

          - „Ich heiße …“ (verfälschter und richtiger Name)

         - „Heute ist Sonntag.“ (Wochentag richtig und falsch)

         - an etwas Schönes und Angenehmes denken lassen

         - an etwas Stressiges und Widerwärtiges denken lassen

         - an etwas Stressiges denken lassen und dabei mit den Augen nach oben, nach links, nach

            unten und nach rechts schauen lassen (Jeder Mensch hat eine Augenrichtung, die den

            Wahrheitsgehalt seiner Aussage bekräftigt oder entkräftet. Meist ist es die Vertikale,

            entweder die Blickrichtung nach oben oder nach unten.)

 

 

 

Die Arbeit mit Testsubstanzen:

 

Obwohl der Referent in seiner Praxis mehr mit mentalen und psychischen  Störungen zu tun hat, wandte er sich auch diesem Bereich der Kinesiologie zu. An den Eingang seiner Ausführungen stellte er ein Axiom des bekannten Arztes Dr. Klinghardt und verdeutlichte es an Hand einer Tafelzeichnung.(siehe S. 15)

 

Die Belastungen eines Menschen kann man gleichsam vergleichen mit der  kommunizierenden Röhre eines U-Rohrs, auf der einen Seite die psychischen Belastungen, auf der anderen Seite die toxischen Belastungen. Senkt man den seelischen Belastungs-spiegel, dann ist auch der toxische Belastungsspiegel in der Folge senkbar.

 

Leider ist das Axiom nicht umkehrbar. Eine Senkung des toxi-schen Belastungsspiegels vermindert nicht gleichzeitig die seelischen Belastungen. An irgendeinem Punkt geht nichts mehr, helfen auch 20 weitere Chlorellas nicht weiter.

 

Dann spätestens muss der Therapeut die psychische Schiene ein-beziehen, die seelischen Störungen des Patienten aufdecken helfen und behandeln. Es gibt Patienten, die „nicht gesund sein wollen“, weil sie in eine ungute familiäre Konstellation verstrickt sind. Verweist der Konflikt des Patienten auf dro-henden Partnerverlust, fliehen viele Patienten in eine Krank-heit, die die Verlustangst kompensieren soll. Krankheit wird dann zu einem unbewussten Lösungsweg, der aber familiäre Beziehungen immer weiter ins Desaster führen kann. Hier kann ein guter Therapeut das Beziehungsgefüge zwischen Krankheits-bildern und Familienkonstellationen aufdecken helfen.

 

Auch hier helfen kinesiologische Tests mit therapeutisch wirk-samen Heilsätzen wie:

„ Ich kann und will meine Lebenssituation so annehmen wie sie ist, und fühle mich darin geborgen.“

„Ich vertraue meiner Kraft und fühle mich in meiner familiären Umgebung geborgen.“ etc.

 

Denken an Familienstress bewirkt ein Abschalten des Muskel-tonus. Denken an eine angenehme, entspannende familiäre Umgebung bewirkt ein Halten, ein Starksein des Muskeltonus.

 

Knieschmerzen sind oft ein Ausdruck des Seelenschmerzes. Das Knie gilt in Therapeutenkreisen als „Stoßdämpfer“ der Seele.

 

Beim Austesten dieser Zusammenhänge soll der Therapeut auch die Blickrichtung der Augen wechseln lassen, um heraus-zufinden, welche Augenrichtung den Patienten stark macht.

Mit der Hinzuziehung der stark machenden Blickrichtung kann die Intensität eines Heilsatzes verstärkt werden.

 

Hinweise zu Mentaltraining, Edukinesiologie, Schulversagen:

 

IAK = Institut für angewandte Kinesiologie

      Eschbachstraße 5

      79199 Kirchzarten (bei Freiburg im Breisgau)

 

Tel: 0 76 61-98 71 -0

Fax: 0 76 61-98 71-49

email: [email protected]

web:   http://www.iak-freiburg.de

 

 

Von dieser Adresse kann man ein Kursprogramm beziehen, das breit angelegt ist und in viele Teilbereiche der Gesundheit hineinreicht.

 

Literatur: auch vom IAK beziehbar

 

Dr. D. Klinghardt, Lehrbuch der Psychokinesiologie

 

Günter Dobler, Waldemar Birkholz, Gesundheit maßgeschneidert mit dem Muskeltest,

ISBN 3-932098-56-0

 

Aus dem letztgenannten Buch stellte der Referent einige Anmer-kungen und Übungen zum Brain-Gym (Hirngymnastik) vor.

 

- linke Hirnhälfte      = Zahlen, analytisches Denken

- rechte Hirnhälfte     = Gefühl, Gestalt, Rhythmus

 

Die Koordination beider Hirnhälften ist oft gestört, sogar schon bei Kindern. Deshalb empfahl der Referent, Kinder im Kleinkindalter möglichst lang krabbeln zu lassen. Gehhilfen wie das Gehfrei-Gestell bezeichnete er als Unding schlechthin. Eine ausgedehnte Krabbelphase lässt nach Ansicht der Psycho-therapeuten die Koordination der Hirnhälften deutlich besser entwickeln.

 

Verschiedene Bewegungsabläufe können aber auch beim Erwachsenen förderlich oder hinderlich wirken. Allgemein gelte die Regel, so der Referent: Wer psychisch fit ist, ist physisch auch gut drauf.

 

Eine gute Übung zum Koordinationstraining ist das diagonale Aufstützen der Ellenbogen auf die gegenüberliegenden Knie in zügigem Tempo des Bewegungsablaufes. Auch der Yogabaum leistet

hervorragende Dienste für die Koordination. Auf einem Bein stehend einen gegenüber ebenfalls auf einem Bein stehenden Partner umzustoßen versuchen, ist ebenfalls eine wertvolle und dabei abwechslungsreiche Übung zur Förderung des Gleichgewichts.

Bestimmte Punkte können Defizite im psychischen Bereich ausgleichen helfen.

 

1. Gegen Angst hilft das Beklopfen der beiden Nierenpunkte, die in einer Vertiefung knapp

   unterhalb der Schlüsselbeine liegen. Wirksam ist auch ein Massieren und Beklopfen dieser

   Punkte im Wechsel.

 

2. Gegen den Flucht- und Kampfreflex, der noch aus der Urzeit in jedem von uns steckt, hilft das

   Massieren und Beklopfen der beiden Stirnpunkte. Man findet sie oberhalb der Augenbrauen auf

   halber Strecke zwischen Augenbrauenmitte und Haaransatz. Das Blut wird in Angstsituationen dem

   Frontalhirn entzogen. Das erzeugt die Denkblokade (Blackout).

   Durch Bearbeiten der Stirnpunkte kann Angst bewältigt werden, können Phobien, aber auch

   Lampenfieber und Prüfungsangst reduziert werden.

 

 

 

 

Mit einer Folie fasste der Referent die vorgestellten Ergebnisse noch einmal zusammen.

 

 

 

Folie 3:

 

 

Allergene mit Hilfe von Proben austesten

 

Herausfinden der Hauptstressoren

 

1. psychischer Stress

2. Nahrungsmittelallergien (Weizenmehl, Milch, Zucker

   etc.)

3. Schwermetalle

4. toxische Lösungsmittel

5. dominante Herde – toxische Ganglien

6. geopathischer Stress

7. pharmazeutische Medikamente

 

 

 

 

Vorstellung der Methode Klinghardt zur Erklärung der auf der Folie genannten Hauptstressoren:

 

zu 1. Die Psyche spielt immer mit. Dazu verwies der Lehrgangsleiter auf seine vorherigen

      Ausführungen, auf die Heilsätze und dgl. mehr.

 

zu 2. Allergien rühren oft von Nahrungsmitteln her in folgender Reihenfolge: Weizen, Milch,

      Zucker, Kaffee, Kakao.

 

zu 3. Quecksilber, Blei, Arsen, Schwermetalle liegen in der Natur tief im Erdinnern. Der Mensch

      kam früher in natürlicher Umgebung nicht in Berührung  mit ihnen. Erst seit 150 Jahren

      werden sie verstärkt abgebaut und industriell verwertet.

 

zu 4. Formaldehyd, Farben und Lacke enthalten toxische Lösungsmittel. Sie sind aus dem Körper

      wegen ihrer Flüchtigkeit leichter zu entfernen als z. B. Schwermetalle. Oft reichen dafür

      schon Sauna-Schwitzkuren aus.

 

zu 5. Narben und Einlagerungen von Schwermetallen verursachen Blockaden. Die Neuraltherapie

      versucht durch Injektionen von Procain in das Narbengewebe die Störungen zu beseitigen. Oft

      kann Angst an solche Narben gebunden sein. Ob eine solche Störung vorliegt, kann kinesiolo-

      gisch ausgetestet werden.

 

zu 6. Das Nachlassen der Schulleistung kann durch geopathischen Stress verursacht sein. Der

      Sitzplatz im Klassenzimmer kann schon solchen Stress verursachen. Auffällig wird das, wenn

      im vorherigen Klassenzimmer die Leistungsbereitschaft ungebrochen war. Ändert sie sich

      schlagartig mit dem Wechsel eines Zimmers oder eines Sitzplatzes, dann ist an geopathischen

      Stress zu denken.

     

Die Geopathie-Testpunkte liegen unten am Fußballen zwischen zweiter und dritter Zehe.

 

Für solche Tests sind auch die geopathischen Ampullen des Ärzte-Ehepaares Banis geeignet. Beide

sind bekannt geworden durch eine TV-Sendung mit Pfarrer Fliege. Die Ampulle aus dem Banis-Ampullenset trägt die Bezeichnung Geovita.

 

Mit dieser Ampulle kann der Körper regelrecht nach geopathischem Stress gescannt werden. Dazu hält

der Therapeut die Ampulle an die Energiepunkte (Chakren) des Körpers und testet die Reaktion des

Patienten kinesiologisch aus.

 

 

zu 7. Ebenso kann mit der Austestung von Medikamenten auf ihre Verträglichkeit hin verfahren

      werden.

 

 

 

Austesten von Substanzen

 

1. Zuerst nimmt die Testperson die Testampulle oder Testsubstanz in die Hand. Vorher sollte der

   Tester die Testperson auf offene Regulation austesten. Der Handtest gibt oft noch keinen

   exakten Aufschluss über eine Befindlichkeitsstörung.

 

2. Die Testperson hält die Testsubstanz weiterhin in der Hand. Der Tester berührt mit Zeige- und

   Mittelfinger seiner anderen Hand den Allergiepunkt unter dem Ohr der Testperson. Es handelt

   sich dabei um ein Berühren des Vagusnerves.

 

   Bringt die kinesiologische Testung jetzt eine Änderung in Richtung schwach, dann reagiert der

   Patient auf die Testsubstanz allergisch. Eine ähnliche Reaktion zeigt sich, wenn der Tester bei

   der Testung den Hinterkopfhügel mit dem Finger berührt. Bei Nachlassen des Muskeltonus kann von

   einer Allergie ausgegangen werden.

 

3. Eine weitere Variante der Testung ist die Mudra-Stellung mit der nicht testenden Hand des

   Testers. Dazu bildet der Tester um seinen Daumen mit den restlichen Fingern der anderen Hand

   eine Art Zelt, wobei der Mittelfinger dieser Hand zur Handinnenfläche hin umgeklappt sein muss.

  

 

4. Bei solchen Allergie- oder Verträglichkeitstests ist eine flotte, zeitnahe Testung angezeigt.

   Die Nachtestung mit dem Druck auf den Allergiepunkt soll binnen sieben Sekunden erfolgen, wenn

   sie aussagekräftig sein soll. Bleibt der Arm trotz Berührung des Allergiepunktes stark, liegt

   keine Allergie auf die Testsubstanz vor.

 

   Primärallergien sind bei uns Allergien auf Weizen und Milch, in den USA auch auf Mais

   (Zusammenhang mit der Häufigkeit des Konsums).

 

5. Der sensibelste Test ist möglich, wenn der Testperson die Testsubstanz auf den Bauch gelegt

   wird. Verfahren wird dann wie oben beschrieben.

 

6. Bei seelischen Belastungen öffnet die Augenrichtung die Regulation. Aber auch bestimmte Farben

   (vgl. Farbbrillen nach Klinghardt) wirken in Richtung Öffnung der Regulation.

 

7. Allergene können eine so starke Abwehrreaktion hervorrufen, dass die Regulation sofort b

   blockiert wird. Auch hier hilft die Mudra-Stellung der Finger mit der freien Hand des    

   Testers. Zeigt sich keine Testung, bleibt der Muskeltonus unverändert stark, liegt keine

   Allergie vor.

 

Nochmals fasste Herr Bernklau die Vorgehensweise bei der Allergie-Testung mit Testsubstanzen zusammen.

 

 

Folie 4:

 

Verlauf der Allergietestung

 

1. offene Regulation mehrmals austesten

2. Versuchsstoff (Testampulle, Medikament) in die Hand geben

3. offene Regulation nachtesten

4. Versuchsstoff auf den Bauch unterhalb des Nabels legen

5. offene Regulation nachtesten

6. Finger auf die Akupunkturpunkte unter dem Ohr oder auf dem Hinterhauptshügel legen und

   nachtesten, ob eine Änderung kommt

7. offene Regulation testen

8. Mudra bilden mit den Fingern der unbeteiligten Hand, nachtesten

 

 

Dr. Dietrich Klinghardt warnt immer wieder vor der sog. Kaufhauskinesiologie. Um falschen Schlussfolgerungen vorzubeugen, muss immer wieder auf offene Regulation getestet werden, sobald die Testung gleich bleibt, also ständig stark testet.

 

Bei Milchallergie kann sowohl eine Allergie gegen Eiweiß als auch gegen Fett vorliegen. Deshalb ist eine Nachtestung auf Fett mit einer Sahneampulle und auf Eiweiß mit einer Quarkampulle angezeigt.

 

Getreide - Allergien sind generell mit Einzelgetreide auszutesten. Oft liegt eine Gluten-Allergie vor. Ein Wechsel zu glutenfreien Getreidearten ist angesichts zahlreicher solcher Getreidearten wie Reis, Hirse, Buchweizen u. a. leicht möglich.

Bei der Austestung von Medikamenten sollte das gleiche Medikament von verschiedenen Herstellern ge-testet werden. Die Grenzen der Testung sind dann erreicht, wenn eine Allergie auf die Farbstoffe in diesen Medikamenten oder auf die Hülle vorliegt.

Deshalb sollten Alternativmedikamente anderer Hersteller in die Testung einbezogen werden, die auf Farbstoffe und Hülle verzichten, dennoch aber die gleichen medizinisch wirksamen Bestandteile bieten.

 

Auf die Frage nach Selbsttests bei allein stehenden Personen gab der Referent zu bedenken, dass man generell einen Balken vor dem eigenen Auge habe und deshalb leicht zu Fehlinterpretationen neige.

 

Selbsttests sind aber generell möglich. Gut geeignet sind Gewichte oder wassergefüllte Kanister, die es hochzuheben gilt. Fällt das Hochheben schwerer, liegt eine schwache Testung vor. Auch das

Bilden eines Kreises aus Zeigefinger und Daumen hat sich bewährt. Bei der Testung wird versucht, diesen Kreis von innen mit Daumen und Zeigefinger der anderen Hand zu sprengen.

 

Der Armlängen-Reflex-Test nach Raphael von Asche ist ebenfalls für Testungen geeignet. Unter der

Einwirkung eines Stressors wird die Armlänge verschoben. Dafür ist aber eine Eichung nötig. Dieser Armlängen-Test kann auch im Liegen  mit den Armen über dem Kopf durchgeführt werden.

 

 

Zur Austestung von Medikamenten ist ein Testgerät erhältlich

bei Firma REBA, das sog. REBA-Testgerät.

 

Adresse des Lieferanten:

 

Rubimed AG                  Tel: 0041-41-6300-888

Grossmatt 3                 Fax: 0041-41-6300-887

CH-6052 Hergiswil           Email: [email protected]

 

web: http://www.rubimed.com

 

 

Zur Austestung von Lebensmitteln, aber auch von genauen Dosierungen bei Medikamenten, gab der Lehrgangsleiter noch einige Hinweise:

 

 

 

 

 

     Die psychische Komponente hängt wie eine kommunizierende Röhre mit den toxikologischen

     Komponenten zusammen.

 

 

 

 

       psychische Belastungen         toxische Belastungen

 

 

 

          1. seelischen               2. erst dann           

            Belastungs-                  ist auch die

            spiegel                      toxische  

            senken                        Belastung

                                        senkbar

 

 

 

 

 

 

     Ich lass mir nicht mehr alles gefallen. Ich achte darauf, dass es mir auch gut geht.

 

 

 

Zu Dingen, die gut tun, soll man Nähe herstellen.

Zu Dingen, die nicht gut tun, soll man Distanz herstellen.

 

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für die Selbsthilfegruppe der Amalgam- und Zahnmaterialgeschädigten Kronach     ©Brigitte Hauck

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