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Helloween |
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Ich kann mich noch ganz genau erinnern wie ich damals zum ersten Mal mit HELLOWEEN konfrontiert wurde. Ein Kumpel hat mir wollte mir eine Kassette vorspielen, die er sich ganz neu aufgenommen hatte und das war "Live in the U.K.". Als ich dann die ersten Riffs von "A little Time" hörte, wurde ich schon neugierig, doch dann setzte der Gesang von Michael Kiske ein und dann war für mich klar, dass ich eine neue Weltklasseband entdeckt hatte! Zwar hat sich meine Begeisterung nicht bis heute gehalten, da ich ihre neuen Werke längst nicht so gut finde wie die alte Meilensteine, doch gibt es dennoch genug Gründe für einen Einblick in 20 Jahre deutsche Heavy Metal Geschichte. |
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| Die Band war mittlerweile dafür bekannt geworden, schnellen aber dennoch melodischen Metal zu spielen, also war es endlich auch an der Zeit, der lechzenden Meute ihren ersten offiziellen Release zu präsentieren und der Zeitpunkt war 1985 auch gekommen in Form von: |
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Helloween / Mini-LP (1985): Diese Mini-LP war quasi für den Rest der Welt das wirklich erste Lebenszeichen von HELLOWEEN gewesen und das schlug ein wie eine Bombe. Nach einen anfangs kurz verwirrenden Intro geht es auch schon gleich mit der Speedgranate "Starlight" los, welche auch gleich den Standpunkt des Quartetts darstellte! Zwar erinnert dieser Opener leicht an JUDAS PRIEST, doch dieses Manko hat Kai Hansen bis heute nicht ausgemerzt bekommen. Sehr düster ist hingegen "Murderer" ausgefallen, wobei der Mittelpart HELLOWEEN typisch sehr melodisch ausgefallen ist und hier das Trademark, die zweistimmigen Gitarrensoli zum ersten Mal bemerkbar werden. "Warrior" ist an sich zwar echt gut, kann aber mit der Qualität der restlichen Songs nicht mithalten. Doch dies ist bei dem Oberhammer "Victim of Fate" dann schon wieder kein Thema mehr und längst vergessen. Alleine der Refrain dieses Stücks lässt schon Kai Hansens Fähigkeiten als Komponist herausragen. Da passt nur ein Wort: Kult! Sehr ruhig beginnt der Song "Cry for Freedom" der wohl sowas wie eine Halbballade darstellen soll, wobei allerdings nach knapp 2 Minuten die Nummer sich wieder in gewohnteren Gefilden bewegt. |
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| Doch soll es das noch längst nicht gewesen sein, denn die Fans lechzten nach mehr, da will man nicht gerne nur mit 5 Songs abgespeist werden weswegen nur ein einige Monate später das erste Full Length Album in den Regalen stand. |
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Walls of Jericho (1985) Im selben Jahr wie schon die Mini LP erschien kam auch die Debut LP "Walls of Jericho" auf den Markt. NAch dem gleichnamigen Intro, das den Titel hervorragend reflektierte werden auch schon gleich die Mauern mit dem Hammeropener, dem Übersong, der Granate, dem Kultstück schlechthin - "Ride the Sky" eröffnet. Diese Nummer gehört einfach zu den 10 besten Metalsongs überhaupt, ohne Diskussion und Widerrede! Danach hat es das Folgestück "Reptile" selbstverständlich schon schwer und kommt auch durch seine langsame Art nur schwer an die vorige Qualität heran. Doch dies ändert sich mit "Guardians" wieder sehr schnell, da man hier wieder gehörig aufs Gaspedal drückt, dennoch mit den melodischen Parts nicht in Verzug gerät. Eher midtempolastig ist hingegen "Phantoms of Death" ausgefallen, wo mir die Strophe eindeutig besser gefällt als der Refrain. Hier merkt man eindeutig, dass die 4 Kürbisköpfe wohl auch sehr von IRON MAIDEN beeinflusst wurden. Mit "Metal Invaders" folgt dann ein weiteres Hammerstück dieses Albums, bei dem einfach alles passt, der Text, die Musik, der Gesang, das Arrangement, wirklich von vorne bis hinten geil. "Gorgar" ist irgendwie ein schwieriges Stück, da er zum einen relativ langsam ausgefallen ist und zum anderen der Text sehr aufgesetzt brutal wirkt, aber dennoch sehr unterhaltsam. Das zweite Kultstück nach "Ride the Sky" folgt schließlich mit der "Live"-Nummer "Heavy Metal (is the Law)", einer sehr schnellen und direkten Nummer, kompromisslos und eingängig. Dazu kann ich nur noch eines sagen: "Heavy Metal is the Law, that keeps us all united free, a Law that shatters Earth and Hell, Heavy Metal can´t be beaten by any Dynasty, we´re all wizards fighin with our spell!". Abgeschlossen wird "Walls of Jericho" von dem sehr melodischen und atmosphärischen "How many Tears", welches von Michael Weikath komponiert wurde, ursprünglich mal "Sea of Fears" hieß und früher von seiner Schülerband gespielt wurde. Damals klang das Stück eher nach softem Pop-Rock, wobei es mittlerweile zur Melodic Metal Hymne mutiert ist, wobei mir die jetzige Version deutlich besser gefällt. "Walls of Jericho" stellt auf alle Fälle einen sehr guten Startschuss dar, aber die Glanzzeiten sollten erst noch folgen! |
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Judas (1986): War man auf dem Debut mit "Lust for Life" ein speediger Opener gewohnt, beginnt der Zweitling mit "Changes" eher ruhig aber charismatisch. Jedoch wird mit "Rich & famous" ein typischer Heavy Metal Stampfer im Sinne von "Heaven can wait" und "Space Eater" geboten. Wer es aber ein wenig schneller mag, wird mit "As Time goes by" - meiner Meinung nach immer noch einer der besten GAMMA RAY Songs - bestens bedient. "(We won´t) Stop the War" ähnelt eher dem Song "Free Time", erinnert mich ab und an auch ein wenig an HELLOWEENs "Chamäleon"-Album, aufgrund der Bläsereinsätze. Zwar recht interessant, doch passt meiner Meinung nach ins Gesamtkonzept des Albums. Was wiederum man von der Halbballade "Father and Son" nicht behaupten kann, da dieses Stück trotz seinem ruhigen Charakter sehr gut die Atmosphäre auf "Sigh no more" trifft, wobei mir der leicht traurige Touch sehr gut gefällt. Mit "One with the World" kommt eindeutig der beste Song auf diesem Album an die Reihe - Dank diesem Song habe ich damals GAMMA RAY überhaupt kennengelernt! - ein Song der alles vereint, er treibt, er ist melodisch, dazu ein hypnotischer Refrain, der zum Mitsingen einlädt; um Hage zu zitieren: "Soooo geil!". Wieder speediger wird es mit "Start running", ein Song der leider sehr unterschätzt wird. Weshalb "Countdown" als CD-Bonus tituliert wird, ist mir echt fraglich, da solche Songs damals eigentlich als Anreiz dienen sollten die CD anstatt der LP zu kaufen. Jedoch wird dieser Song dieser Aufgabe leider nicht gerecht. "Dream Healer" schon eher. Dieses Stück kann man quasi als Kurzversion des Songs "Heading for Tomorrow" bezeichnen, da er ebenfalls sehr kraftvoll und episch ausgefallen ist. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, als ich damals "The Spirit" - den Abschlusssong - zum ersten Mal hörte: Ich fand ihn echt scheußlich, einfach nur schlecht, doch mit der Zeit fing er an mir zu gefallen und mittlerweile zählt auch er zu meinen persönlichen Favoriten. "Sigh no more setzt konsequent da fort, wo "Heading for Tomorrow" aufgehört hat, wobei der bandeigene Stil leider immer noch nicht gefunden wurde. |
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Keeper of the seven Keys I (1987) Es war eine Weile ruhig geworden um GAMMA RAY, vielleicht auch aufgrund der Tatsache, weil Basser Uwe Wessel und Drummer Uli Kusch die Band verlassen haben. Doch mit Thomas Nack (Drums) und Jan Rubach (Bass) wurde schnell Ersatz gefunden. In der neuen Besetzung wurde schließlich das dritte Album "Insanity and Genius" eingespielt, das wesentlich frischer und stärker als seine beiden Vorgänger klingt. Alleine die ersten drei Songs "Tribute to the Past", "No Return" und "Last before the Storm" klingen verdammt kraftvoll, wobei deutlich Kai´s Wurzel wieder freigelegt wurden. Erst mit "The Cave Principle" wird es erst wieder ein wenig ruhiger. "Future Madhouse" soll laut Bandaussage die GAMMA RAY Version von "Future World" klingen, wobei ich diese Meinung nicht unbedingt teilen kann, jedoch dieses Stück dennoch sehr gut klingt. Lediglich das Cover der dazugehörigen, auf nur 2000 Stück limitierte, Single sieht ein wenig lächerlich aus, aber da kann man ja mal ein Auge zudrücken. Mit "Gamma Ray" folgt dann ein Cover des BIRTH CONTROL Songs nachdem sich die Hanseaten benannt haben, wobei mir die Metal Version deutlich besser gefällt als das Original. Mit "Insanity and Genius" folgt dann das Titelstück des Albums, welches die Thematik der Lyriks auch perfekt musikalisch einfängt. Was mal aus "18 Years" ursprünglich werden sollte, ist mir ehrlich gesagt unklar, da der Song längst nicht an die Klasse des restlichen Albums heranreicht. Dies gilt ebenso für "Your Torn is over", das anfangs sehr vielversprechend klingt, doch dies verfliegt schnell als der Gesang einsetzt, hier von Ex-Klampfer und Nun-Basser Dirk Schlächter übernommen. Mit "Heal me" konnte Satan-sei-dank nochmal das Ruder rumgerissen werden. Zur Überraschung steht hier Kai Hansen hinterm Mikro, wobei man sich damals die Frage stellte weshalb er eigentlich mit dem Singen aufgehört hat. Auch "Brothers" kann das Niveau zum Schluss nicht mehr halten. Auch "Insanity and Genius" ist an sich ein sehr gutes Album geworden, welches allerdings dennoch seine Schwachstellen hat. |
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| Nachdem man solch ein Killeralbum in der Hinterhand hatte, war dies auch Grund genug, um ausgiebig zu touren. Mit dabei auf der "Melodic Metal strikes back"-Tour waren RAGE als Headliner, sowie die beiden Support-Acts HELICON und CONCEPTION. Bei dem Hamburg-Gig wurde nebenbei noch ein Live-Video und -Album aufgenommen, welches alle vier Bands beinhaltet und "The Power of Metal" heißt. GAMMA RAY nutzten dabei die Chance und veröffentlichten gleich mit "Lust for Live" ihr zweites Live-Video, welches neben dem Auftritt, auch noch einige Interview und Studio-Sequenzen enthält. |
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Unmittelbar bevor man sich an die Aufnahmen zum neuen Album begab wurde Langzeitfrontmann Ralf Scheepers aus mehreren Gründen vor die Tür gesetzt. Zu den wichtigsten zählten u.a. die große Distanz von seinem Heimatort Stuttgart bis Hamburg, womit er nur am Wochenende zu den Proben kommen konnte. Zudem hatte er sich auch als neuer Sänger bei JUDAS PRIEST beworben, womit seine Zukunft bei GAMMA RAY sowieso ungewiss gewesen wäre. Somit war sein Weggang unumgänglich, wobei die Nachricht, wer denn der neue Sänger sein würde sensationell war: niemand geringeres als Kai Hansen himself! |
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Keeper of the seven Keys II (1988): Ich war sehr auf dieses Album gespannt, nach 3 Alben soll nun beim vierten Machwerk von GAMMA RAY endlich seit "Walls of Jericho" (HELLOWEEN), wieder Kai Hansen ein komplettes Album einsingen. Aber wie wird das Resultat klingen? In dem Falle einfach nur perfekt, da er und seine drei Mitstreiter mit "Land of the Free" ihr bis dato bestes Album abgeliefert haben. Schon der über 8-minütige Opener und Singleauskopplung "Rebellion in Dreamland" weist den Hörer in seine Schranken und zeigt, dass Kai Hansen melodischen Metal am besten beherrscht. Dies verhärtet sich mit der schnellen Nummer "Man on a Mission", welche an die seligen "Keeper of the seven Keys I"-Tage erinnern lässt. Nach dem Interludium "Fairytale" geht es auch gleich mit der Hymne "All of the Damned" weiter, welches an die Reprise "Rising of the Damned" anknüpft. Wieder ein wenig schneller wird es mit "Gods of Deliverance". hier sollte man vor allem auf den sehr genialen Refrain achten. Mit "Farewell" ist GAMMA RAY eine sehr ruhige Nummer gelungen, die sich dennoch perfekt in das Konzept des Albums einreiht. Hier legte man viel wert auf Betonungen, wobei der leicht melancholische Touch die Atmosphäre sehr gut unterstreicht. Doch ist man gerade in der Ruhe versunken, wird man mit "Salvation´s Calling" wieder aufgeweckt. Danach folgt auch schon mit "Land of the Free" das Titelstück, welches man getrost als Hymne bezeichnen darf, da der Refrain und vor allem die zahlreichen Hooklines dieses Stück unvergesslich werden lassen. Nach dem kurzen Instrumental "The Saviour" folgt "Abyss of the Void", welches zunächst sehr ruhig beginnt, mit der Zeit aber an Kraft gewinnt und wie auch die meisten Stücke auf diesem Album sehr episch strukturiert wurde. Mit "Time to break free" ist den Fischköpfen nochmal eine kleine Überraschung gelungen, da hier - surprise, surprise - Michael Kiske die Leadvoals übernommen hat. Dieser Song erinnert sogar witzigerweise an die "Pink Bubbles go Ape"- und "Chamäleon"-Phase von HELLOWEEN. Schade eigentlich, dass Michael Kiske nicht als fester Sänger bei GAMMA RAY eingestiegen ist. Der abschließende Song "Afterlife" gehört eigentlich nicht mehr zum Albumkonzept, jedoch hat er dennoch eine besondere Bewandtnis auf sich: Er soll an den Tod von Ex-HELLOWEEN Drummer Ingo Schwichtenberg gedenken. Auf der Single "Rebellion in Dreamland" ist der HOLOCAUST Coversong "Heavy Metal Mania" enthalten, den eigentlich auch Ingo hätte einspielen sollen. Deswegen hat Kai ihm den Song "Afterlife" gewidmet, welcher einer meiner absoluten Favoriten ist. GAMMA RAY haben mit "Land of the Free" geschafft, ein sagenhaftes, zeitloses Heavy Metal Album abzuliefern, welches in keiner Sammlung fehlen sollte! |
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| Ein wenig später entschloss man sich mit "Silent Miracles" die zweite EP zu veröffentlichen, welches neben "Farewell" vom "Land of the Free" Album, noch eine neue Version von "The Silence" (vom Debut Album "Heading for Tomorrow") und auch die beiden neuen Songs "Miracle" und "A While in Dreamland" enthält. Dieser Silberling wurde allerdings, wie auch die Maxi "Future Madhouse", auf lediglich 2000 Exemplare limitiert und ist heute nur noch in Japan oder auf Plattenbörsen erhältlich! Der Veröffentlichungstermin musste allerdings aufgrund Terminproblemen leider auf Februar 1996 verschoben werden. | ![]() |
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1996 wollte man dann in Spanien
zusammen mit STRATOVARIUS und RAGE auf Tour gehen, doch entschlossen sich
Basser Jan Rubach und Drummer Thomas Nack, die Band zu verlassen. Der Grund
war, dass Dirk wieder Bass spielen wollte, da er eigentlich eher Bassist ist
und kein Gitarrist. Die Idee, dass Jan der eigentlich eher Gitarrist ist,
die 6 Saiten bei GAMMA RAY übernehmen sollte, fand keinen Anklang und somit
verließen beide die Band, wobei Thomas solidarisch die Tour noch zu Ende
spielte. Als Ersatzklampfer wurde Henjo Richter engagiert, welcher wenig
später als festes Mitglied bei GAMMA RAY aufgenommen wurde. Im Februar 1997
war dann endlich ein neues Line-Up komplett, das auch noch bis heute Bestand
hat:
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SOMEWHERE OUT IN SPACE (1997): 1997 ein weiteres Jahr in der Geschichte von GAMMA RAY. Der Line Up Wechsel hat der Band viel Zeit gekostet, aber auch wieder frischen Wind mitgebracht. Das merkt man schon beim Opener "Beyond the black Hole", der bei genauerem Hinhören ein wenig an HELLOWEENs "March of Time" und "Twilight of the Gods" erinnert. "Men, Martians and Machines" geht wieder ein wenig Back to the Roots von GAMMA RAY und erinnert stark an die "Insanity and Genius"-Ära, wohingegen "No Stranger (another Day in Life)" sehr straight und etwas langsamer ausgefallen ist. Das Titelstück "Somewhere out in Space" beeindruckt durch hohen Abwechslungsreichtum und zeigt, das GAMMA RAY gekonnt den Heavy Metal in das neue Millenium transponieren können. Witzigerweise erinnert diese Stück gelegentlich ein wenig an BLIND GUARDIAN. "The Guardians of Mankind" wendet sich hingegen wieder in die traditionelle Richtung, wobei das kurze "The Landing" wiederum eher atmosphärisch und getragen ausgefallen ist. Erneut etwas moderner wird es mit "Valley of the Kings" - hierzu wurde vorab schon eine Maxi veröffentlicht. Dieser Song erinnert im Refrain sehr stark an den eigenen Song "Last before the Storm", ebenfalls vom "Insanity and Genius"-Album. Einen leicht melancholischen Touch hat "Pray" eine sehr ruhige und balladeske Nummer, die ein wenig an "Farewell" ("Land of the Free"-CD) erinnert. Meine ich es nur, oder haben Kai Hansen und Co auf "Somewhere out in Space" ein wenig abgekupfert? Dies kommt mir zumindest in den Sinn, da der Beginn von "The winged Horse" verdammt an IRON MAIDEN zu "Killers" Zeiten-erinnert. Dies wandelt sich jedoch und vor allem der Refrain kann mit einem hervorragenden Gitarrenlick auftrumpfen. Nach dem verwirrenden Drumsolo namens "Cosmic Chaos" wird man direkt von dem treibenden "Lost in the Future" mitgerissen, welches durch ein stakkatoartiges Riff in der Strophe besticht. "Watcher in the Sky" ist wiederum sehr melodisch und traditionell ausgefallen, sprich hier gibt es 100% GAMMA RAY pur. Nach dem kurzen Intro "Rising Star" geht es auch direkt mit "Shine on" weiter. Auch diese Nummer kommt mir relativ bekannt vor, doch fällt mir leider im Moment nicht ein, an wen sie mich erinnert. Als Rausschmeißer dient der URIAH HEEP Song "Return to Fantasy", der wesentlich besser verbraten wurde als damals "Look at yourself" auf dem "Heading for Tomorrow"-Album. Fazit: "Somewhere out in Space" ist ein Album das sowohl traditionelle als auch moderne Elemente beinhaltet und somit beweist, dass GAMMA RAY immer noch zur Speerspitze gehören! |
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Powerplant (1999) Sehr kraftvoll beginnt "Powerplant" mit dem treibenden Opener "Anywhere in the Galaxy". Hier fällt auf, dass GAMMA RAY ihren Stil weiter ausgebaut haben. "Razorblade Sigh" kommt mir jedoch ein wenig kalt vor, wobei dennoch die Hooklines dieses Songs dennoch herausragend sind. "Send me a Sign" markiert den ersten Höhepunkt auf "Powerplant", komponiert von Zweitklampfer Henjo Richter, was wohl beweisen dürfte, dass er sich mittlerweile sehr gut in der Band integriert hat. Hatten GAMMA RAY auf "Somewhere out in Space" die leichten Tendenzen ab und an in Richtung "Insanity and Genius" zu tendieren, scheint dies hier eher mit "Land of the Free" der Fall zu sein, da "Strangers in the Night" gelegentlich an die Songs dieses Albums erinnert. "Gardens of the Sinner" ist hingegen wieder ein typischer GAMMA RAY Stampfer geworden, wie man ihn eigentlich auf jedem Album der Hanseaten findet. Bei "Short as Hell" wurde der Titel wohl eher ein wenig unglücklich ausgewählt, da man dahinter wohl eher einen Speedkracher erwartet als die treibende Nummer die sich dahinter verbirgt. Danach folgt mit "It´s a Sin" ein PET SHOP BOY´S Coversong, der sehr gut gelungen ist und sogar den Eindruck erwecken lässt, dass es sich dabei um einen eigenen Song handelt. "Heavy Metal Universe", was sagt uns dieser Titel? Yep, Klischee ohne Ende, dieses Stück hätte genauso gut von MANOWAR stammen können, also schnell weiter zu "Wings of Destiny", welcher da wieder mehr an GAMMA RAY erinnert. "Hand of Fate" hat hingegen wieder eher hymnische Charakterzüge, sprich viele Chöre, massig Melodien, bombastisches Arrangement und viel Abwechslung. Als Rausschmeißer dient der fast 9 minütige Song "Armageddon", welcher nochmal alles aus dem Quartett herausholt und massig Hooklines, sowie eine perfekte Struktur beinhaltet. Insgesamt ist "Powerplant" sehr abwechslungsreich ausgefallen, wobei mit "Short as Hell" und "Heavy Metal Universe" zwei deutliche Schwachstellen zu vermerken sind! |
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| Nachdem das Album bei den Fans wie eine Bombe eingeschlagen war, ging man wieder ausschweifend auf Tour, als Support STEEL PROPHET und EDGUY, was also ein Power Metal Package erster Klasse bedeuten sollte! Die Tour verlief an sich reibungslos, bis jedoch Kai Probleme mit seiner Stimme bekam. Es bestand die Gefahr das Konzert in Salzburg am 21.04.99 absagen zu müssen, doch fand man eine Lösung darin, die Gesangsparts aufzuteilen. So durften neben Kai Hansen auch Chris Bailey (FREEDOM CALL), Tobias Sammet (EDGUY) und Rick Mythiasin (STEEL PROPHET) sich den Job hinterm Mikro teilen und alle erledigten dies laut mehrfachen Aussagen sehr professionell. Die Setlist sah dabei wie folgt aus: |
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| Auf alle Fälle ist den Jungs und vor allem Kai Hansen hoch anzurechnen, dass sie das Konzert nicht einfach abgesagt, sondern das Beste draus gemacht haben. Dank gebührt dabei vor allem den Ersatzsängern Chris, Tobias und Rick! |
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No World Order (2001) Wann ruhen sich Kai Hansen und seine 3 Mitstreiter eigentlich mal aus? 1999 kam "Somewhere out in Space" auf den Markt, letztes Jahr die Best of "Blast from the Past" und nun sind sie schon wieder mit ihrer neusten Scheibe "No World Order" am Start. Das kann eigentlich qualitativ nicht gut sein, aber nicht bei GAMMA RAY, denn ihr mittlerweile 7. Studioalbum schlägt erneut ein wie eine Bombe, was schon das sehr majestätische Intro "Induction" zeigt. Der nachfolgende Song "Dethrone Tyranny zeigt das Quartett zugleich von ihrer besten Seite, es erinnert sogar an das glorreiche "Land of the Free"-Album. Ganz anders "The Heart of the Unicorn", das vordergründig nach JUDAS PRIEST klingt, im Refrain allerdings wieder typisch nach Kai & Co. klingt. Die erste Singleauskopplung "Heaven or Hell" erinnert stark an "Send me a Sign" vom letzten Album, wobei auch leichte Parallelen zur "Insanity and Genius"-Platte vorhanden sind. Mit "New World Order" folgt der eigentliche Titeltrack, auch wenn mit leichter Abwandlung. Diese Nummer entwickelt sich sehr straight, mit leicht rockigen Tendenzen, wobei mich die Gitarren leicht an IRON MAIDENs zu "No Prayer for the Dying".Zeiten erinnern. "Damn the Machine" erinnert von den Gitarrenleads hingegen eher an ICED EARTH, allerdings ändert sich dies schnell und man tendiert wieder in die eigene Richtung, wobei man im Mittelteil erneut einige moderne Elemente verwendet. Mit "Solid" ist der Band erneut eine wahre Hymne gelungen, die zwar an JUDAS PRIEST´s "Rapid Fire", aber auch HELLOWEENs Klassiker "Walls of Jericho" erinnert. Alleine der Chorus lässt sofort Gänsehaut entstehen, das ist nicht nur geil, das ist magisch! "Fire below" ist eher ein wenig treibender und direkter ausgefallen, ebenfalls mit einem klasse Refrain, man merkt langsam richtig, dass Kai immer sicherer hinterm Mikro wird. Apropos: Mir ist auch zusätzlich aufgefallen, dass die früher typischen Happy Metal Nummern "Freetime", "Rich & Famous" sowie "Future Madhouse", mittlerweile bei GAMMA RAY komplett verschwunden sind. |
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| "Follow me" lässt dann wieder einige alte Tage aufleben und erinnert hier und da ein wenig an "Future World" (HELLOWEEN), aber auch ein klein wenig an STRATOVARIUS. Mehr hymnenhaft präsentiert sich "Eagle" (sehr spartanisch betitelt), wobei man auch hier eine sehr düstere, geheimnisvolle Schlagseite abbekommen, welche sich eigentlich wie ein roter Faden durch das komplette Album zieht. Zum Abschluss wird uns mit "Lake of Tears" noch ein sehr ruhiges Stück dargeboten, welches über die Tatsache hinweg tröstet, dass auf dem letzten Album "Powerplant" keine Ballade enthalten war. Unterm Strich ist "No World Order" wieder erneut ein megageniales Album, das an die Kultscheibe "Land of the Free" verdammt nah heranreicht und zeigt, dass GAMMA RAY auch im neuen Jahrtausend zu den besten Metalbands der Welt gehören. | ![]() |
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