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Agent Vincent


Tom Bones

Geboren am 05.Mai 1955 in Los Angeles/CA.
Tom Bones trat im Alter von 18 Jahren den Streitkräften der US Air Force bei und wurde nach der Grundausbildung zum Piloten sowohl für Hubschrauber als auch für Transportflugzeuge ausgebildet. Er diente von 1974 bis Kriegsende 1975 in Vietnam.

Nach der Beförderung zum Captain traten im Sommer 1979 Beamte der CIA, vermutlich aufgrund seiner herausragenden dienstlichen und fliegerischen Leistungen und Fähigkeiten, an ihn heran und verpflichteten ihn mit Einverständnis des Geheimdienstes der Air Force als Einsatzpiloten für die "Air America", den fliegerischen Dienst der CIA und schließlich als Agenten der Agency.

Während der anfänglichen Dienstjahre bei der CIA wurde Bones, mittlerweile Major, vielfach sowohl für verdeckte Operationen (hauptsächlich Kampfhubschraubereinsätze mit Seal-Einsatzteams) als auch für reguläre Transportflüge eingesetzt. Die Einsatzorte reichten vom Gebiet der ehemaligen UDSSR über den nahen Osten und Afrika bis zum Haupteinsatzgebiet der achtziger Jahre, Südamerika. Im Verlauf dieser Einsatztätigkeit wurde Bones mehrfach verwundet und zweimal mit dem Purple Heart sowie dem Bronze- und dem Silverstar ausgezeichnet.

Von besonderer Bedeutung im Zusammenhang mit Delta Green scheint ein fatal gescheiterter Einsatz im Herbst 1981 im unzugänglichen Dschungelgebiet Kolumbiens - ein einfacher "Rein und wieder raus"-Einsatz. Man hatte von einer bislang unbekannten und unerforschten Tempelruine erfahren, die bereits seit sehr langer Zeit von den Einheimischen gefürchtet und gemieden wurde. Geheimdienstinformationen zufolge ging man von einem idealen Standort für ein Kokainlager des örtlichen Cali-Kartells aus. Zwei Einsatzteams der Blue-Unit sollten die Lage sondieren und gegebenenfalls, wie üblich, gleich vor Ort bereinigen. Die Teams wurden von Maj. Bones in Begleitung eines Cobra-Kampfhubschraubers ins Einsatzgebiet eingeflogen.

Der folgende, katastrophale Verlauf dieses Einsatzes konnte nur teilweise aufgrund des aufgezeichneten Funkverkehrs und der Aussagen Bones´ in den Anhörungsprotokollen rekonstruiert werden.

Demnach wurden die beiden Teams am 16.September 1981 um 2055 an den vorgesehenen Droppoints abgesetzt und rückten auf das Einsatzziel, die etwa 4 km entfernte Tempelruine, vor. Um 2143 meldete das Alpha-Team plötzlich Verluste durch Feindkontakt, der jedoch nicht näher bestimmt werden konnte. Zitate aus dem Funkverkehr: "...die Bäume bewegen sich auf uns zu...", "...Arme wie Tintenfische...", "...Mäuler auf der Rinde...". Alpha erbat unverzügliche Unterstützung sowie Evakuierung. Dann, um 2246, brach der Kontakt ab.

Team Bravo meldete zu diesem Zeitpunkt bereits heftiges MG-Feuer sowie mehrere Granatexplosionen von der letzten gesicherten Position von Alpha in der Nähe der Ruine und traf gerade dort ein, als die Cobra, die tief über dieser Position schwebte und aus allen Rohren feuerte, aus ungeklärten Gründen abstürzte (Maj. Bones berichtete in den späteren Anhörungen von "tentakelähnlichen Ästen", die aus den Baumkronen heraus nach dem Hubschrauber "gegriffen" hätten).

Maj. Bones flog eine weite Schleife in Richtung auf eine nahegelegene Anhöhe, zu der sich die wild um sich schießenden drei Überlebenden der beiden Teams, der MG-Schütze von Alpha sowie der Unitleader und der Funker von Bravo, zurückgezogen hatten. Um 2251 brach jeglicher protokollierter Funkkontakt ab. Die letzte klare Erinnerung, die Maj. Bones in den Anhörungsprotokollen schildert, ist ein schwerer "Schlag" gegen das Heck seiner Bell UH-1D, der ihn während den Anfluges auf die Anhöhe erwischt habe und dass auch sein Hubschrauber daraufhin abgestürzt sei.

Ein Aufklärungs- und Rettungsteam, welches die Einsatzstelle am frühen nächsten Morgen unter größter Geheimhaltung und Vorsicht absuchte, fand lediglich die beiden völlig zerstörten Hubschrauberwracks und einen Teil der Bewaffnung und Ausrüstung der Teams. Angehörige der Teams oder der Hubschrauberbesatzungen konnten weder tot noch lebendig aufgefunden werden. Der Zugang zu der Tempelruine war durch den Absturz der Cobra unzugänglich zerstört worden. Die Wracks wurden gesprengt, es konnten keinerlei Hinweise auf ein Kokainlager oder sonstige Aktivitäten des Cali-Kartells gefunden werden.

Maj. Bones lief 3 Tage später mittelschwer verletzt und stark verwirrt in der Nähe der kolumbianischen Grenze zu Venezuela an einem Kontrollposten der kolumbanischen Armee auf.

Aufgrund seiner Aussagen vor der Untersuchungskommission, die sich mit dem Scheitern des Einsatzes befasste, trat Delta Green im Mai 1982 nach seiner vollständigen körperlichen und geistigen Genesung mit ihm in Kontakt und er wurde schließlich als DG-Agent rekrutiert und ist seitdem auch dort im aktiven Dienst. Mittlerweile ist Bones zum Colonel befördert worden.

Abschließend folgt eine kurze Auflistung einiger der wichtigeren DG-Operationen, an denen Agent Bones bislang teilgenommen und zu deren erfolgreichem Abschluß er maßgeblich beigetragen hat:

  • während des ersten Golfkriegs leitete Agent Bones die Search- and Rescue-Mission, in deren Verlauf Agent Witschnefski in der irakischen Wüste gefunden wurde.
  • Die erfolgreiche Bekämpfung der "Manifestation" einer "Gottheit", die unter anderem in der Lage war, Leichen wieder zu erwecken und zu steuern. Die Manifestation war vermutlich durch Träume bewirkt worden, welche durch illegale Gehirnwäsche einer hier nicht näher bezeichneten Behörde gesteuert worden waren.
  • Die Untersuchung einer nach wie vor nicht restlos aufgeklärten Notlandung eines Spaceshuttles, dessen gesamte Besatzung von einer unbekannten "Licht- oder Farberscheinung" getötet worden war. Im dramatischen Verlauf der Operation gelang es dem Team schließlich, die "Erscheinung" mittels eines starken, kranbetriebenen Magneten "einzufangen".
  • während des zweiten Golfkriegs koordinierte Agent Bones den Einsatz mehrerer Teams, die leider nur teilweise die Plünderung des archäologischen Nationalmuseums in Bagdad verhindern konnten. So wurden beispielsweise einige der noch nicht untersuchten und katalogisierten Artefakte von bislang unbekannten, ausländischen Tätern auf äußerst professionelle Weise aus den Kellern des Museums gestohlen.



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