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Naturheilverfahren - Umweltmedizin - Psychotherapie/FONT> Klaus J. Benner, Heilpraktiker 42275 Wuppertal -
Berliner Str. 113
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| Selbstbehandlung und Hausmedizin |
| i | Wasseranwendungen,
Wickel, Aromaöle, Bachblüten und Akupressur
Das Gesundheitssystem ist zunehmend überlastet,
die hohen Kosten führten zu unumgänglichen Einschränkungen.
Zuzahlungen für manche Behandlungen oder Medikamente für Bagatellbehandlungen,
die selbst bezahlt werden müssen sind nur einige dieser Konsequenzen.
Außerdem haben das zunehmende Umweltbewusstsein und das erhöhte
Wissen um die Wirkung von Chemikalien auf den Körper die Sensibilität
gegenüber Arzneimitteln und ihren Nebenwirkungen gesteigert. All diese
Tendenzen zusammen bewirken, dass der Einzelne wieder stärker bereit
ist, die Verantwortung für seine Gesundheit selbst zu übernehmen.
Dabei erinnert man sich an die altbewährten Hausmittel, die die Beschwerden
lindern können.
Die Heilkräfte der Natur nutzen Heute ist das Bewusstsein dafür gewachsen,
dass eine gesundheitliche Störung und die dafür eingesetzten
Mittel im richtigen Verhältnis stehen sollten. Starke chemisch-synthetische
Medikamente haben häufig unerwünschte Nebenwirkungen. Zur Besserung
alltäglicher Unpässlichkeiten genügt aber häufig schon
die richtige Teemischung oder eine heilende Kräuterauflage. Die Natur
bietet eine Vielzahl an pflanzlichen Heilmitteln für beinahe alle
Beschwerden, die den großen Vorteil haben, dass sie so gut wie keine
Nebenwirkungen haben. Zusätzlich gibt es noch viele andere Möglichkeiten,
sich ganz ohne Arzneimittel selbst zu helfen, zum Beispiel mit Wasseranwendungen,
Wickeln, Aromaölen, Bachblüten oder auch Akupressur. Diese Anwendungen
eignen sich außerdem nicht nur bei aktuellen Beschwerden, sondern
sie helfen bei regelmäßiger Anwendung, die Gesundheit zu unterstützen
und den Allgemeinzustand zu kräftigen.
Grenzen der Hausmedizin Es gibt eine Vielzahl von erprobten Hausrezepten,
die bei vielen akuten und chronischen Alltagserkrankungen lindernd oder
heilend wirken. Sie können jedoch keineswegs dauerhaft den Gang zum
Heilpraktiker oder Arzt ersetzen, damit eine Krankheit nicht verschleppt
wird, die später nur noch mit stark wirkenden Medikamenten bekämpft
werden kann. Wenn sich Symptome verstärken oder nach drei bis vier
Tagen keine Besserung eintritt, sollten Sie unbedingt einen Mediziner aufsuchen.
Wer gleichzeitig Medikamente einnimmt und Hausrezepte anwendet sollte den
Heilpraktiker oder Arzt darüber informieren, denn die Wirkungen könnten
sich gegenseitig beeinflussen. Bei allen Hausmitteln, die auf Kräutern
basieren sollte bedacht werden, dass die Inhaltsstoffe ebenso wie andere
Arzneimittel heilend wirken, d.h. dass zu viel auch schaden kann.
Anwendungsformen der Hausmedizin Teezubereitungen (Phytotherapie), eine Einführung. Aromatherapie, eine Einführung. Bachblüten, eine Einführung. Akupressur, eine Einführung. Wickel, eine Einführung. Wasseranwendungen
(Hydrotherapie), eine Einführung.
Auf meinen Seiten erhalten Sie zu einigen
Anwendungsformen der Hausmedizin und zur Selbstbehandlung ausführlichere
Informationen.
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i i i i i i i i i i i i i i i i i i i i i i i i i i i i i i i i i i i i Teezubereitung Traditionell werden viele Erkrankungen
mit Teezubereitungen behandelt. Dies ist wohl die älteste Form der
Phytotherapie
überhaupt und zudem denkbar leicht in der Anwendung.
Zubereitungsarten Jeder Tee entfaltet seine Wirkungen durch bestimmte Zubereitungsarten, denn nur so sind die gewünschten Eigenschaften der Kräuter gewährleistet. Man unterscheidet zwischen Aufguss, Auszug und Abkochungen. Beim Aufguss werden die gewünschten Tee-Kräuter mit kochendem Wasser übergossen, bedeckt und nach 5-15 Minuten abgesiebt. Die Zubereitung durch Abkochen erfolgt, indem man die Kräuter mit kaltem Wasser ansetzt und bedeckt 3-15 Minuten aufkocht, danach werden sie abgesiebt. Ein Auszug wird hergestellt, indem man Kräuter in kaltem Wasser ansetzt und bis zu 8 Stunden unter gelegentlichem Umrühren ziehen lässt und danach absiebt. Je nach Pflanzenart sollte die geeignete Zubereitungsart gewählt werden. Geeignete Tees bei Husten und Erkältungen:
Purpursalbei und Thymian werden bei Halsschmerzen in gleicher Menge für
einen Tee verwendet, ca. 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Beim ersten
Anzeichen einer Erkältung sollten je 1Teelöffel Pfefferminze,
Holunderblüten, Kamille und eine Prise Lavendel pro Tasse verwendet
werden. Einen Hauch Ingwer, 1Teelöffel Honig und eine Scheibe Zitrone
zugeben und einen Aufguss zubereiten. Bei Husten nimmt man frische oder
getrocknete Blätter und Blüten von Ysop und bereitet einen Teeaufguss.
Dieser sollte mit Honig gesüßt werden, da er etwas bitter schmeckt.
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Grundlagen Die Aromatherapie stützt sich auf die therapeutische Wirkungen der ätherischen Öle. Jede Aromapflanze liefert eine charakteristische Reihe von ätherischen Ölen. Jede Pflanzenart speichert ihre ätherischen Öle in unterschiedlichen Teilen: in Wurzeln, Blättern, Rinde, Knospen, Blüten, Frucht oder Samen. Für eine effektive Extraktion der ätherischen Öle müssen spezielle Verfahren angewendet werden. Nicht alle Methoden zur Gewinnung ergeben ätherische Öle, die zur medizinischen Verwendung geeignet sind. Nur die durch Auspressen und Wasserdampfdestillation gewonnenen ätherischen Öle sind heilkräftig. Öle, die durch eine Extraktion mit Hilfe von Lösungsmitteln gewonnen wurden, sind nur für die Parfum- und Kosmetikherstellung verwendbar. Sie werden nicht zu therapeutischen Zwecken eingesetzt, da sich im Endprodukt noch Reste des Lösungsmittels befinden. Um therapeutisch zufrieden stellende Ergebnisse zu erzielen, sollten nur bekannte und sowohl in botanischer, pflanzenheilkundlicher als auch in chemischer Hinsicht genau definierte ätherische Öle verwendet werden. Wirkungen der ätherischen Öle Die Essenzen erzeugen Veränderungen der normalen Körperfunktionen und sollen eine durch Krankheit, Anspannung oder andere Belastungen verlorene Harmonie wieder herstellen. Je nach Menge des verabreichten ätherischen Öls lässt sich die Stärke der Wirkung abwandeln, um sie den individuellen Bedürfnissen des Anwenders anzupassen. Beim Inhalieren wandern die ätherischen Öle beispielsweise durch die Nasenhöhlen und regen den Riechnerv an, der den Reiz in verschiedene Bereiche des Gehirns leitet. Von dort aus beeinflussen sie das Nerven- und Hormonsystem. Wenn z.B. der Schläfenlappen stimuliert wird, werden Gedächtnis, Konzentration und Lernfähigkeit beeinflusst. Gelangen die Reize in den Thalamus, wirken sie auf Gefühle ein. Wenn der Hypothalamus angeregt wird, wirkt dieser auf die Hypophyse, eine Drüse, die ihrerseits wieder den Hormonhaushalt im Körper beeinflusst. Diese Wirkungen können eine bestimmte Aktivität anregen, hemmen, reizen oder harmonisieren. Die Aromatherapie hat Auswirkungen auf das Immunsystem, Nervensystem, Atemsystem, Verdauungssystem, die Haut, Muskeln und Gelenke und auf die Gefühle. i zurück Es kann keinerlei Haftung
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Die Bachblütentherapie wird als ganzheitliche Methode zur Harmonisierung der Persönlichkeit, Anregung der Selbstheilungskräfte und spirituellen Entfaltung bezeichnet. Das Ziel der Therapie ist die Selbsterkenntnis und seelische Weiterentwicklung, die jeder Krankheit den Boden entziehen soll. Die Ursache von Krankheit wird in unharmonischen Zuständen wie etwa Charakterschwächen gesehen. Mit Hilfe der Blütenessenzen
versucht man, sie aufzulösen beziehungsweise ihr positives Potenzial
zu befreien. Krankheiten werden als Botschaften der Seele begriffen, die
sich durch den Körper ausdrückt und auf diese Art auf Fehler
in der Lebensgestaltung hinweist. Die verwendeten Blütenessenzen sollen
auf der feinstofflichen Ebene wirken, gewissermaßen als Botschaften
oder Informationen der Seele der Pflanze an die Seele oder das Energiefeld
des Menschen.
Begründet wurde die Bachblütentherapie 1930 durch den britischen Arzt Edward Bach. Auf der Suche nach einer natürlicheren Heilmethode als der Schulmedizin kam er intuitiv auf 38 wildwachsende Blumen, Büsche und Bäume sowie die Heilkraft von Quellen. Er schrieb ihnen die Fähigkeit zu, durch ihre hohe energetische Schwingung die menschliche Schwingung zu erhöhen und das Bewusstsein für Botschaften des höheren Selbst zu öffnen. Denn erst durch eine Veränderung der Lebenseinstellung und ein Leben im Einklang mit der Seele werde Heilung möglich, war Edward Bach überzeugt. Korrespondierend mit den 38 Bachblüten listete Bach 38 negative seelische Zustände als Krankheitsauslöser auf. Jeder einzelne davon äußert sich in klar definierbaren Gemütsverfassungen und Beschwerden, die jeweils mit Hilfe der zugeordneten Blütenessenz in ihr positives Gegenteil verkehrt und damit kuriert werden sollen. Um die Essenz der Pflanzen aus ihrem materiellen Körper zu lösen, entwickelte Bach die "Sonnenmethode" und die "Kochmethode". Blüten, die
im Spätfrühling und Sommer blühen, werden an sonnigen Morgen
gepflückt und in Quellwasser gelegt. Durch das Sonnenlicht soll die
Essenz der Blüten auf das Wasser übergehen, das danach mit Alkohol
haltbar gemacht wird. Die Kochmethode wird für Blüten verwendet,
die bereits früh im Jahr blühen, wenn die Sonne noch nicht ihre
volle Kraft entfaltet hat. Sie werden ausgekocht, gefiltert und ebenfalls
mit Alkohol präpariert. Noch heute sammelt man die Original-Bachblüten
an den von Bach genannten Fundorten.
Die 38 Bachblüten 1. Agrimony
(Odermenning):
2. Aspen (Espe):
3. Beech (Rotbuche):
4. Centaury
(Tausendgüldenkraut):
5. Cerato
(Bleiwurz):
6. Cherry
Plum (Kirschpflaume):
7. Chestnut
Bud (Rosskastanienknospe):
8. Chicory
(Wegwarte):
9. Clematis
(Weiße Waldrebe):
10. Crab Apple
(Holzapfel):
11. Elm (Ulme):
12. Gentian
(Herbst-Enzian):
13. Gorse
(Stechginster):
14. Heather
(Heidekraut):
15. Holly
(Stechpalme):
16. Honeysuckle
(Geißblatt):
17. Hornbeam
(Hainbuche):
18. Impatiens
(Drüsentragendes Springkraut):
19. Larch
(Lärche):
20. Mimulus
(Gefleckte Gauklerblume):
21. Mustard
(Ackersenf):
22. Oak (Eiche):
23. Olive
(Ölbaum):
24. Pine (Kiefer):
25. Red Chestnut
(Rotblühende Kastanie):
26. Rock Rose
(Gelbes Sonnenröschen):
27. Rock Water
(Wasser aus Heilquellen):
28. Scleranthus
(Einjähriger Knäuel):
29. Star of
Bethlehem (Goldiger Milchstern):
30. Sweet
Chestnut (Edelkastanie):
31. Vervain
(Eisenkraut):
32. Vine (Weinrebe):
33. Walnut
(Walnuss):
35. White
Chestnut (Weißblühende Rosskastanie):
36. Wild Oat
(Waldtrespe):
37. Wild Rose
(Heckenrose):
38. Willow
(Gelbe Weide):
39. Rescue Remedy
(Notfalltropfen):
Behandlung Die Bachblütentherapie soll einerseits Krankheiten vorbeugen helfen, andererseits die Selbstheilungskräfte anregen. Die erforderliche Zusammensetzung der Blütenmischung wird nach einem Erstgespräch mit Hilfe eines Fragebogens bestimmt, der die Einschätzung der psychischen Befindlichkeit und Lebenssituation erleichtert. Darüber hinaus werden sensitive Diagnosetechniken angewendet, wie etwa Pendeln, Bachblütenkarten oder Vertrauen auf die Intuition. Diese Techniken sollten nach Empfehlung des englischen Bach-Centers allerdings nur ergänzend zur Gesprächsdiagnose durchgeführt werden und sie nicht ersetzen. Für die Herstellung
von Bachblütenmischungen sind 20- oder 30-ml-Flaschen mit Pipette
gebräuchlich, die zu 3/4 mit Wasser und 1/4 mit Alkohol gefüllt
werden. Mit dieser Mischung werden die ausgewählten Bachblüten
aus den "stockbottles" - den Vorratsflaschen mit den konzentrierten Blütenessenzen
- vermengt. Es sollten maximal secchs bis sieben verschiedene Blüten
zusammengemischt werden, um nicht einen zu intensiven und vielschichtigen
inneren Prozess auszulösen. Die Tropfenmischung wird auf oder unter
die Zunge geträufelt. Wie bei der Homöopathie kommt es auch bei
der Bachblütentherapie manchmal zu Erstreaktionen, die wie eine vorübergehende
Verschlechterung der Situation empfunden werden können. Sie werden
als ein Zeichen dafür betrachtet, dass ein Veränderungsprozess
in Gang gesetzt wurde.
i i i Die Tinkturen wurden von Richard Bach auch zur äußerlichen Anwendung als Umschläge empfohlen. Darüber hinaus werden sie auch für Salben, als Badezusatz oder für Massagen verwendet. Anwendungsgebiete Für manche Menschen ist die Bachblütentherapie eine Unterstützung ihres Selbsterkenntnisprozesses. Sie wird häufig vorbeugend oder bei psychosomatischen Beschwerden eingesetzt. Als eine Art psychische Reinigungstherapie soll sie über den Umweg der seelisch-geistigen Ebene auch auf den Körper wirken. Darüber hinaus wird die Bachblütentherapie zur Stimmungsverbesserung und in psychischen Ausnahmesituationen eingesetzt. Bachblüten werden
manchmal auch Tieren eingeflößt - zum Beispiel Notfalltropfen
gegen Silvesterpanik bei Hunden - und sogar Pflanzen verabreicht, etwa
nach dem Umtopfen.
Wirkweise und Wirksamkeit Skeptiker lassen
bestenfalls den Placebo-Effekt als Erklärung einer möglichen
Wirkung der Bachblüten gelten und vermissen wissenschaftliche Heilnachweise.
Die Blütenessenzen haben zwar keine bekannten Nebenwirkungen, alkoholabhängige
Menschen sollten zur Haltbarmachung jedoch besser Obstessig verwenden oder
die Bachblüten ausschließlich mit Wasser mischen. Das gilt auch,
wenn die Tropfen Kindern oder kleinen Tieren verabreicht werden sollen.
Die Tropfenmischung wird in diesen Fällen mit Wasser verdünnt
eingenommen, statt sie auf die Zunge zu träufeln.
Risiken und Gefahren Bei körperlichen Erkrankungen kann die Bachblütentherapie eine andere medizinische Behandlung nicht ersetzen, sondern nur ergänzen. Wer sich in lebensgefährlichen Situationen wie Unfällen, bei Erstickungs- oder Herzanfällen ausschließlich auf die Wirkung von Notfalltropfen verlässt, geht ein lebensgefährliches Risiko ein. Bei der Blütentherapie können vereinzelt Unverträglichkeiten und Allergien auftreten. Es kann keinerlei Haftung
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Unter Akupressur versteht man die gezielte Massage spezieller Punkte, die auf der Körperoberfläche liegen. Akupressur ist eng verwandt mit der Akupunktur, die im 1. und 2. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung in China entwickelt wurde. Beide Methoden basieren auf den gleichen Grundlagen und Vorstellungen der traditionellen fernöstlichen Medizin, wonach alle Krankheiten oder Beschwerden auf einer Störung des Energieflusses (Qi) basieren. Diese Energie bewegt sich in einem Netz von Energiebahnen, den Meridianen, die im Körper und auf der Körperoberfläche verlaufen. Alle in der Akupressur verwendeten Behandlungspunkte stellen Zugangswege zu den Energiebahnen dar. Durch ihre Stimulation von außen, können Energieblockaden gelöst oder überschüssige Energie abgeleitet werden. So wird das körperliche und seelische Gleichgewicht wieder hergestellt und Beschwerden beseitigt. Ideal zur Selbstbehandlung
Richtig akupressieren
Wann hilft Akupressur?
Wann die wichtigsten
Punkte wirken
Weiterführende Literatur: Soforthilfe
mit Akupressur von Hermine Tenk
Die Autorin hat
in kurzer und prägnanter Form eine Übersicht der wichtigsten
Notfälle und deren Behandlung durch Akupressur, also ohne Gerät
und Medikament, gegeben. Mit dieser Methode der Traditionellen Chinesischen
Medizin lässt sich jede akute Notsituation "in den Griff" bekommen,
wie Nasenbluten, Lumbago, Kopfschmerzen, Kreislaufkollaps, Zahnschmerzen,
akuter Durchfall, Koliken, Wadenkrämpfe, akute Harnverhaltung usw.
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Wickel
Der Halswickel beispielsweise wirkt heilend auf alle Entzündungen der Halsorgane und beeinflusst positiv die Durchblutung der Schleimhaut im Hals, im Kehlkopf und in der Nase. Er ist damit ein gutes Mittel gegen Schnupfen. Der Halswickel wird immer nur kalt angewendet. Der Wadenwickel wirkt fiebersenkend während einer Infektionskrankheit, dafür wird er alle 5 Minuten erneuert und der Vorgang 2-3 Mal wiederholt. Ein guter Zusatz im Wasser ist Essig, der die fiebersenkende Wirkung noch unterstützt. Bei Anwendung von länger als 20 Minuten wirkt der Wadenwickel beruhigend und entzündungshemmend. Er ist so ein gutes Mittel gegen Einschlafstörungen, hohen Blutdruck, Unruhe und Kopfschmerzen. Der Leibwickel reicht von den Achselhöhlen bis über den Bauch und wirkt entkrampfend und entgiftend auf die Bauchorgane und hilft vor allem bei Erkrankungen des Oberbauches, Gallenbeschwerden, Verstopfung, Durchfall und Darmentzündungen. Ein guter Zusatz ist hierbei das Kümmelöl, es unterstützt die krampflösende Wirkung. Auflagen und Kompressen
Die Kartoffelauflage,
bei der die mit den Schalen gekochten Kartoffeln zu einem Brei zerdrückt
werden und in einem Leinentuch auf den erkrankten Körperteil aufgelegt
werden, hilft bei Schulter-, Nacken- und Rückenschmerzen, Arthrosen,
Husten und Bronchitis. Die Auflage bleibt jeweils so lange liegen, wie
sie als warm empfunden wird. Auflagen mit Heilerde wirken vor allem
bei Wirbelsäulenschmerzzuständen, Muskelverspannungen und Hexenschuss
(Lumbago). Dafür wird die Heilerde mit warmem Wasser zu einem Brei
verrührt und in einem Tuch auf die entsprechende Körperstelle
aufgelegt.
Kompressen sind die einfachere Variante der Auflagen, dabei wird einfach ein Frotteetuch in heißes Wasser getaucht und ausgewrungen, das feucht-heiße Tuch wird vorsichtig auf die schmerzende Stelle gelegt und immer wieder abgenommen, bis die Hitze erträglich wird. Dann wird das zweite Tuch als Wärmeschutz darüber gelegt und das ganze gut zugedeckt. Die Kompresse kann bei Bedarf 2-3 Mal erneuert werden. Ideal ist es die Kompresse mit einer Kräuteranwendung zu kombinieren, indem beispielsweise Arnika oder Kamille ins Wasser zugegeben wird. Es kann keinerlei Haftung
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Die Anwendung von Wasser in Form von Bädern, Güssen, Inhalationen und Wickeln wird auch als Hydrotherapie bezeichnet. Schon die ältesten Kulturen kannten dieses natürliche Heilmittel; an seiner Wirksamkeit hat sich bis heute nichts geändert. Besonders bekannt wurde die wohltuende Wirkung des Wassers durch den Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897), der auch als Wasserheiler von Wörishofen bezeichnet wurde. Die Anwendung des Wassers spürt man nicht nur auf der Hautoberfläche. Die Durchblutung des gesamten Körperteils der gebadet wird, wird verstärkt. Da die Hautnerven in Verbindung mit den Nerven stehen, die die inneren Organe versorgen, werden auch diese positiv beeinflusst. Bei kalten Wasseranwendungen dagegen ziehen sich die oberflächlichen Blutgefäße dann blitzschnell zusammen. Nach der Anwendung kommt es reflexartig zu einer Steigerung der Durchblutung und einem damit verbundenen Wärmegefühl. Bäder
Das kalte Armbad ist ein wahrer Muntermacher und bringt gestresste Manager oder erschöpfte Hausfrauen schnell wieder in Schwung. Fußbäder sind echte Allround-Hausmittel: Sie fördern die Durchblutung des gesamten Körpers und stabilisieren nebenbei noch den Kreislauf, außerdem wirken sie wohltuend entspannend. Das Wechselfußbad wirkt insbesondere bei Kreislaufstörungen, chronischen Erkältungskrankheiten, Kopfschmerzen, Einschlafstörungen und kalten Füßen. Am besten wirken die Anwendungen, wenn hinterher eine Ruhepause eingelegt wird, z.B. gut zugedeckt in einem Liegestuhl oder im Bett. Bevor Sie mit den Anwendungen beginnen, beachten Sie bitte, dass Bäder nicht für jeden geeignet sind. Wenn Sie unter einem zu hohen oder zu niedrigen Blutdruck leiden oder einen Herzinfarkt hatten, sollten Sie zunächst mit Ihrem Arzt sprechen, ob Bäder für Sie erlaubt sind. Güsse - die
Muntermacher
Wechselduschen
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