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Legal
"Flagshow", New York 1970, Guerilla Art Action Group/ Foto: Jan van Raay |
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Legal/Illegal Legal, Illegal stellt Aktionen von K�nstlern in den Mittelpunkt, bei denen die Grenzen zwischen k�nstlerischer Inszenierung und politischer Tat verschwinden, bei denen das Symbolische in Aktionismus, Illegalit�t oder gar Kriminalit�t m�ndet - Aktionen, die den Konflikt zwischen den Systemen Politik, Kunst und Leben suchen. Das Projekt beginnt zeitlich mit dem Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Pr�sentation wird auf drei Ebenen stattfinden: Aktionen im Stadtraum und in den Medien, eine Ausstellung und ein Buch. Stadtraum: In einer Kooperation mit der Polizeihistorischen Sammlung in
Berlin, die �ber Gegenst�nde aus der "Verbrecherkarriere" des
Kaufhauserpressers Dagobert verf�gt, wird im Zeitraum der Ausstellung eine
Sonderpr�sentation zu Dagobert gezeigt. Die Ausstellung findet in den Ausstellungsr�umen der NGBK statt. Dort werden Arbeiten von ca. 30 K�nstlern aus Deutschland, Gro�britannien, ltalien, der Schweiz und den USA gezeigt. Eine kleine, repr�sentative Auswahl von Materialien wird historische Positionen (Arthur Cravan, Franz Jung, bis George Maciunas) vergegenw�rtigen. K�nstlerliste: Chris Burden, Guerilla Art Action Group, Abbie Hoffman, Janice Kerbel, Tony Labat, Gordon Matta Clark, Ann Messner, Gianni Motti, Dennis Oppenheim, p.t.t. red, Antonio Riello, Jean Toche, Timm Ulrichs, Georg Winter u.a.. Franz Jung entf�hrte zu Beginn der
russischen Oktoberrevolution einen Fischdampfer von Cuxhaven nach
Russland. Die theoretische und praktische Auseinandersetzung innerhalb der Kunstwelt mit Illegalit�t zieht sich wie ein roter Faden durch die Kunststr�mungen des 20. Jahrhunderts: vom Futurismus, Dadaismus, den Situationisten, Fluxus, Konzeptkunst, bis zur Gegenwart. Bei der historischen Durchforstung dieser Kunstform ist auff�llig, dass vor allem in Krisenzeiten h�ufiger radikale Aktionen zu verzeichnen sind und Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf DADA, des Vietnam Krieges auf die Kunst der 60er / 70er Jahre, oder der Irakkriege in der Gegenwartskunst zu konstatieren sind. Bei solchen Aktionen k�nnen oft die Grenzen zwischen k�nstlerischer
Inszenierung und politischer Aktion verschwinden, oder sich auch in der
N�he von "Kriminalit�t" ansiedeln. Die Arbeiten spiegeln die Spannbreite der gesellschaftlichen
Verhaltensformen wieder, wozu z.B. neben Verst�ndnis und Anpassung auch
Aggression und Gewalt geh�ren und Teil des menschlichen Lebens
sind. Die Arbeiten zeugen von engagierten, anarchistischen Ausdrucksformen, die auf gesellschaftliche und politische Situationen reagieren, sich einmischen und dabei extreme k�nstlerische Beitr�ge liefern. Sie zeugen auch von der Notwendigkeit der Kunst, Schritte in die sogenannte "Illegalit�t" zu wagen, "aggressiveres" oder aktiveres Verhalten einzunehmen, die Illegalit�t nicht zwangsl�ufig ausschlie�t. So sind diese Aktionen in einem differenzierten Licht zu sehen, in welcher die Aussage und der k�nstlerische Ausdruck im Vordergrund stehen. Konsequenzen werden oft bewusst in Kauf genommen und in die Planung eingeschlossen. Es gilt, eine neue Definition der Begriffe legal und illegal vorzunehmen. Werte, Normen und Gesetze und deren Auslegungen sind dem Wandel der Zeit unterworfen und ver�ndern sich stetig. So kann ein als strafbarer Akt eingestuftes Kunstwerk sp�ter, oder auch anderswo, als positiv inspirierende Aktion angesehen werden. So wurden Aktionen verteufelt und zu gegebener, sp�terer Zeit, z.B. durch die Etablierung eines K�nstlers, positiv bewertet ans Tageslicht gebracht. (Dada, Futurismus). Womit auch der Titel und zugleich die Variable "legal illegal" umschrieben ist. | |
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>Publikation Das Buch, das unabh�ngig zur Ausstellung das Thema umfassend behandelt,
bildet eine Art Ideen-Handbuch der Guerilla Art. Hier wird das Thema in
erster Linie mit Arbeiten von mehr als 30 K�nstlern vorgestellt. Zum
anderen werden verschiedene Autoren Legalit�t und Illegalit�t theoretisch
beleuchten, vom rechtlichen Standpunkt, von Kunst und Sabotage, von der
Ver�nderung der amerikanischen Gesellschaft seit Vietnam, von aktuellen
Arbeiten, und von historischen Einfl�ssen, die von den Urv�tern der
Provokation erz�hlen. Auf einer dritten Ebene tr�gt eine Chronologie
weitreichendes Material zusammen. | |
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>Begleitprogramm Filmprogramm im Kino Arsenal am Potsdamer Platz Montag, 18. Oktober 2004, 21.00 Uhr und Mittwoch, 20. Oktober 2004, 19.30 Uhr Freitag, 22. Oktober 2004, 19.30 Uhr Mittwoch, 27. Oktober, 19.30 Uhr Freitag, 29. Oktober 2004, 19.30 Uhr Mit Kurzfilmen im Vorprogramm von Ann Messner, Abbie Hoffman, Gianni Motti, Francis Gomila. Kino Arsenal, Potsdamerplatz 2, 10785 Berlin, Tel. (030) 26 95 51
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>Arbeitsgruppe Helen Adkins | |
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>Kooperation Polizeihistorischen Sammlung in Berlin | |
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>Reaktion Kommentare, Anregungen und Kritik k�nnen an folgende Adresse gemailt
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