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Gewalt und Ästhetik
Gewalt und Formen der Gewaltdarstellung in der griechischen Klassik |
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15.-17. Juli 2005
Freie Universität Berlin
Institut für Theaterwissenschaft
Grunewaldstr. 35, 12165 Berlin
Symposium im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 626 der Freien Universität
Berlin, "Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste",
Teilprojekt C2 "Antike Konzepte
ästhetischer Erfahrung und ihre moderne Rezeption"
Organisation: Bernd Seidensticker und Martin Vöhler
In der Kunst der Moderne kommt der Erfahrung physischer und psychischer Gewalt
wie auch des Bösen, Grauenhaften, Häßlichen und Ekelhaften
eine zentrale Bedeutung zu. Die alte Frage, warum Gegenstände und
Situationen, Ereignisse und Erfahrungen, die uns entsetzen und abstoßen
müßten, uns vielmehr anziehen und zutiefst befriedigen, hat in der
modernen künstlerischen Arbeit und Reflexion stark an Bedeutung gewonnen.
Das Symposium konzentriert sich auf die spezifischen Formen der Präsentation
von Gewalt im 5. Jahrhundert. Den Ausgangspunkt bilden Überlegungen zur
Bedeutung von Gewalt, zu ihren Erscheinungsformen in den verschiedenen Bereichen
des religiösen, politischen und gesellschaftlichen Lebens und zu ihrer
Bewertung und Kodierung. Vor diesem Hintergrund und unter besonderer Hervorhebung
der Differenzen zur Moderne soll das Spannungsfeld von Kunst und Gewalt in den
Bereichen der Literatur, insbesondere der Tragödie, des Mythos, der
Bildenden Kunst und des Kults untersucht werden.
Programm
| Freitag, 15.07.2005 |
| 14.00 h |
Begrüßung |
| Sektion 1: Geschichte |
| 14.15-15.30 h |
Kai Trampedach (Konstanz): Die Ästhetik des Gewalthabens.
Glanz und Elend der griechischen Tyrannis. |
| 15.30-16.45 h |
Egon Flaig (Greifswald): Gewalt als präsente und diskursive Obsession. |
| Kaffeepause |
| Sektion 2: Literatur |
| 17.15-18.45 h |
Bernd Seidensticker (FU Berlin): Distanz und Nähe. Zur
Darstellung von Gewalt in der griechischen Tragödie.
Korreferat: Glenn W. Most (Pisa/Chicago) |
| Empfang |
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| Samstag, 16.07.2005 |
| Sektion 2: Literatur |
| 9.15-10.45 h |
Simon Goldhill (Cambridge): The Place of Violence.
Korreferat: Jens Holzhausen (Erlangen) |
| Kaffeepause |
| 11.15-12.45 h |
Karl Heinz Bohrer (Stanford): Mythologische Gewalt und tragische
Gewalt. Zur ästhetischen Differenz im griechischen Drama.
Korreferat: Martin Vöhler (FU Berlin) |
| Mittagspause |
| 14.30-16.00 h |
Patrick Primavesi (Frankfurt): Präsentation von Gewalt in modernen Inszenierungen
griechischer Tragödien.
Korreferat: Erika Fischer-Lichte (Berlin) |
| Kaffeepause |
| Sektion 3: Mythos und Kult |
| 16.30-18.00 h |
Albert Henrichs (Harvard): Blutvergießen am Altar. Zur
Ritualisierung der Gewalt im griechischen Opferkult.
Korreferat: Renate Schlesier (Berlin) |
| Pause |
| 20.00-21.30 h |
Öffentlicher Abendvortrag
Walter Burkert (Zürich): Verborgene Faszination. Vom Umgang
mit mythischen Greueln. |
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| Sonntag, 17.07.2005 |
| Sektion 4: Bildende Kunst |
| 9.30-11.00 h |
Barbara Borg (Exeter): Gefährliche Bilder. Gewalt und
Leidenschaft in der archaischen und klassischen Kunst.
Korreferat: Luca Giuliani (München) |
| Kaffeepause |
| 11.30-13.00 h |
Susanne Muth (München): Experimente um ein extremes
Bildmotiv: Die Entdeckung der Gewaltikonographie im 5. Jahrhundert
v. Chr.
Korreferat: N.N. |
Für sämtliche Nachfragen stehen Ihnen Bernd Seidensticker
([email protected]) sowie
die Sachbearbeiterin des SFB, Frau Iwan-Frank (Tel. +49-30-838-57400)
jederzeit gerne zur Verfügung.
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