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| After studying painting, Hans Domizlaff was initially involved in the visual and performing arts before he produced his first work as a commercial artist in 1920. He subsequently became an advertising consultant for various firms, which from 1933 also included Siemens. Two years later he was appointed head of the newly established Hauptwerbeabteilung at Siemens (HWA, Main Advertising Department). Domizlaff developed a new, uniform corporate style for Siemens based on the principle that the successful advertising of a brand name is based on establishing the brand as a symbol of justified confidence in genuine achievement. For Siemens he created the Rapid vacuum cleaner brand, the "Kammermusikger�t" (a tube radio) and a type of button telephone and for Deutsche Grammophon the word and picture logo. In 1954 he founded the Institute for Brand Technique in Hamburg, which existed until his death in 1971. Copyright: http://w4.siemens.de |
| HANS DOMIZLAFF (1892-1971) |
| Hans Domizlaff macht sich in Leipzig schon w�hrend seiner Schulzeit unterst�tzt von Max Klinger zun�chst einen Namen als Kunstmaler. Er studiert von 1912 bis 1914 Malerei, Philosophie und Mathematik in Paris. Zur�ck in Leipzig beginnt Domizlaff im September 1914 zun�chst eine Ausbildung zum Flugzeugf�hrer. Ein Absturz, den er schwerverletzt �bersteht, verhindert, da� er als Flieger in den Ersten Weltkrieg zieht. Er nutzt die Zeit als Rekonvaleszent zum Studium an der Universit�t in Leipzig. Ab M�rz 1916 bis zum Ende des Krieges ist er Soldat in Frankreich. Er wird dort zum Luftbild-Photographen ausgebildet. Nach dem Ersten Weltkrieg er�ffnet er in Leipzig im Thomaskirchhof ein Atelier als Kunstmaler. Er entwirft u.a. Messekojen und Werbeplakate, in der Hauptsache aber B�hnenbilder am St�dtischen Theater und am Leipziger Volkstheater. Als k�nstlerischer Berater der Druckerei und Packmittelhersteller Wezel & Naumann beginnt er sich mit dem noch jungen Gebiet der Reklame und ihren Wirkungsmitteln auseinanderzusetzen. Im Fr�hjahr 1921 begegnet er den Erfurter Zigarettenfabrikanten Philipp F. und Hermann F. Reemtsma, f�r die er ab Mai 1921 als Sch�pfer der bekannten Marken "R6", "Ernte 23", "Senoussi", "Gelbe Sorte" und als Werbeberater arbeitet. Nachdem die "Reemtsma Cigarettenfabriken" ihren Firmensitz 1922 nach Hamburg verlegen, l��t sich Hans Domizlaff ab 1923 an der Elbchaussee nieder, wo er bis zu seinem Lebensende wohnt. Durch seine erfolgreiche Arbeit f�r Reemtsma wird er zum Teilhaber und geh�rt zum Direktorium des Unternehmens. Ab 1934 ber�t Domizlaff Carl Friedrich von Siemens bei der organisatorischen Umgestaltung des Konzerns auf der Grundlage der Markentechnik. Er entwickelt ein Erscheinungsbild f�r das gesamte Unternehmen, der als der so genannte "Siemens-Stil" Vorbild f�r das Corporate Design vieler Unternehmen wird. Ab 1938 leitet er die Hauptwerbeabteilung des Siemens-Konzerns. Als Produktgestalter kreiert er Radioger�te, Telefonapparate und Staubsauger, betreut nach dem 2. Weltkrieg verschiedene Labels der Deutschen Grammophon Gesellschaft (Polydor, Heliodor, Brunswick, Literarisches Archiv) und entwickelt 1946 zusammen mit Ernst von Siemens das Musikhistorische Institut der Deutschen Grammophon-Gesellschaft, das unter dem Label "Archiv Produktion" noch heute internationale Anerkennung findet. 1932 ver�ffentlicht Hans Domizlaff den Band "Propagandamittel der Staatsidee", das aus dem Gedankenaustausch mit seinem Mentor Hermann Ullstein entstanden war. Mit diesem Buch will er sich bei Heinrich Br�ning als "Werbeleiter des Deutschen Reichs" empfehlen. Mit der Flucht Br�nings vor seinen nationalsozialistischen H�schern und der Emigration Ullsteins 1934 endet Domizlaffs aktives Engagement f�r die Politik. Er zieht sich mehr und mehr auf seinen 1927 erworbenen Heidehof zur�ck und wird ab Mitte 1943 zum Vorsitzenden des Naturschutzparks L�neburger Heide. Damit beendet er auch die Zusammenarbeit mit Siemens. Unmittelbar nach Kriegsende wird er von den englischen Milit�rbeh�rden mehrfach verh�rt und f�r ein halbes Jahr interniert. Sein Besitz in Hamburg und Egestorf wird beschlagnahmt und erst 1947 wieder freigegeben. Nach und nach nimmt er die Arbeit f�r Siemens und Reemtsma wieder auf. 1954 richtet in Hamburg er an der Elbchaussee das "Institut f�r Markentechnik" ein, das bis zu seinem Tod 1971 besteht. Er ver�ffentlicht das "Brevier f�r K�nige" (1950), seine Autobiographie "Nachdenkliche Wanderschaft" (1952) und gibt das Lehrbuch f�r Markentechnik "Die Gewinnung des �ffentlichen Vertrauens" (1951) neu heraus. Bis zur Mitte der 60er Jahre ist Domizlaff f�r Reemtsma, Siemens und die Deutsche Grammophon als Berater t�tig, danach zieht er sich aus der aktiven wirtschaftlichen Beratert�tigkeit zur�ck. F�r die Deutsche Grammophon betreut er verschiedene, teilweise von ihm geschaffene Labels mit unterschiedlichen Musikprogrammen. Seine letzte gro�e Markensch�pfung entwickelt er f�r die in Traben-Trarbach ans�ssige Winzerei Langguth Erben (http://www.langguth.de/). Es handelt sich dabei um einen Markenwein mit dem Namen "Medinet", der in einer von Domizlaff geschaffenen Flaschenform, einer Amphore, abgef�llt wird. Er geh�rt heute zu den gr��ten Weinmarken in Deutschland. Bis zu seinem Lebensende widmet sich Domizlaff der Situation der evangelischen Kirche in Deutschland. Mit dem Hamburger Pastor Helmut Thieleke verbindet ihn das Bem�hen, der zunehmenden Zahl von Kirchenaustritten entgegenzuwirken. Seine letzte Buchver�ffentlichung von 1970 tr�gt den Titel "Religi�se Ph�nomene. Meditationen �ber unbewu�te Bindungen." Er stirbt am 5. September 1971 nach wochenlanger, schwerer Krankheit in Hamburg. |
| www.freeglossary.com from: Peter Sumerauer, Carmen Zotta: Georg Domizlaff - Pr�sident der Oberpostdirektion in Leipzig, Feld-Oberpostmeister, in: M�hlrad, Schulbank und Carri�re - Geschichte und Familien�berlieferungen der Domizlaff aus Pommern und Preu�en, T�bingen: Attempto 2003, S. 417-448. ISBN 3-89308-360-X |
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