Schon gelesen - 14. Januar 2003




1972
Höhepunkt der Ostpolitik der sozialliberalen Regierung unter Willy Brandt
war der Abschluss des Grundvertrags zwischen der Bundesrepublik Deutschland
und der DDR am 21. Dezember 1972.
In ihm erkannte die Bundesrepublik erstmals formell die DDR als selbständigen,
unabhängigen Staat an; außerdem verpflichteten sich beide Staaten
u. a. zum Aufbau gutnachbarschaftlicher Beziehungen,
zur Achtung der territorialen Integrität und zur Regelung humanitärer Fragen.
Der Grundvertrag trat am 21. Juni 1973 in Kraft.

Art. 5. Die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik
werden friedliche Beziehungen zwischen den europäischen Staaten fördern
und zur Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa beitragen.
Sie unterstützen die Bemühungen um eine Verminderung der Streitkräfte
und Rüstungen in Europa, ohne daß dadurch
Nachteile für die Sicherheit der Beteiligten entstehen dürfen.

Die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik
werden mit dem Ziel einer allgemeinen und vollständigen Abrüstung
unter wirksamer internationaler Kontrolle der internationalen Sicherheit
dienende Bemühungen um Rüstungsbegrenzung und Abrüstung,
insbesondere auf dem Gebiet der Kernwaffen
und anderen Massenvernichtungswaffen, unterstützen.

"Der deutsch-deutsche Grundvertrag," Microsoft® Encarta® Enzyklopädie 2000. © 1993-1999 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.



1991
Bis zum 28. Februar, als die Einsätze beendet wurden,
waren nur 149 Soldaten getötet und 513 verwundet worden.
Der Schaden in Kuwait war jedoch erheblich,
denn auf ihrem Rückzug plünderten irakische Truppen die Hauptstadt
und steckten die meisten kuwaitischen Ölquellen in Brand.
"Golfkrieg, Zweiter," Microsoft® Encarta® Enzyklopädie 2000. © 1993-1999 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.


Vertreter des Irak nahmen am 3. März die Bedingungen der Vereinten Nationen
für einen vorübergehenden und am 6. April für einen ständigen Waffenstillstand an.
Der Irak verpflichtete sich dazu, an Kuwait Reparationen zu zahlen,
die Standorte und das Ausmaß seiner Lager an chemischen und biologischen Waffen
offen zu legen und seine Massenvernichtungswaffen zu zerstören.
In der Folgezeit monierten UN-Inspekteure jedoch, die Regierung in Bagdad
würde sie bei ihren Versuchen behindern,
die Einhaltung der Bedingungen zu überprüfen,
und die UN-Sanktionen gegen den Irak blieben weiter in Kraft.

"Golfkrieg, Zweiter," Microsoft® Encarta® Enzyklopädie 2000. © 1993-1999 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.



Umfassende Abrüstung und vorbeugende (präventive) Rüstungskontrolle
miteinander zu verbinden, ist eine wichtige Zukunftsaufgabe
für die Friedens- und Konfliktforschung,
die in der Bundesrepublik Deutschland Ende der sechziger Jahre eingerichtet
und in den achtziger Jahren um naturwissenschaftliche Beiträge ergänzt wurde.

Derzeit wird diskutiert, frühzeitig in die waffentechnische Entwicklung einzugreifen,
Trennlinien zwischen ziviler und militärischer Forschung und Technik zu ziehen
und Abrüstung in kooperative Sicherheitsstrukturen zu integrieren.
Vordringlich bleibt das Verbot und die Abschaffung aller Massenvernichtungswaffen.

In Ergänzung zur Bio- und Chemiewaffen-Konvention wird die Abschaffung
aller Atomwaffen durch eine Nuklearwaffenkonvention vorgeschlagen.

"Internationale Abrüstung," Microsoft® Encarta® Enzyklopädie 2000. © 1993-1999 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.



Dennoch nimmt auch der Druck auf die Industrieländer zu. Kriminalität,
vor allem im Bereich des Drogenschmuggels, sowie Terrorismus,
oft in Verbindung mit fundamentalistischen Bewegungen,
sind längst zu konfliktträchtigen Bestandteilen der Nord-Süd-Beziehungen geworden.
Ein weiteres Problem liegt in der unkontrollierten Verbreitung
von atomaren, chemischen und bakteriologischen Massenvernichtungswaffen.
Wie die UN-Konferenz über Umwelt und Entwicklung
1992 in Rio de Janeiro und die Berliner Klimakonferenz 1995 zeigen,
hat der Nord-Süd-Konflikt inzwischen auch eine ökologische Dimension bekommen.

"Nord-Süd-Konflikt," Microsoft® Encarta® Enzyklopädie 2000. © 1993-1999 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
4. April 1998



Nach Abschluss der Untersuchung von acht Präsidialanlagen verließen UNO-Waffeninspekteure
und die sie begleitenden Diplomaten den Irak.

Die Inspektionen ergaben keinerlei Hinweise auf Massenvernichtungsmittel.


"Jahresrückblick 1998," Microsoft® Encarta® Enzyklopädie 2000. © 1993-1999 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.




Waffen,
Gegenstände und Geräte, die zur Tötung, Verwundung und Zerstörung im Krieg,
im Kampf und bei der Jagd verwendet werden;

Den vorläufigen Höhepunkt in der Massenvernichtungswirkung
bilden atomare, bakteriologische und chemische Waffen (ABC-Waffen);
noch in der Experimentierphase befinden sich Laserwaffen.

"Waffen," Microsoft® Encarta® Enzyklopädie 2000. © 1993-1999 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.



Neues vom Dosenpfand - demnächst im Netz!
und

Web the oil 2003
 

# Spanische Küstenbewohner fordern: NUNCA MÁIS – weltweit (CS) - Donnerstag, 9. Januar 2003

NUNCA MÁIS... (Nie wieder...) ist der gellende Ruf aus hunderttausenden Kehlen, galicischer
Bewohner. Die nordwestspanische Region kämpft einen verzweifelten Kampf gegen die sich immer wieder
erneuernde Ölflut an der Küste. Aber auch gegen behördlichen Wahnsinn, Ignoranz und Inkompetenz...

Spaniens Regierungschef José Maria Aznar gerät von Tag zu Tag immer mehr ins Kreuzfeuer der Kritik,
da seine politische Handhabung in der Angelegenheit „Prestige“ zu wünschen übrig lässt. Spaniens
Regierung zeigt sich seit Anfang der Katastrophe im November des vergangenen Jahres nicht in der
Lage, einen Krisenstab auf die Beine zu stellen, dessen Logistik wirklich hilfreich wäre.

So behauptet Aznar weiterhin, dass es der richtige Schritt gewesen sei, das havarierte Schiff weit
hinaus aufs Meer zu schleppen. Der Druck, der auf dem Regierungschef lastet ist immens. Doch
anstatt die Probleme anzufassen beschuldigt er seit Wochen die politischen Oppositionsparteien, da
diese sich angeblich durch die Krise einen politischen Vorteil verschaffen wollen.

Wem hilft eine solche politische Schlammschlacht?

Die Regierung um Aznar fühlt sich in ihrer Meinung, die Katastrophe sei nicht so dramatisch,
wahrscheinlich durch die neuesten Untersuchungen bestätigt. Denn diese ergaben, dass aus dem Wrack
täglich nur (!!!) noch 80 Tonnen Schweröl austreten und nicht mehr 150 Tonnen.

Die bemühten galicischen Bewohner, sowie zahlreiche freiwillige Helfer aus dem spanischen Inland
stehen knietief im Öl. Sie leben der Politik täglich aufs neue vor, wie eine Ölpest zu bekämpfen
ist. Über Tausend Helfer mussten sich bereits in ärztliche Behandlung begeben, da sie
gesundheitliche Probleme durch die Arbeit im Schweröl bekamen. Hautreizungen, Schwindel, Übelkeit,
Hals/- und Kopfschmerzen sind die Hauptsymptome.

In Gesprächen mit den Ölhelfern bekamen Aktivisten der deutschen Meeresschutzorganisation Project
Blue Sea aus erster Hand mit, wie dramatisch sich die Reinigungsarbeiten gestalten. „Die Helfer
beklagen sich über eine äußerst lückenhafte Logistik bei der Ölbekämpfung. So stehen nicht
ausreichend Container bereit, um gesammeltes Öl zu entsorgen. Die wenigen vor Ort befindlichen
Container sind überfüllt und werden nicht rechtzeitig ausgewechselt. Auch adäquate Schutzbekleidung
für die freiwilligen Helfer ist Mangelware“, so Uwe Lerch, Tierschutzaktivist von Project Blue Sea.
„Freiwillige Arbeiter aus Madrid berichteten mir, dass erst als sich Regierungsvertreter und somit
im Schlepptau auch die spanische Presse für einen Besuch anmeldete, Atemmasken und ölresistente
Bekleidung verteilt wurde.“

Auch über die einseitige, lückenhafte Informationsversorgung beschweren sich die Bewohner
Galiciens. „Woher habt ihr all die neuen Meldungen und Hintergrundinformationen“, werden die
deutschen Aktivisten oft gefragt. Es scheint, dass das europäische Ausland mehr Anteil nimmt an
dieser Katastrophe, als dies von spanischer Seite der Fall ist.

Mittlerweile erstreckt sich die Ölpest auf einer Länge von über 2000 Kilometern. Auch Frankreich
und Portugal sind vom Öl betroffen.

„Es sieht so aus, dass wir unsere Bemühungen zur Rettung  ölkontaminierter Seevögel auch auf die
südfranzösische Atlantikküstenregion ausweiten müssen. Deshalb stehen wir bereits in Kontakt mit
französischen Tierschützern, welche wir seinerzeit bei der „Erika“ Ölkatastrophe von 1999/2000 vor
der bretonischen Küste kennen lernten“, so Sascha Regmann von Project Blue Sea.

Das angelandete Öl an der nordportugiesischen Küste stammt aber nicht etwa aus der „Prestige“.
Analysen ergaben, dass es von einem anderen Schiff illegal in den Atlantik „entsorgt“ wurde.

Im Dauereinsatz arbeiten deutsche Aktivisten von Project Blue Sea und des Oelvogelhilfe Germany
e.V. bereits seit knapp sieben Wochen kooperativ in Galicien, um vom Öl betroffene Wildtiere zu
bergen und zu versorgen. Ein Ende dieser Aktion ist derzeit noch nicht abzusehen. Die deutschen
Helfer haben bereits zwei Stationen zur Erstversorgung der betroffenen Vögel aufgebaut. Diese
Stationen befinden sich in den Orten Vimianzo und Noia.

Ein besonders trauriges Schicksal hat vor einigen Tagen für Aufmerksamkeit gesorgt. Der vor 41
Jahren nach Galicien ausgewanderte deutsche Künstler Manfred Gnadinger wurde tot in seiner
Behausung am Strand aufgefunden. Gnadingers Lebenswerk waren seine am Strand erbauten Skulpturen,
welche seit Jahren bereits als magischer Anziehungspunkt für Touristen galten. Diese Skulpturen
wurden von der Ölflut überzogen. Ein Freund Gnadingers berichtete, dass der Künstler wahrscheinlich
aus Trauer über die Ölkatastrophe gestorben sei...

„Amoco Cadiz“, „Sea Empress“, „Aegean Sea“, „Braer“, „Exxon Valdez“, „Erika und nun „Prestige“.
Dies sind nur einige Namen, die für das unendliche Leid der Küstenbewohner und der Meerestiere
stehen.

Quelle:/Text: (link:http://www.projectbluesea.de)Project Blue Sea

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