yoga-sûtra
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Die ganze Übersetzung, soweit sie bis zum Herbst vorigen Jahres
gediehen war (bzw. seit ein-zwei
Jahren liegengelassen worden war), wurde überarbeitet: Es sollte
eine Wort-für-Wort-Übersetzung
werden, eben das, dessen Möglichkeit jeder Sanskritist, Altsprachler,
Übersetzer, Yogakundige und
Interpretationstaucher verneint.
Ganz ohne sinngemäße Ergänzungen ging es nicht, die
Grenze der deutschen Sprach-"Normen" wurde
allerdings gelegentlich unterschritten, und zwar dem Text gemäß,
der selbst ja eine Formelreihe
darstellt, einen wissenschaftlich formalisierten "Leitfaden" (=sûtra)
der Selbst-Unterjochung,
"yoga", von mir gleich zu Beginn mit "Selbstbeherrschung" übersetzt.
Ein Sûtra (Stamm eines Neutrums, Nominativ: sûtram) kann
so knapp abgefaßt sein, daß es ohne
Kommentar nicht verständlich ist. Das Yoga-Sûtram bewegt
sich knapp an der Schwelle zur
Kommentarbedürftigkeit; das Experiment dieser Übersetzung
besteht darin, OHNE Kommentar die
Definitionen und Grundsätze darzubieten und für die Interpretation
offenzuhalten. Denn die üblichen
kommentierenden Ergänzungen gehen mir schlicht und einfach zu
weit. Immer das schon vorauszusetzen,
was erst "more geometrico" dargestellt werden soll, widerspricht auch
dem wissenschaftlichen
Anspruch, der mit der Formalisierung in den alten indischen Wissenschaften
gegeben ist, man
vergleiche die Sanskrit-Grammatik Paninis (5. Jhd. vor Chr.), die trotz
extremer Formelkürze
vollständig ist bzw. trotz ihrer Vollständigkeit extrem durchformalisiert
ist.
und
es bleibt jedem Empfänger unbenommen, sich von mir aus der Liste
austragen zu lassen. Kostenlose
Internet-Dienste bedeuten immer, daß man Werbung mittragen
muß, etwa so wie die Werbung an
Straßenbahnen, mit denen man fährt (bei denen man außerdem
noch die Fahrt bezahlt...)!