Der Baum des Lebens befindet sich in der jenseitigen Welt, in die der Schamane reist. Moderne Menschen stellen sich die Ausbildung zum Schamanen etwas westlich vor und glauben, in Seminaren zu lernen, Schamane zu werden. So einfach ist es aber auch wieder nicht. Jeder Schamane muss am Rande des Todes gewesen sein. In diesem Zustand glaubt er, zerteilt und wieder zusammen gesetzt zu werden. Man kann sich also den schamanischen Weg nicht einfach so aussuchen. Hat er seine Einweihung hinter sich, kann er in die jenseitige Welt reisen, in der dieser Baum steht.

Auch in unserer Gesellschaft findet man vereinzelt Menschen, die fast starben und von da an ein anderes, spirituelles, paranormales Leben lebten.
Ein Traum sagte mir, dass es immer nur wenige, echte Schamanen gibt, heute aber gar keine. Es wird sie aber wieder geben.
Dass ich diesen Weg beschritten habe sagt nicht aus, dass ich auch das Ziel erreichen werde, obwohl einige Voraussetzungen gegeben sind. Ich war an der Grenze des Todes. Zwar wurde ich nie im Traum zerteilt, aber ich lag tot unter der Erde. Und man sollte es nicht glauben, aber wir haben wirklich eine Birke hinter dem Haus. Ein Wildling, sozusagen hier geboren, als sei es seine und meine Bestimmung. Genau davor ist mein "Bureau", derzeit von einem Vogel okkupiert, der heuer hier, im Inneren, in das er durch kleine Auslassungen gelangen konnte, sein Nest gebaut hat. Klingt auch schon wieder wie Bestimmung.
Schamane kann man nicht werden, man will es auch nicht werden, sondern man ist dazu bestimmt. Schamanen haben ein schweres Leben und einen schweren Tod. Wer dazu bestimmt ist, aber sie nicht leben will, wird von den Geistern verfolgt und ist immer in Lebensgefahr, solange, bis er sich dazu bekennt Schamane zu sein. Weigert er sich beharrlich, stribt er. Wenn also jemand gerne Schamane sein will, sollte man ihn nicht ernst nehmen.
Es ist Zeit, dass ich mich dazu bekenne, statt immer etwas zu suchen was es nicht gibt.
Die Birke ist den nordischen schmanischen Kulturen das, was den Deutschen die Eiche ist. Der Weltenbaum, aus dem der Schamane seine Trommel schnitzt und auf den er im Gesiste steigt um Schutz zu suchen.
In schamanischen Kulturen spielt die Natur eine grosse Rolle, weil der Mensch sich noch als ihr Teil empfindet. In unserer Gesellschaft fehlt dieser Bezug weitgehend. Tiere und Pflanzen werden zum Teil als Feinde angesehen. Man versucht sich die Natur zu unterwerfen, was leider nur eine Illusion ist, wie furchtbare Naturkatastrophen immer wieder beweisen. Denn der Mensch bleibt Teil der Natur

Der Baum ist aber ein kosmischer Baum, auf dem der Schamane in den Himmel steigen kann, also in eine andere Dimension. Er kann aber auch durch ihn zum Mittelpunkt der Erde fliegen. Er verbindet Erde, Himmel, Unterwelt. Als irdische Entsprechung sitzt der Schamane einen Baum, auf dem seine Seele sicher ist. Wird der Baum umgeschnitten, stirbt der Schamane mit ihm.
Es gibt auch Schamanen die sterben, wenn der Trommelschlegel 3x gebrochen ist. Wahrscheinlich stammt der Schlegel, wie die Trommel selbst, aus dem Baum des Schamanen und daher wirkt der Bruch auf den Menschen. Einem modernen Menschen mag das seltsam erscheinen, aber die Kraft des Geistes dient nicht nur dem Schutz. Genauso kann sie einem Menschen das Leben nehmen. Es gibt da die Geschichte eines Mannes, der angeblich starb, weil er dachte er habe eine Starkstromleitung angegriffen, was auch stimmte. Nur war der Strom gerade abgeschaltet. Aus Angst sterben ist also kein Vorrecht der Alten.

Leben und Tod.

Wir begegnen hier manchen uns bekannten Vorstellungen, die wir sowohl in tibetischen, als auch in kabbalistischen Lehren wiederfinden. Die Zahl drei kennen wir aus alten, wundersamen Geschichten und aus der keltischen Religion.
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