Sehr gutes Abschneiden unserer Jugend bei der Pfalzjugendmeisterschaft

Bei der Pfalzjugendmeisterschaft 2007 in Bad Dürkheim waren sieben Landauer Jugendliche qualifiziert - fünf nahmen letztendlich teil:
In der U18 gehörten Björn Kopp und Martin Heider zum erweiterten Favoritenkreis; sie waren an den Positionen 4 und 5 gesetzt.
In der U16 wollte Nico Kopp die Großen ärgern. Tobias Nicklis ging mit dem Ziel, "nicht Letzter zu werden" (Zitat) in seine erste Pfalzmeisterschaft.
Ebenfalls ihre erste Pfalzmeisterschaft spielte in der U12w Ann-Kathrin Tettmann, die mit dem Bezirksmeistertitel bereits einen großen Erfolg verbuchen konnte.

Die U18 war ganz in Landauer Hand! Während sich die hohen Favoriten gegenseitig die Punkte wegnahmen, marschierte Björn durch, holte Punkt um Punkt und konnte sich am Ende mit Remisen begnügen, um den Titel zu sichern. Martins 2.Platz rundete das perfekte Ergebnis in der höchsten Jugendklasse ab.
Nico kämpfte in der starken U16-Konkurrenz wie ein Löwe und wurde mit einem hervorragendem dritten Platz und mehr als 100 DWZ-Gutschrift belohnt. Er gewann mit weiss alle seine Partien recht schnell, kam allerdings mit schwarz nur gegen stärkere Gegner. Tobias erwischte einen Glanzstart mit dem schwarz-Sieg gegen Bezirksmeister Roman Bier. Auch danach spielte er konzentriert weiter und schaffte die 3-Punkte-Marke, was einen ordentlichen 15. Platz in der Endtabelle bedeutet. Auch er durfte sich über einen großen DWZ-Sprung freuen: 75 Punkte!
Ann-Kathrin legte ihre Nervosität recht schnell ab, konnte die arrivierten Gegnerinnen aber nur selten ärgern. Als einzige DWZ-lose Spielerin gelangen ihr in dem Feld immerhin 2,5 Punkte, was einen 6. Platz bedeutet:

Punkte und Platzierung der Landauer Spieler/innen:
U18 Sieger Björn Kopp  5 / 7
U18 2. Platz Martin Heider  4,5 / 7
U16 3. Platz Nico Kopp  5 / 7
U16 15. Platz Tobias Nicklis  3 / 7
U12w 6. Platz Ann-Kathrin Tettmann  2,5 / 10

Damit sind Björn, Nico und Martin für die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft qualifiziert :)

Hier einige Impressionen des Turniers:

(Nico Kopp:)
Hallo Torsten,
bin zufrieden mit meinem abschneiden. 100% mit weiß, 50% mit schwarz. Meine längste Weißpartie ging 23 Züge.
Hätte mehr rausholen können, wenn ich nicht drei Schwarzpartien gegen 3 Limburgerhöfer gehabt hätte.
Herxe hat supi abgeschnitten ;) Übel 18, Roman 10.
Gewinn über 100 dwz.
Gruß Nico
 

(Tobias Nicklis:)
Mein Bericht zu meiner ersten Pfalzmeisterschaft:
 das essen war so ziemlich immer zu wenig^^
die eigentlich wichtigen scahcspiele warn aber eher nur nebensächliches da wir ja tischtennis und tischfußball spielen konnten und viel spaß hatten
wir haben sogar gegen einen tischfußball profi gespielt
gell yannick;)
ja ein großes Highlight war die jugendsprecher(vertreter)wahl weil sich diesmal jemand freiwillig!! gemeldet hat
der wurd aber weder zum jugendsprecher noch zum stellvertreter gewählt
dann war noch ein tandem- und ein blitzturnier
mit meinen 3 pukten von 7 war ich sehr zufrieden
 

(Björn Kopp:)

Hallo Torsten, hier mein Bericht:
 
In der ersten Runde musste ich mit Weiß gegen den Limburgerhofer Patrick Beck antreten. Die vorbereitete Eröffnung gegen Halbslawisch kam nicht aufs Brett, mein Gegner wich schon im ersten zug mit 1. ...d6 ab. In einer komplizierten Stellung gewann ich einen wichtigen Bauern, worauf mein Gegner eine Figur für einen Mattangriff opferte, der sehr gefährlich aussah (sowas mag ich gar nicht, zumal ich wenig Zeit hatte). Ich konnte jedoch eine Figur für einen Tempogewinn zurückgeben, selbst angreifen und dann die Stellung durch Abtausch vereinfachen. Das Turmendspiel, das entstanden wäre, wollte sich mein Gegner mit zwei Minusbauern nicht zeigen lassen und gab daher vorher auf. 1/1.
Am nächsten Tag standen gleich zwei Runden an: Die erste davon spielte ich mit Schwarz gegen den zweiten Limburgerhofer im Feld: Florian Wagner. Sein Eröffnungszug 1.d4 überraschte mich sehr, da er eigentlich aussschließlich e4-Spieler ist. Da die Limburgerhofer von ihrem Eröffnungscoach Schenderowitsch vorbereitet wurden, spielte ich nicht das von ihm erhoffte Budapester Gambit, welches ich ohnehin nicht mehr im Repertoir habe, sondern es kam durch Zugumstellung zur Pirc-Verteidigung. Ich strebte ein minimal besseres Endspiel mit Springer und Turm gegen Läufer und Turm an, das ich schließlich gewann (mein Gegner spielte die ganze Partie über auf Remis, 5 Angebote). 2/2
Die darauffolgende Partie musste ich gegen Vereinskamerad Martin (genannt "GM-Heider") spielen. Die Eröffung war unspektakulär aber auch schlecht von mir gespielt (1.d4 c5 2.dxc5? e6 3.Sc3 Sf6! und ich hatte nichts; das nächste mal wiederlege ich einfach das Wolgagambit (grrrrrr) und weiche nicht mehr aus). Das Endspiel ging Remis aus. 2,5/3.
Am dritten Tag stand nur eine Partie an, darauf folgte die Jugendversammlung und das traditionelle Blitzturnier. Ich spielte mit Schwarz gegen den jungen Neustädter Wieland Stahnecker eine meiner Lieblingseröffnungen: Sizilianisch Najdorf. Wieland spiele den Englischen Angriff mit 6.Le3. Es war eine scharfe und schöne Partie, in der mein Gegner einen Bauern gewann. Er übersah jedoch, dass ich die Initiative übernehmen konnte und verlor daraufhin im Königsangriff. 3,5/4.
Nun stand das Blitzturnier an, das ich im Vorjahr gewinnen konnte. Auch diesmal gewann ich es, vor Michael Schenderowitsch, Manuel Weller und Turnierleiter Lorenz Busch. Zwei Remis gab ich ab, eins gegen Manuel Weller und in der letzten Runde ein solches gegen Ludwig Stahnecker, den kleinen Bruder meines diestägigen Gegners.
Am Freitag spielte ich die erste Partie mit Weiß gegen den Favoriten Markus Mandery, der neben Matthias Herrle (U16) und Martin Heider mein Zimmerkollege war. Ich spielte die Sämisch-Variante (4.a3!) gegen die Nimzoindische Verteidigung. Mein Gegner stand die Partie über sehr schlecht und wurde überspielt. Ich übersah jedoch ein ausgezeichnetes Bauernopfer, mit dem Markus seine Stellung etwas befreien konnte und so noch Remis erreichte. 4/5.
In der Nachmittagspartie gegen Martin Grünter spielte ich die Bauernraub-Variante (Marke Bobby Fischer und Garry Kasparov) im Najdorf Sizilianer. Mit zwei Mehrbauern aber einer kaputten Stellung (üblich in dieser Variante) bot ich Remis, welches mein Gegner nach langem Überlegen annahm. 4,5/6
Als ich die Tabelle betrachtete, wunderte ich mich andauernd über meine schlechte Buchholz und fragte nach. Bei 9 Teilnehmern und 7 Runden spielten 7 der 9 Teilnehmer auch gegen Spielfrei. Spielfrei gibt einem Spieler neben dem vollen Punkt auch noch die Hälfte der möglichen Buchholzpunkte, sprich 3,5. Damit war ich gestraft nicht gegen Spielfrei gekommen zu sein (ich führte fast das ganze Turnier über und hatte somit keine kampflose Partie).
In der Schlussrunde am Samstag legte ich die Partie mit Weiß gegen Manuel Weller nur auf Remis an, dieser wollte aber gewinnen, da er bei einem Sieg Erster werden würde und ich wegen meiner bescheidenen Buchholz alles hätte vergessen können. Es kam zum Damengambit mit Lf4 wo ich nach 10 Zügen ausgezeichnet stand und einen deutlichen positionelle Vorteil besas. Deshalb nahm er mein Remisangebot an. Markus Mandery schaltete mit Weiß in dieser Runde auch den jungen Martin Grünter aus, der bei einem Sieg mit mir hätte gleichziehen  können.
So wurde ich mit 5 Punkten aus 7 Partien (ich hatte als einziger drei erspielte Siege) in meiner letzten Pfalzmeisterschaft zum ersten mal Meister (ich war all die Jahre noch nie auf dem "Treppchen").
Insgesamt war es das beste Turnier, das ich jemals gespielt habe. Spaß hat es sehr gemacht, wenngleich ich auch nicht zu sonderlich viel Schlaf kam, da ein gewisser Zimmerkollege einfach nicht ruhig sein konnte. ^^
Björn Kopp
 

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