Bericht von den Landauer Spielen

Moin Ihr Lieben,

am heutigen Tag waren vier Landauer Mannschaften
im Einsatz:
Landau I - Turm Illingen
Landau III - Schwegenheim II
Landau V - Maxau/Wörth IV
Landau VII - Rülzheim VI

Aufgrund des Platzmangels musste die dritte
Mannschaft das Heimspiel nach Schwegenheim
verlegen.

Als erstes waren die Jüngsten fertig. Mit 4:0
wurde in der Kreisklasse C Rülzheim nach Hause
geschickt. Ann-Kathrin Tettmann gewann kampflos,
Diyab Dabschah, Gino Grosser und Justus Schmidt
stellten mit Siegen den Endstand her.

Auch in der Kreisklasse A war recht schnell klar,
wer am Ende als Gewinner da stehen wird. Hier
gewannen die Jugendlichen Mike Belik, Adrian
Karpa, Matthias Bauer und Fabian Schröder recht
souverän. Wilfried Leppla steuerte das Remis zum
4,5-1,5 Endstand her. Daniel Gogolin verlor :(

Unsre Dritte kam mit 2 Mannschaftspunkten aus
Schwegenheim zurück. Hier siegten Remzi Gavasi,
Matthias Leidner, Paul Weitzel und Axel Pfalzer.
Das Remis zum 4,5-3,5 Endstand erreichte unser
aller Präsi Frank Koch am Spitzenbrett. Heinz
"Eddie" Uhrig und Eckart Paulsen verloren.

Soweit so gut :)

Unsre erste Mannschaft musste auf zwei
Stammspieler verzichten. Gerhard Silber (Arbeit)
und Yannick Leuranguer (Kicker-Turnier) fielen aus
und wurden durch Henning Silber und Björn Kopp
ersetzt. Beim Gegner aus Illingen fehlte ein
Spieler, so dass auch sie auf Ersatz zurück
greifen mussten.
Hier kamen folgende Begegnungen zustande
(erstgenannt Landau):
1. FM T.Lang (2380) - FM Becking (2393)
2. J.Möldner (2261) - F.Mayer (2316)
3. FM R.Bernhardt (2357) - T.Schuh (2115)
4. M.Lang (2220) - H.Rückert (2174)
5. T.Rheinwalt (2203)- R.Scherer (2180)
6. R.Hornberger (2016) - M.Biegler (2130)
7. H.Silber (2288) - M.Daub (2157)
8. B.Kopp (1916) - H.Biegler (2099)

Alles in allem ein recht offenes Spiel. Wir hatten
an den ungeraden Brettern schwarz.

Der Tag begann leider mit einer schlechten
Nachricht: Matthias‘ Frau wurde über nacht krank.
Da sich jemand um das Baby kümmern musste, wollte
er schnell remis machen und wieder nach Hause
fahren (sollte das nicht klappen und sich der
Gesundheitszustand seiner Frau nicht bessern,
würde er die Partie aufgeben müssen). Nach wenigen
Zügen bot er auch remis an und erklärte seinem
gegner die Hintergründe. Der Gegner ging zu seinem
Mannschaftsführer (der allseits beliebte Ralf
Scherer) und fragte, ob er das Angebot annehmen
darf. Scherer aber meinte, er soll weiter spielen,
denn schliesslich hätte Matthias rechtzeitig einen
Ersatzspieler aufstellen können (!).
Reichlich unkonzentriert kam Matthias auch in eine
offene Sizilianisch-Variante, in der der gegner
das Läuferpaar behalten konnte.
Torsten am Spitzenbrett baute eine Königsindische
Wand auf, Jürgen spielte das Staunton-Gambit und
stand schnell etwas besser.
Rolf tauschte im offenen Spanier schnell die Damen
und stand ziemlich ausgeglichen.
Henning opferte in der Eröffnung einen Bauern und
erhielt dafür Druckspiel und Entwicklungsvorteil.
Björn wusste mit der Robatsch-Eröffnung des
gegners nichts anzufangen und stellte sich etwas
passiv auf.
Tobi spielte gegen die englische Eröffnung und
versuchte einen Königsangriff zu starten, während
der Gegner auf dem Damenflügel spielte.
Rainer war der erste, der es auf dem Brett brennen
liess. Er opferte strategisch eine Figur und bekam
4 Bauern dafür. Allerdings kamen die Leichtfiguren
des Gegners sehr gut ins Spiel.

Matthias hatte dann nach weniger als einer Stunde
seinen Gegner völlig überspielt, als dieser dann
wiederum remis anbot. Matthias nahm ungeachtet der
guten Stellung dankend an und machte sich auf den
Weg nach Hause. Es gibt nunmal wichtigeres als
Schach!

0,5 - 0,5

Während dessen wurden die Stellungen von Jürgen,
Rolf und Henning immer besser. Tobis Gegner
allerdings brach auf dem Damenflügel durch und
schaffte es mit zwei Schwerfiguren auf Tobis
Grundreihe.
Auch Torsten stand nach einer Abwicklung etwas
besser und konnte einen Bauern erobern. Sein
isolierter Doppelbauer auf der f-Linie war dabei
nicht so schwach, wie sein gegner wähnte.

Dann gewann Henning im Zentrum eine Figur und der
Gegner gab direkt darauf auf. Die Stellung war
aber auch ihne den Einsteller schon sehr gut.
Stark gespielt!

1,5 - 0,5

Nach etwa drei Stunden brachen dann alle
saarländischen Dämme!
Rolf konnte einen Königsangriff (ohne Damen)
aufziehen, der Materialgewinn einbrachte.
Jürgen spielte im Zentrum und gewann einen Bauern
für nix!
Torsten konnte den gegnerischen König auf den
schwarzen Feldern belagern, während alle
gegnerischen Figuren hilflos auf der grundlinie
standen.
Tobi gewann taktisch die Dame, kurz darauf gab der
Gegner auf. Tobi: "Das war der wichtigste Sieg
heut!" (Gegner war Scherer).

2,5 - 0,5

Rainer, der zwischendurch bei genauem Spiel des
Gegners stark in die Predouille hätte kommen
können, bot mit 5 (!) Bauern gegen eine Figur
remis an. Er konnte die Stellung schwer
einschätzen und spielte mannschafts dienlich, da
Rolf und Torsten bereits auf Gewinn standen. Der
Gegner nahm dankend an.

3 - 1

Kurz darauf gab Rolfs Gegner auf. Ebenfalls eine
sehr schöne Partie unseres Altmeisters :)

4 - 1

Jürgen rettete seinen Mehrbauern ins ungleich
farbige Läuferendspiel *g* und vergeigte zum
Remis. Ihm boten sich während der Partie mehrere
Chancen auf eine bessere Fortsetzung, aber
trotzdem eine sehr starke Leistung, der seinem
nominell stärkeren Gegner nie eine Chance auf
Gegenspiel liess.

4,5 - 1,5

Damit war de Kees gegesse!
Dass Torsten taktisch eine Figur gewann und der
Gegner kurz daraufhin aufgab, war der positive
Abschluss eines gelungenen Mannschaftskampf -
abgesehen von unserem Bub an Brett 8.

5,5 - 1,5

Björn hatte seinem passiven Spiel Tribut zollen
müssen und büßte am Damenflügel einen Bauern ein.
Der Gegner schnorrte dann noch einen zweiten und
brachte das Mehrmaterial souverän nach Hause.

Endstand: 5,5 - 2,5

Kurios: alle vier Schwarzpartien wurden gewonnen.
Allerdings hätten sich die Saarländer auch über
eine höhere Niederlage nicht beschweren können!

In drei Wochen wartet mit der SVG Saarbrücken der
nächste saarländische Gegner.
 

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