Hallo Freunde und Gönner des Schachklub Landau!
Ich möchte die Tradition eines aktuellen Spielberichtes
nach dem Mannschaftskampf aufleben lassen. Was mich dazu getrieben hat,
werdet
Ihr im Spielbericht erfahren.
Landau 2 musste zu Hause gegen die Sfr.aus Ingelheim antreten. Jene,letztes Jahr in unsere Klasse aufgestiegen, trotzen uns vergangene Saison ein 4:4 ab.
Wir konnten in folgender starken Besetzung antreten:
1)Henning Silber
2)Martin Heider
3)Dieter Schatz
4)Björn Kopp
5)Uwe Hünerfauth
6)Dr.Peter Fischer
7)Gert Lormes
8)Matthias Schubert.
Der Kampf begann relativ pünktlich, als wir Doktore
Fischer zu seinem Brett geführt hatten. Die erste Stunde tat sich
relativ wenig, ausser der Berichterstatter die Dame gegen zwei(!)Figuren
opfern musste und völlig platt stand. Unser Youngster Björn hatte
in seiner Stellung Blut geleckt und einen Bauern gewonnen.Björn konnte
seinen Gegner im doppelten Turmendspiel sehr schön austricksen und
noch einen Bauern gewinnen,woraufhin sein Gegner genug hatte und aufgab
- 1:0 für unsere Farben....Dr.Fischher hatte eine aggressive Stellung
gegen die Cordel-Verteidigung im Spanisch aufgebaut, welche sehr vielversprechend
aussah. Unser Neuzugang Martin Heider spielte sehr selbstbewusst auf und
hatte sich einen schönen Freibauern auf der d-Linie
zugelegt. Henning hatte es mit einem starken Jugendspieler zu tun, welcher
seiner Damenindischen Verteidigung sehr zusetzte. Unser MF Dieter konnte
eine
gefällige Tschigorin-Stellung aufbauen. Gert Lormes,
welcher seit langem
wiedereinmal einen Schach-Mannschaftskampf spielte, hatte
sehr schnell mit
Schwarz Ausgleich im Tartakower-Damengambit erreicht,
mit Aussichten auf mehr. Matthias Schubert"zappte" an Brett 8 seinen älteren
Gegner,welcher sich nicht ganz wohl fühlte in seiner Haut.
Meine Partie erwähne ich aus bestimmten Gründen
bis zum Schluss nicht mehr, da jene nach 15 Zügen Aufgabe reif war.
Zu meiner Verteidigung muss
ich sagen, dass ich den nominell stärksten Ingelheimer
an Brett 5 vorgesetzt bekam (Angeber!). Gegen 13 Uhr kam "Leben in die
Bude": Dr.Fischer schaffte es nicht den Abwehrriegel zu knacken - 1,5:0:5.
Martin an Brett 2 riskierte sehr viel, um seinen D-Bauern umzuwandeln.
Der Gegner konnte jedoch den Angriff abwehren - 2:1. Nun schlugen die hinteren
Bretter sehr rasant zu: Matthias "Zapp" hatte zugeschlagen - 3:1 und Gert
Lormes Gegner packte eine zweizügige "Kombi" aus, welche zuerst einen
Bauern und dann die Qualität verlor, da ließ sich unser alter
Haudegen Gert nicht zweimal bitten - 4:1. Nun hing alles an Henning und
Dieter, da meine Partie total hinüber war.....aber ich kämpfte
verzweifelt weiter. Henning kam in grosse Zeitnot, aber in eine bessere
Stellung. Dieter klammerte in einem reinem Schwerfigurenendspiel alle Einbruchsfelder.
Doch Henning erlöste uns nach vier Stunden Spielzeit,überstand
die Zeitnot und gewann die Partie - 5:1.
Mein Gegner kam trotz "Mehrdame" in Zeitnot und in eine schwierige Stellung, unglaublich! Dieter konnte seine Blockadestellung leider nicht halten und verlor, schade - 5:2. Kopf hoch, MF. Nach fast fünf Stunden hatte mein Gegner nur noch die Qualle mehr, einen Bauern weniger, eine defensive Stellung und somit unfassbar doch noch Remis - 5,5:2,5. Dies war eine der verrücktesten Partien,welche ich jeh gespielt habe.
Bis zu zweiten Runde am 05.11.06 bei SK Ludwigshafen 1912(2).
Gruß aus Heuchelheim
Uwe Hünerfauth