Dabei standen die Landauer zwischenzeitlich recht gut da. Zwar hatte V. Dittler an Brett 6 früh einen Turm weniger und sein Westheimer Gegner verwertete diesen Materialvorteil auch zum Sieg, aber an keinem der anderen Bretter war ein Nachteil zu erkennen. N. Kopp (Br.5) remisierte bei seinem ersten Auftritt als Stammspieler der Dritten in einer Stellung, die er leicht schlechter einschätzte zum 0,5-1,5. A. Pfalzers Gegner an Brett 8 hätte ihm im Übergang zum Mittelspiel mehr Ärger machen können, aber nach einem eher schwächeren Zug stand es ausgeglichen und auch hier einigte man sich auf Remis. B. Kopp (Br.4) spielte eine starke Partie: im späten Mittelspiel griff er ein vorgerücktes Bauernpaar seines Westheimer Kontrahenten so geschickt an, dass nach einer Abwicklung ein gewonnenes Endspiel mit zwei Mehrbauern für ihn entstand. Die technische Umsetzung dauerte noch ein bisschen, aber letztlich glich der Landauer für seine Mannschaft zum 2-2 aus.
Neuzugang E. Paulsen (Br.3) hatte für einen Bauern die Initiative, verlor dann noch die Qualität, hatte dafür aber einen sehr starken Läufer im Zentrum stehen. Doch in Zeitnot konnte er nicht verhindern, dass sein Gegner in ein gewonnenes Endspiel abwickelte und Landau mit 2-3 in Rückstand geriet. F. Koch (Br.2) hatte in einer Stellung, in der er sich nicht gut auskannte zunächst einen Bauern gewonnen. Doch die Initiative seines Gegenübers erwies sich als stark und letztlich musste der Landauer mit einem Remis in schlechter Endspielstellung noch zufrieden sein. Somit stand es 2,5–3,5 gegen die Landauer. Da P.Weitzel am 7.Brett zu diesem Zeitpunkt zwei Bauern weniger hatte, sah es nach einer Niederlage für die Landauer Dritte aus. M.Schubert (Br.1) konnte positionelle Vorteile in einen Qualitätsgewinn bei besserer Stellung umwandeln. Sein Gegner tauschte dann noch seinen letzten Turm, da er dachte dadurch eine Bauernumwandlung zu erreichen, doch er hatte sich verrechnet, der Bauer wurde abgeholt und kurz danach glich Schubert zum 3,5-3,5 aus. Nun zeigte sich einmal mehr P.Weitzels Zähigkeit: nach zunächst guter Stellung geriet er in ein Endspiel mit 2 Minusbauern. Doch er eroberte einen Bauern und konnte in ein Damenendspiel abwickeln. Sein Gegner sah sich immer wieder Dauerschach-Drohungen ausgesetzt und ließ nach fast 7 Stunden Spielzeit einen Damentausch zu, nachdem sein letzter Bauer nicht mehr gewinnen konnte. Weitzel hatte sich und der Mannschaft das Remis gerettet.
Insgesamt eher ein glückliches Unentschieden, vielleicht kam das eine oder andere Remis zu früh, oder, wie es ein nicht genannt werden wollender 1.Vorsitzender ausdrückte: „Zu viele halbe Portionen!“. Die nächsten Spiele werden zeigen, ob Landau III vielleicht sogar gegen den Abstieg kämpfen muss.
Sehr sicher machten ihre Sache die Landauer Schülermannschaften
in der Kreisklasse C: Landau VI gewann mit 3-1 gegen Westheim III, dabei
siegten S. Dabschah (Br.1), D. Karanika (Br.2) und D. Dabschah (Br.3).
Damit liegt das Team von MF T. Lang ganz vorne in der Tabelle.
Landau VII fuhr den ersten Sieg ein. Gegen Schwegenheim V gelang ein
3,5-0,5. N. Hildebrandt (Br.1) spielte Remis, F.Krämer (Br.2), M.
Belik (Br.3) und A. Karpa (Br.4) gewannen, letzterer kampflos. Die Mannschaft
von F. Koch konnte sich damit vom Tabellenende lösen.