Auch der dritte Jugend-Grand-Prix des Jahres wurde von
vielen Landauer Jugendlichen beehrt :) Vier Autos waren notwendig, um alle
Kinder von Landau zum Spielort nach Limburgerhof zu bringen. Vorab ein
herzliches Dankeschön an alle Fahrer und Betreuer!
Die beliebte Veranstaltung wird von unseren Kindern immer
wieder gerne besucht. Nicht nur das Schach, sondern vor allem der Spaß
(am Spiel) soll hier im Vordergrund stehen. Dieses Mal starteten unter
den Augen der Betreuer Gert Lormes und Torsten Lang 12 Jugendliche in drei
verschiedene Turniere.
U18-U14:
Björn Kopp startete als 10. der Setzliste
und war neben Bruder Nico der heisseste Anwärter auf einen der vorderen
Plätze. Er spielte ein solides Turnier ohne zu glänzen und verlor
zwei Mal gegen nominell deutlich stärkere Gegner. Alle schwächeren
Gegner wurden recht souverän *hust* geschlagen. Leider traf Björn
in der Schlussrunde gegen seinen Vereinskollegen Malte Louis, der bis dahin
groß aufspielte. Björn beendete das Turnier auf Rang 7 und erzielte
4,5 Punkte.
Nico Kopp erwischte einen Alptraumstart! Nach
einer Auftaktniederlage gegen die Ludwigshafenerin Magdalena Geißler
wurde Nico gegen den an Nummer 2 gesetzten Julian Beller gelost und verlor
abermals. Danach ging es mit vermeintlich leichteren Gegnern weiter, die
der Reihe nach sehr schnell besiegt wurden. Die beiden letzten Runden wurden
mit "Großmeister-Remisen" ebenfalls schnell beendet, so dass am Ende
ein 14. Platz bei 4 Punkten zu Buche standen.
Malte Louis spielte ein großartiges Turnier!
Auch (viel) stärkere Gegner hatten große Probleme, den Landauer
zu schlagen. Malte zeigte gutes Positionsverständnis und machte sehr
wenig Fehler. Nach einer Auftaktniederlage legte Malte mit 3,5 Punkten
aus 4 Partien (Remis gegen den späteren Fünften Martin Heider,
Sieg gegen den 500 DWZ stärkeren Tim Walther) einen Zwischenspurt
ein und fand sich plötzlich an vorderste Tischreihe wieder. Leider
fand das gute Turnier keinen guten Abschluss, als er in der Schlussrunde
auf seinen Clubkameraden Björn Kopp unterlag. So blieben Malte lediglich
3,5 Punkte (mit bester Wertung) und ein ungerechtfertigter 17. Platz.
Daniel Kuhn spielte recht unauffällig. Immer
abwechselnd verlor und gewann er gegen schwächere, bzw. stärkere
Gegner. Allerdings spielte Daniel sehr geduldig und deutlich langsamer
als in den vorherigen Turnieren, als er durch zu schnelles Ziehen so manchen
Punkt verschenkte. Daniel erreichte am Ende genau wie Malte 3,5 Punkte,
belegte wegen der schlechten Wertung allerdings (nur) Platz 22.
Christoph Bollinger erwischte einen Auftakt nach
Maß! Gleich zu Beginn schlug er einen nominell stärkeren Gegner.
Leider konnte er seine derzeit gute Form nicht unter Beweis stellen und
büßte durch Unkonzentriertheiten einige Punkte ein. Trotzdem
kämpfte Christoph in fast jeder Partie bis zum (bitteren) Ende und
war neben Malte und Björn wohl die längste Zeit am Spielen. Leider
traf Christoph in Runde 4 auf seinen Vereinskameraden Tobias Nicklis, was
bei einem offenen Turnier immer bissi blöd is! Uns Bolli belegte am
Ende mit 3 Punkten den 25. Platz.
Tobias Nicklis spielte ein sehr starkes Schach
- und stellte in fast jeder Partie einz&uumml;gig Material ein. Im Mittelspiel
Turmverlust durch Springergabel, im Endspiel Turmverlust durch einen Spieß,
und so weiter. Dass Tobias auch mit nominell stärkeren Gegnern locker
mithalten kann, hat er gezeigt. Nur die einzügigen Partieverluste
sollten abgestellt werden. Auch in Runde 4 wurde er von Clubkamerad Christoph
Bollinger unter Wert geschlagen und verlor ein klar gewonnenes Endspiel
durch einen Einzüger. Eigentlich kaum zu glauben, wie ein solch starker
und erfahrener Turnierspieler wie er lediglich 2 Punkte erspielte (5 wären
auch drin gewesen). Tobias landete in der Endtabelle auf Platz 32. Aber
wir haben ihn trotzdem lieb :)
Mike Belik merkte man fehlende Eröffnungskenntnisse
deutlich an. Er kam in vielen Spielen sehr schnell in Nachteil und hatte
daher große Probleme, auch gegen gleich starke Gegner eine ausgeglichene
Partie zu spielen. Sobald eine Eröffnung in Ordnung war, spielte er
allerdings sehr stark und verwickelte seine Gegner immer wieder in taktische,
schwer überschaubare Stellungen. Am Ende standen lediglich 1,5 Punkte
auf dem Haben-Konto, davon ein (ausgespieltes) Remis gegen den Clubkameraden
Gino Grosser. Mike beendete das Turnier etwas enttäuschend auf Platz
34.
Gino Grosser war mit den Gegnern sehr oft überfordert
und hatte ähnlich wie Mike Schwierigkeiten mit der Eröffnung.
Leider überschätzte er seine Stellungen sehr oft, auch wenn sie
deutlich schlechter waren. Gino schlug einmal zu und remisierte gegen seinen
Klubkameraden Mike Belik, so dass er am Ende mit 1,5 Punkten den 35. und
vorletzten Platz belegte.
U12-U10:
Nicolas Hildebrandt spielte ein solides Turnier.
Er schlug die schwächeren Spieler recht ungefährdet, geriet aber
in Panik, als die vorderen Bretter in Sichtweite kamen. So hielten sich
Sieg und Niederlage oft die Waage. Nicolas spielte allerdings (anders wie
in der jüngeren Vergangenheit) sehr langsam und konzentriert und machte
daher wenig Fehler. Das gesamte Turnier über hielt er sich im Mittelfeld
auf und beendete dementsprechend das Turnier mit 50%, also 3,5 Punkten
auf Platz 9.
Adrian Karpa traf gleich in der Auftaktrunde auf
die Mitfavoritin Jennifer Riesch aus Herxheim. Die Partie war sehr kompliziert;
Adrian konnte seine Mehrfigur nicht verwerten und musste sie für einen
gefährlichen Freibauern opfern. Im Turmendspiel setzte sich schliesslich
die Erfahrung durch und Adrian unterlag unter den Augen vieler Zuschauer
in einer packenden Partie. Doch Adrian liess sich nicht aus der Ruhe bringen
und gewann die beiden nächsten Spiele. Durch zu schnelles Ziehen unterlag
Adrian in den weiteren Runden leider und kam am Ende mit ordentlichen,
aber ausbaufähigen 3 Punkten auf Rang 10.
ABC:
Anna Ferrari spielte in Limburgerhof ihr erstes
Turnier und ging dementsprechend nervös ans Brett. Nach anfänglichen
Schwierigkeiten mit einem Punkt aus drei Spielen kam sie immer besser ins
Turnier, holte Punkt um Punkt und schob sich schliesslich bis zum Spitzenbrett
vor, wo sie als einzige Spielerin den späteren Sieger Stefan Zimbelmann
(der alle neun Partien gewann!!) in Verlustgefahr bringen konnte. Anna
schaltete in der zweiten Turnierhälfte auch direkte Konkurrenten aus
und zeigte in fast allen Partien eine sehr gute Leistung, die ihr mit 5,5
Punkten einen hervorragenden 5. Platz einbrachte. Anna erspielte die meisten
Punkte aller Landauer Spieler.
Ann-Kathrin Tettmann war mit 9 Jahren die jüngste
Landauer Spielerin in Limburgerhof. Nach zwei Niederlagen zu Beginn war
es ein Helium-Luftballon, der die Wende brachte ;) Sie gewan die nächsten
beiden Spiele und hielt sich im weiteren Verlauf sehr gut im Mittelfeld.
Am Ende standen hervorragende 4 Punkte und ein sehr guter 12. Platz zu
Buche.
Bilder gibts unter www.schachfreunde-limburgerhof.de