Neuzugang FM Torsten Lang siegte bei der Rheinland-Pfalz-Blitzmeisterschaft auf Schloß Ardeck in Gau-Algesheim. Damit qualifiziert sich Torsten zur Deutschen Blitzmeisterschaft der Herren, die im Herbst stattfinden wird.
Hier der Bericht des Landesspielleiters:
Spannung bis zur letzten Runde: Neuer Blitzmeister ermittelt
Remis reichte Torsten Lang zum Titel – Dr. Bohn punktgleich Vizemeister
Eine gesperrte Autobahnabfahrt und eine innerörtliche Umleitung waren die Ursache, dass drei Spieler zu spät zum Turnierbeginn der diesjährigen Blitzmeisterschaft von Rheinland-Pfalz eintrafen. IM Chernov, FM Voropaev und FM Bruch trafen erst nach Beginn der zweiten Runde der diesjährigen Blitzmeisterschaft am 05.06. in Gau Algesheim ein. Damit wurden sie automatisch von der weiteren Teilnahme ausgeschlossen. Zwei weitere Spieler hatten es nicht ihrer Ortsunkenntnis zu verdanken, dass sie nicht mitspielten, sondern zogen es vor, unentschuldigt fernzubleiben. Ohne jetzt bereits die Schuldfrage klären zu wollen: dies ist ein grober Verstoß gegen die elementare Regeln des schachlichen Miteinander, denn zumindest eine telefonische Absage müsste stets möglich sein. Der Vorfall wird auf der nächsten Sitzung des Präsidiums SBRP beraten werden, und die zuständigen Regionalverbände sollten sich auch etwas einfallen lassen.
Dafür erlebten die anwesenden Spieler eine spannende und trotzdem harmonische Meisterschaft. Von Beginn an setzte sich Michael Schenderowitsch an die Spitze, gewann Partie auf Partie und führte zur Halbzeit mit acht Punkten aus acht Partien das Feld überlegen an. Verfolger war zu diesem Zeitpunkt Torsten Lang, der zwar einen Punkt gegen Schenderowitsch eingebüßt hatte, alle anderen Partien jedoch für sich entschieden hatte. In Tuchfühlung waren auch noch Dr. Bohn, Tillmann Vogler und auch Ingo Münch, der ausgesprochen solide spielte und Punkt auf Punkt holte. In Runde neun musste Schenderowitsch dann gegen Dr. Polster die erste Niederlage einstecken, so dass Lang aufschließen konnte. Sichtlich geschockt kassierte Schenderowitsch in Runde 10 sofort auch die 2. Niederlage gegen einen ansonsten indisponiert wirkenden Titelverteidiger Karl Muranyi, und Lang punktete gegen seinen zukünftigen Vereinskameraden Henning Silber. Damit führte der Neu-Landauer mit einem Punkt Vorsprung auf vier punktgleiche Verfolger, Dr. Bohn, Vogler, Schenderowitsch und Münch. Einen weiteren halben Punkt zurück wartete Silber auf eine Chance, in diese Phalanx einzubrechen. In Runde 12 stellte Dr. Bohn gegen Schenderowitsch in vorteilhafter Stellung seinen König ein, und Vogler erwies seinem Vereinsvorsitzenden Siebenhaar seine Reverenz, hielt sich dafür anschließend gegen Schenderowitsch schadlos. Somit konnten zwei Runden vor Schluss noch fünf Spieler den Titel gewinnen.
Letztlich behielt Torsten Lang mit einem Sieg in Runde
14 gegen Ingo Münch die Nerven und einen halben Punkt Vorsprung auf
Dr. Bohn, der Muranyi auf Distanz hielt. Nerven zeigten Vogler gegen Dr.
Polster und Schenderowitsch gegen Henning Silber. Torsten Lang bot dann
in der letzten Runde dem kurzfristig eingesprungenen Rudolf Garski vom
Ausrichter Gau Algesheim Remis an, da er in der Feinwertung von Dr. Bohn
nicht mehr einzuholen war. Garski, der sich als guter Gastgeber erwies
und den meisten Gästen den Punkt ließ, akzeptierte das Angebot
und krönte Torsten Lang damit zum neuen Blitzmeister von Rheinland-Pfalz.
Punktgleich kam Dr. Bohn auf Rang zwei ein, und Michael Schenderowitsch
muss mit Rang drei vorlieb nehmen.