Als Erster beendete Rolf Bernhardt (Brett 4) seine Partie: in leicht
besserer Stellung wollte er sich nicht auf eine riskante Variante einlassen
und gab die Partie Remis. Jürgen Möldner (Br.3) bot seinem Gegner
ein vorübergehendes Bauernopfer an – dieses wurde angenommen und der
Landauer konnte in ein vorteilhaftes Endspiel abwickeln. Am Ende konnte
Möldner einen entstandenen Freibauern jedoch nicht zum Sieg verwerten
– Ergebnis war ein weiteres Unentschieden. An Brett 1 ließ Yannick
Leuranguer den Damentausch zu, in der Hoffnung das entstehende Endspiel
ließe sich Remis halten. Doch der verbliebene Springer des Trierers
war seinem Läufer überlegen und Trier ging mit 1-2 in Führung.
Mannschaftsführer Dieter Schatz (Br.6) griff seinen Gegner am Königsflügel
an, während dieser sich auf den Damenflügel konzentrierte. Als
sich die Bauern am Königsflügel bis zur Unbeweglichkeit ineinander
verkeilten hatten, hatte der Trierer Spieler an der anderen Bretthälfte
freie Hand und drang schließlich gewinnbringend mit der Dame in die
Stellung des Landauers ein.
An Brett 8 verkürzte Patrick Köhler dann zum 2-3: Er hatte
nach guter Spielführung einen Gegenschlag seiner Gegnerin zugelassen,
hatte in hoher Zeitnot aber die besseren Nerven und gewann eine Figur.
Als er noch eine Figur erobern konnte, war die Partie endgültig gewonnen.
Helmut Bärner (Br.7) musste den vierten Punkt für Trier zulassen:
Er war in eine passive Stellung geraten, schien diese jedoch verteidigen
zu können. Doch mit einem taktischen Schlag eroberte sein Gegenüber
einen wichtigen Bauern und brachte das entstandene Turmendspiel sicher
nach Hause. Ein schönes Figurenopfer fand Tobias Rheinwalt am fünften
Brett. In beginnender Zeitnot fand er jedoch nicht den Gewinnweg und wickelte
in ein etwas schlechteres Endspiel ab. Mit viel Routine und guter Technik
konnte sein Gegner dieses dann zum entscheidenden 2-5 für Trier verwerten.
Henning Silber (Br.2) hatte trotz Zeitnot den Übergang in ein vorteilhaftes
Endspiel geschafft, übersah dann jedoch ein Qualitätsopfer seines
Gegenübers und stand danach auf Verlust. Doch durch einen in dieser
Spielklasse seltenen groben Rechenfehler des Trierer Spielers kippte die
Partie noch einmal und Silber erzielte einen vollen Punkt zum 3-5 Endstand.
Für die zweite Mannschaft gab es ersatzgeschwächt beim Tabellenführer
Feilbingert nichts zu holen. Die 5. Runde der 2.Rheinland-Pfalz-Liga endete
für die Südpfälzer mit einer 5,5-2,5 – Niederlage. Uwe Hünerfauth
gewann seine Partie an Brett 3, Lars Balzer (Br.1), Rainer Hornberger (Br.5)
und Markus Morawietz (Br.6) spielten Remis.
Die hinter den Landauern platzierten Teams verloren jedoch auch alle,
so dass der SK Landau II weiterhin auf einem Mittelfeldplatz verbleibt.