Erste Niederlage für Landau


In der 4. Runde der Oberliga Südwest unterlag der SK Landau den Schachfreunden Mainz mit 2,5-5,5. Die Südpfälzer hatten sich gegen die Hauptstädter durchaus Siegeschancen ausgerechnet, aber in einigen Partien fehlte das nötige Kampfesglück.

Patrick Köhler (Brett 8) wählte eine Eröffnungsvariante, in der sich sein Gegner leider besser auskannte als er selbst. Der Landauer gewann zwar einen Bauern, aber der Mainzer konnte einen Gewinn bringenden Königsangriff starten - das bedeutete das 0-1 für Mainz. Tobias Rheinwalt erschien mit großer Verspätung am fünften Brett, Zeit, die ihm leider am Schluss fehlte: in einer verwickelten Stellung konnte er nicht mehr alle Varianten korrekt berechnen und verlor. Jan Seger (Br.6) stand lange Zeit nicht schlechter als sein Gegenüber, verlor dann jedoch einen Bauern. Die Stellung blieb jedoch verteidigungsfähig und der jüngste Landauer erzielte ein Unentschieden zum Zwischenstand von 0,5-2,5. Die dritte Niederlage für die Landauer musste Henning Silber (Br.2) in einer komplizierten Stellung mit hochgradiger Zeitnot hinnehmen: Für beide Seiten war alles drin, aber der Mainzer behielt länger die Übersicht, gewann einen Bauern und konnte dann Zeitüberschreitung von Silber reklamieren.
Auch Yannick Leuranguer hatte am Spitzenbrett fast alle Zeit verbraucht, doch mit einem Figurenopfer stellte er plötzlich seinen Gegner vor Probleme. Vielleicht wäre sogar ein Sieg drin gewesen, aber aufgrund der mangelnden Zeit kam es zu einer dreimaligen Zugwiederholung – und damit zum Remis. Somit stand es bereits 1-4 für die Sfr. Mainz.
Der Sieg für die Hauptstädter stand dann fest, als Rolf Bernhardt (Br.4) eine gute Stellung nicht gewinnen konnte – die Partie endete Unentschieden. Danach gaben Jürgen Möldner (Br.3) und Helmut Bärner (Br.7) ihre Partien ebenfalls Remis und das Endergebnis von 2,5-5,5 stand fest.

Die Landauer überwintern damit auf Platz 7 der Tabelle – zwei Punkte vor den Abstiegsrängen. Im Restprogramm warten noch drei Aufstiegs- und zwei Abstiegskandidaten – für das Team von Mannschaftsführer Dieter Schatz ist also nach oben und nach unten noch alles drin.
 

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