Der Kampf ging los...als Helmut im 4. Zug seinen Läufer nach g5
zog wussten
wir schon: oh je, schon so früh so einen aktiven Zug (über
die 4 Reihe!),
das geht beim Helmut schief! Tatsächtlich stand dieser auch sehr
schnell
unter Druck. Bei Patrick brannte auch das Brett, bei den anderen war
es viel
ruhiger.
Nachdem WF Seger in einer Stellung abgewickelt hatte mit schlechtem
Läufer
und rückständiger Bauer machte der gegner einen sehr schwachen
Zug, wonach
WF Seger drohte, die Qualität zu gewinnen. Daraufhin zog der Gegner
einen
noch schlechteren Zug (doch doch, das geht) und verlor eine Figur.
1 : 0 für Landau
Nun verflachte Patricks Stellung, vielleicht war mehr drin nach der
Eröffnung
denn er besaß ein starkes Läuferpaar, er fand jedoch nicht
die beste
Variante.
1,5 : 0,5
Yannick spielte eine Art Panov Variante und versuchte auf Matt zu
spielen. Der Gegner verhielt sich jedoch total passiv und ließ
sich auf
nichts ein: er verhinderte einfach die Angriffsversuche und spielte
darauf,
dass meine Bauern schwach werden würden im Endspiel. So kam es
dann auch: in bereits schlechter Stellung patzte
Yannick in Zeitnot und wurde Matt.
1,5 : 1,5
Tobi hatte eine sehr heiße Stellung: zuerst stand er klar besser,
danach
wickelte er falsch ab und der Gegner hätte sofort gewinnen können.
Dieser
meinte jedoch, noch ein Zwischenschach geben zu müssen, wonach
Tobis König
allerdings in Sicherheit war und er selbst Gegenangriff bekam. Am
Ende fand Tobi ein Dauerschach.
2:2
Rolfs Partie sollte die ausschlaggebende Partie werden an diesem Tag:
im
Mittelspiel patzte er und stellte zweizügig eine Figur ein. Da
er noch einen
vorgerückten Bauer besaß spielte er weiter. Der Gegner,
wohl zu
selbstsicher, stellte einen Bauern nach dem anderen ein und musste
das
Material wieder zurückgeben! Am Ende entstand ein Endspiel Dame+Turm+3
Bauern auf beiden Seiten, allerdings ein Freibauer für Rolf!
Dieter hatte ein Remisangebot seines Gegners abgelehnt, die Partie ließ
jedoch nicht mehr zu, so dass es bald später doch remis wurde.
2,5 : 2,5
Beim Helmut hatte sich das Blatt gewendet: der Gegner ließ es
zu, dass seine
Figuren getauscht wurden, wodurch er seinen weit vorgerückten
Bauer verlor. Den Mehrbauern brachte Helmut sauber nach Hause
3,5 : 2,5
Jürgen hatte die ganze Partie einen Mehrbauer, musste jedoch auf
seinen
König aufpassen. Den Mehrbauern behielt er zwar, konnte jedoch
nichts draus
machen weil sein König ständig Schutz brauchte. Ausserdem
war zu diesem
Zeitpunkt klar: Jürgen und Rolf sollen remis machen und wir schaukeln
das
4,5:3,5 nach Hause! remis...
4 : 3
Nun kam der Hammer: Rolfs Gegner lehnte ein remisangebot ab, obwohl
dieser
schlechter Stand. Er trauerte wohl immernoch der Mehrfigur nach, die
er
peinlicherweise wieder zurückgeben musste. Rolf tauschte die Dame
und
stellte dabei seinen Freibauer ein! War zwar blöd, aber wie der
Hänser sagen
würde: "nix los!". Die Stellung Turm+3 Bauern gegen Turm+2 Bauern
ist ja
totremis (Bauern gegenüber natürlich). Es war nicht Rolfs
Tag: statt seinen
König an den Rand zu stellen und einfach darauf zu warten, dass
sich die
Bauern abtauschen, ließ er einen Tausch zu, wonach der Gegner
f und g Bauer
hatte gegen h Bauer, was einfach nimmer zu halten war. Nach über
6 Stunden
spiel musste Rolf schließlich aufgeben.
4 : 4
Witzig war noch, als die Schiedsrichterin Rolfs Formular haben wollte
meitne
er "es ist eh unleserlich, damit kann man nix anfangen. Oh je, wie
analysiere ich daheim die Partie? Aja, ich schau einfach im Internet
nach!"
:-)
Es ist zwar schade weil 4,5 drin war, ein 4:4 gegen Saarbrücken
ist jedoch
trotz allem ein gutes Ergebnis und es war wichtig die Saison nicht
gleich
mit einer Niederlage zu beginnen.