Landau hat 4:4 gegen Saarbrücken gespielt.


An sich ein gutes Ergebnis, jedoch nach dem Matchverlauf sehr unglücklich.
Wir mussten auf den Henning verzichten, ansonsten waren wir komplett. Wir
kamen schon gegen halb zehn in Saarbrücken an und es ging dann pünklich los.
Der Gegner hatte seine besten Männer dabei, nur an den hinteren Brettern
hatten sie Ersatzspieler, jedoch auch ganz gute (der am letzten Brett war
Vize deutscher Meister der U12, schon über 2000 DWZ).

Der Kampf ging los...als Helmut im 4. Zug seinen Läufer nach g5 zog wussten
wir schon: oh je, schon so früh so einen aktiven Zug (über die 4 Reihe!),
das geht beim Helmut schief! Tatsächtlich stand dieser auch sehr schnell
unter Druck. Bei Patrick brannte auch das Brett, bei den anderen war es viel
ruhiger.

Nachdem WF Seger in einer Stellung abgewickelt hatte mit schlechtem Läufer
und rückständiger Bauer machte der gegner einen sehr schwachen Zug, wonach
WF Seger drohte, die Qualität zu gewinnen. Daraufhin zog der Gegner einen
noch schlechteren Zug (doch doch, das geht) und verlor eine Figur.

1 : 0 für Landau

Nun verflachte Patricks Stellung, vielleicht war mehr drin nach der Eröffnung
denn er besaß ein starkes Läuferpaar, er fand jedoch nicht die beste
Variante.

1,5 : 0,5

Yannick spielte eine Art Panov Variante und versuchte auf Matt zu
spielen. Der Gegner verhielt sich jedoch total passiv und ließ sich auf
nichts ein: er verhinderte einfach die Angriffsversuche und spielte darauf,
dass meine Bauern schwach werden würden im Endspiel. So kam es dann auch: in bereits schlechter Stellung patzte
Yannick in Zeitnot und wurde Matt.

1,5 : 1,5

Tobi hatte eine sehr heiße Stellung: zuerst stand er klar besser, danach
wickelte er falsch ab und der Gegner hätte sofort gewinnen können. Dieser
meinte jedoch, noch ein Zwischenschach geben zu müssen, wonach Tobis König
allerdings in Sicherheit war und er selbst Gegenangriff bekam. Am
Ende fand Tobi ein Dauerschach.

2:2

Rolfs Partie sollte die ausschlaggebende Partie werden an diesem Tag: im
Mittelspiel patzte er und stellte zweizügig eine Figur ein. Da er noch einen
vorgerückten Bauer besaß spielte er weiter. Der Gegner, wohl zu
selbstsicher, stellte einen Bauern nach dem anderen ein und musste das
Material wieder zurückgeben! Am Ende entstand ein Endspiel Dame+Turm+3
Bauern auf beiden Seiten, allerdings ein Freibauer für Rolf!

Dieter hatte ein Remisangebot seines Gegners abgelehnt, die Partie ließ
jedoch nicht mehr zu, so dass es bald später doch remis wurde.

2,5 : 2,5

Beim Helmut hatte sich das Blatt gewendet: der Gegner ließ es zu, dass seine
Figuren getauscht wurden, wodurch er seinen weit vorgerückten Bauer verlor. Den Mehrbauern brachte Helmut sauber nach Hause

3,5 : 2,5

Jürgen hatte die ganze Partie einen Mehrbauer, musste jedoch auf seinen
König aufpassen. Den Mehrbauern behielt er zwar, konnte jedoch nichts draus
machen weil sein König ständig Schutz brauchte. Ausserdem war zu diesem
Zeitpunkt klar: Jürgen und Rolf sollen remis machen und wir schaukeln das
4,5:3,5 nach Hause! remis...

4 : 3

Nun kam der Hammer: Rolfs Gegner lehnte ein remisangebot ab, obwohl dieser
schlechter Stand. Er trauerte wohl immernoch der Mehrfigur nach, die er
peinlicherweise wieder zurückgeben musste. Rolf tauschte die Dame und
stellte dabei seinen Freibauer ein! War zwar blöd, aber wie der Hänser sagen
würde: "nix los!". Die Stellung Turm+3 Bauern gegen Turm+2 Bauern ist ja
totremis (Bauern gegenüber natürlich). Es war nicht Rolfs Tag: statt seinen
König an den Rand zu stellen und einfach darauf zu warten, dass sich die
Bauern abtauschen, ließ er einen Tausch zu, wonach der Gegner f und g Bauer
hatte gegen h Bauer, was einfach nimmer zu halten war. Nach über 6 Stunden
spiel musste Rolf schließlich aufgeben.

4 : 4

Witzig war noch, als die Schiedsrichterin Rolfs Formular haben wollte meitne
er "es ist eh unleserlich, damit kann man nix anfangen. Oh je, wie
analysiere ich daheim die Partie? Aja, ich schau einfach im Internet nach!"
:-)

Es ist zwar schade weil 4,5 drin war, ein 4:4 gegen Saarbrücken ist jedoch
trotz allem ein gutes Ergebnis und es war wichtig die Saison nicht gleich
mit einer Niederlage zu beginnen.
 

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