Knapper Auftakt-Sieg für Landau II
Landau II besiegte in der 1.Runde der 2.Rheinland-Pfalzliga Süd
den ESV Ludwigshafen knapp mit 4,5-3,5. In einem spannenden Kampf sorgten
Gerhard Silber, Uwe Hünerfauth und Peter Fischer mit ihren Siegen
für volle Punkte. Manfred Mühlan gewann kampflos, Rainer Hornberger
spielte Remis.
Durch den kampflosen Sieg am 4.Brett durch Manfred Mühlan ging
Landau II mit 1-0 in Führung. Nach 3 Stunden Spielzeit deutete sich
jedoch an, dass der Kampf um den Mannschaftssieg sehr spannend werden würde.
Uwe Hünerfauth (Brett 3) konnte in einer geschlossenen Stellung die
Qualität gewinnen, dazu kam noch ein hoher Zeitverbrauch seines Gegners.
In hohe Zeitnot geraten beging der Ludwigshafener einen groben Fehler,
der die Partie sofort entschied und Landau führte mit 2-0. An Brett
5 hatte Rainer Hornberger etwas Raumnachteil, konnte aber viel Material
abtauschen und da neben den Türmen nur noch ungleiche Läufer
verblieben, einigte man sich auf Remis. Lars Balzer hatte am ersten Brett
zwar einen Bauern mehr, stand am Königsflügel dafür aber
stark unter Druck. Nach einem Einschlag des Gegners musste er die Dame
für Läufer und Turm geben – das entstanden Endspiel war nicht
zu halten und Ludwigshafen verkürzte auf 2,5-1,5.
Gerhard Silber (Brett 2) hatte im Lager seines Ludwigshafener Gegenübers
diverse Schwächen geschaffen, noch dazu ließ er ihn nicht zur
Rochade kommen. Die Dame des Landauers drang in die Königsstellung
ein und bald stand es 3,5-1,5 für Landau II. Entscheidend dann die
Partie an Brett 6: Dr. Peter Fischer stand nach zwei passiven Zügen
am Königsflügel stark unter Druck und es sah sehr nach einer
Niederlage für den Landauer Topscorer der letzten Saison aus. Doch
in beidseitiger Zeitnot opferte er eine Qualität für die Initiative
– mit durchschlagendem Erfolg: Sein Ludwigshafener Kontrahent hielt dem
Druck nicht stand und verlor neben der Qualität noch zwei Bauern.
Das entstandene Endspiel gab er verloren und der Mannschaftssieg für
Landau war perfekt! Nach dem zwischenzeitlichen 4,5-1,5 konnte Ludwigshafen
noch an Brett 8 einen vollen Punkt einfahren: Frank Koch stand nach der
Eröffnung sehr gedrückt, konnte dann aber eine Figur für
einen Bauern gewinnen. Sein Gegner konnte aber seine Türme und Leichtfiguren
aktiv ins Spiel bringen – im entstandenen Variantendschungel verlief sich
der Landauer und verblieb mit Minusqualität in einem verlorenen Endspiel.
Markus Morawietz hatte an Brett 7 in der Eröffnung einen Bauern verloren,
zwang sein Gegenüber danach aber zu langem Nachdenken durch einen
heimtückischen Bauernzug. Etwa eine Stunde überlegte der Ludwigshafener
an einem Zug – überstand danach aber die Zeitnot und verblieb mit
einem gefährlichen Paar Freibauern. Morawietz opferte die Qualität
um diese aufzuhalten, verlor dann aber das Endspiel. Der Endstand war damit
4,5-3,5 - ein wichtiger doppelter Punktgewinn in dieser sehr ausgeglichenen
Spielklasse.