Landau bleibt trotz Unentschieden Tabellenführer
Landau V nach Niederlage in Abstiegsgefahr


In der vorletzten Runde der Oberliga Südwest spielte Landau I beim Tabellenvierten SK Ludwigshafen 4-4 Unentschieden. In einem 7-stündigen dramatischen Kampf fiel die Entscheidung erst in den letzten Minuten der Spielzeit. Verfolger Koblenz leistete sich gegen Abstiegskandidat Frankenthal ebenfalls ein 4-4 - somit wird erst nach dem letzten Spieltag feststehen, wer den Weg in die 2. Bundesliga antreten darf. Der große Verlierer des Spieltages ist Turm Trier - mit einem Sieg beim Tabellenletzten Winterbach hätte die Mannschaft zu Koblenz und Landau aufgeschlossen, das Team trat jedoch gar nicht an und verlor somit kampflos 8-0. Durch dieses Nicht-Antreten könnten die Trier auch den Abstiegskampf entscheidend beeinflusst haben - ein extrem unsportliches Verhalten.

Yannick Leuranguer (Brett 1) hatte sich gut auf seinen Gegner, FM Bruch, vorbereitet und ausnahmsweise kam tatsächlich die erwartete Variante aufs Brett! Yannick bot ein Figurenopfer an, der Ludwigshafener lehnte dieses jedoch ab und die Stellung verflachte zum Remis. Kurz danach einigte sich auch FM Rolf Bernhardt an Brett 4 mit seinem Gegenüber auf Unentschieden. Es war zwar gerade erst die Eröffnung beendet, aber Rolf fühlte sich körperlich und in der Stellung nicht besonders wohl. Am zweiten Brett opferte der Gegner von Henning Silber zunächst einen Läufer und kurz danach sogar noch einen Turm für einen gefährlichen Angriff. Der Landauer Jugendspieler hatte dann die Wahl zwischen einer Königswanderung ins Freie und einem Dauerschach. Er entschied sich für die sicherere Variante, so dass auch hier die Begegnung unentschieden endete. Den Zwischenstand von 2-2 markierte Patrick Köhler am fünften Brett - aus einigen taktischen Komplikationen im Mittelspiel war ein ausgeglichenes Endspiel entstanden und auch am Ende dieser Partie stand ein Remis.
Tobias Rheinwalt (Brett 7) fand sich nach überstandener Zeitnot in einer schwierigen Situation wieder: der wahrscheinlich beste Zug für ihn hätte zum dritten Mal die selbe Stellung ergeben, sein Gegner hätte also sofort Remis reklamieren können. Da der Mannschaftskampf aber noch völlig offen war, konnte niemand sagen, ob dieses Remis für die Landauer am Ende zum Gesamtsieg reichen würde. Andere Züge hätten aber zu unklaren Varianten mit der Möglichkeit einer Niederlage geführt. Auf Anraten des Mannschaftsführers wählte Tobi letztlich den sicheren Weg und ein weiteres Unentschieden stand fest. Pierre Dübon stand am achten Brett bereits sehr schlecht, hatte eine Qualität eingebüßt und musste noch einen Turm opfern, um irgendwie im Spiel zu bleiben. Sein Gegner fand danach aber nicht die besten Züge, gab einen Turm zurück, um einem Dauerschach auszuweichen und auf einmal war ein Endspiel mit Minusqualität entstanden, das der Landauer noch Remis halten konnte. Somit kam es beim Stande von 3-3 auf die letzten beiden noch laufenden Partien an Brett 3 und 6 an.
Jürgen Möldner bewies am dritten Brett einmal mehr seine hervorragende Form und spielte seinen Gegner zunächst an die Wand. Dieser fand noch ein Figurenopfer, das ihn wieder etwas ins Spiel brachte. Doch Möldner wehrte danach alle Angriffe ab und hielt auch einen gefährlichen Freibauern im Zaum, so dass er durch die erste entschiedene Partie des Tages die Landauer mit 4-3 in Führung brachte. Mannschaftsführer Dieter Schatz (Brett 6) stand die meiste Zeit stark unter Druck, konnte jedoch diverse Durchbruchsversuche seines Gegners am Damenflügel abwehren. Nach fast 7 Stunden Spielzeit hatten er und sein Gegnüber nur noch je 2 Minuten auf der Uhr - Dieter Schatz versuchte nun noch am Königsflügel anzugreifen, doch seine Drohungen gingen ins Leere, ein feindlicher Bauer zog siegbringend zur Dame ein und Ludwigshafen hatte in letzter Minute zum 4-4 ausgeglichen.

Die letzte Runde findet am 30. März zentral in Kaiserslautern statt. Mit einem Sieg gegen Bann könnten die Landauer die Sensation perfekt machen, und in die 2. Bundesliga einziehen. Die nominell sehr starken Bännjer haben jedoch angekündigt in Top-Besetzung anzutreten und so dürfte dem SK Landau I ein hartes Stück Arbeit bevorstehen.
 

Landau V verlor in der Kreisklasse B gegen Westheim III knapp mit 1,5 - 2,5. Das Team von Mannschaftsführerr Sebastian Hund musste ersatzgeschwächt antreten und muss nach der knappen Niederlage nun in der letzten Runde noch mindestens einen Punkt holen um nicht abzusteigen. Für Landau punkteten Sebastian Hund mit Sieg und Frank Krämer mit Remis.
 

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