Yannick Leuranguer (Brett 1) hatte sich gut auf seinen Gegner, FM Bruch,
vorbereitet und ausnahmsweise kam tatsächlich die erwartete Variante
aufs Brett! Yannick bot ein Figurenopfer an, der Ludwigshafener lehnte
dieses jedoch ab und die Stellung verflachte zum Remis. Kurz danach einigte
sich auch FM Rolf Bernhardt an Brett 4 mit seinem Gegenüber auf Unentschieden.
Es war zwar gerade erst die Eröffnung beendet, aber Rolf fühlte
sich körperlich und in der Stellung nicht besonders wohl. Am zweiten
Brett opferte der Gegner von Henning Silber zunächst einen Läufer
und kurz danach sogar noch einen Turm für einen gefährlichen
Angriff. Der Landauer Jugendspieler hatte dann die Wahl zwischen einer
Königswanderung ins Freie und einem Dauerschach. Er entschied sich
für die sicherere Variante, so dass auch hier die Begegnung unentschieden
endete. Den Zwischenstand von 2-2 markierte Patrick Köhler am fünften
Brett - aus einigen taktischen Komplikationen im Mittelspiel war ein ausgeglichenes
Endspiel entstanden und auch am Ende dieser Partie stand ein Remis.
Tobias Rheinwalt (Brett 7) fand sich nach überstandener Zeitnot
in einer schwierigen Situation wieder: der wahrscheinlich beste Zug für
ihn hätte zum dritten Mal die selbe Stellung ergeben, sein Gegner
hätte also sofort Remis reklamieren können. Da der Mannschaftskampf
aber noch völlig offen war, konnte niemand sagen, ob dieses Remis
für die Landauer am Ende zum Gesamtsieg reichen würde. Andere
Züge hätten aber zu unklaren Varianten mit der Möglichkeit
einer Niederlage geführt. Auf Anraten des Mannschaftsführers
wählte Tobi letztlich den sicheren Weg und ein weiteres Unentschieden
stand fest. Pierre Dübon stand am achten Brett bereits sehr schlecht,
hatte eine Qualität eingebüßt und musste noch einen Turm
opfern, um irgendwie im Spiel zu bleiben. Sein Gegner fand danach aber
nicht die besten Züge, gab einen Turm zurück, um einem Dauerschach
auszuweichen und auf einmal war ein Endspiel mit Minusqualität entstanden,
das der Landauer noch Remis halten konnte. Somit kam es beim Stande von
3-3 auf die letzten beiden noch laufenden Partien an Brett 3 und 6 an.
Jürgen Möldner bewies am dritten Brett einmal mehr seine
hervorragende Form und spielte seinen Gegner zunächst an die Wand.
Dieser fand noch ein Figurenopfer, das ihn wieder etwas ins Spiel brachte.
Doch Möldner wehrte danach alle Angriffe ab und hielt auch einen gefährlichen
Freibauern im Zaum, so dass er durch die erste entschiedene Partie des
Tages die Landauer mit 4-3 in Führung brachte. Mannschaftsführer
Dieter Schatz (Brett 6) stand die meiste Zeit stark unter Druck, konnte
jedoch diverse Durchbruchsversuche seines Gegners am Damenflügel abwehren.
Nach fast 7 Stunden Spielzeit hatten er und sein Gegnüber nur noch
je 2 Minuten auf der Uhr - Dieter Schatz versuchte nun noch am Königsflügel
anzugreifen, doch seine Drohungen gingen ins Leere, ein feindlicher Bauer
zog siegbringend zur Dame ein und Ludwigshafen hatte in letzter Minute
zum 4-4 ausgeglichen.
Die letzte Runde findet am 30. März zentral in Kaiserslautern statt.
Mit einem Sieg gegen Bann könnten die Landauer die Sensation perfekt
machen, und in die 2. Bundesliga einziehen. Die nominell sehr starken Bännjer
haben jedoch angekündigt in Top-Besetzung anzutreten und so dürfte
dem SK Landau I ein hartes Stück Arbeit bevorstehen.
Landau V verlor in der Kreisklasse B gegen Westheim III knapp mit 1,5
- 2,5. Das Team von Mannschaftsführerr Sebastian Hund musste ersatzgeschwächt
antreten und muss nach der knappen Niederlage nun in der letzten Runde
noch mindestens einen Punkt holen um nicht abzusteigen. Für Landau
punkteten Sebastian Hund mit Sieg und Frank Krämer mit Remis.