Wichtige Siege für Landau III und Landau IV


In der 2.Pfalzliga Ost konnte Landau III sich im Abstiegskampf etwas Luft verschaffen - Tabellennachbar Neustadt II wurde mit 6,5-1,5 besiegt. Während sich das Team aus Landau mit 4-4 Punkten vorerst im Mittelfeld der Tabelle wiederfindet, stehen die Zeichen für den Tabellenletzten Neustadt II auf Abstieg.
 
Landau III trat in Bestbesetzung an – bei Neustadt II war Brett 6 nicht besetzt, damit waren die Landauer Gastgeber klarer Favorit in diesem Abstiegsduell. Nach dem kampflosen Sieg von Paul Weitzel dauerte es aber einige Zeit, bis sich die Landauer entscheidende Vorteile erspielen konnten. Neustadt II erzielte durch einen Sieg an Brett 1 sogar den Ausgleich: Rainer Hornberger musste sich mit einer wenig gespielten Eröffnungsvariante herumschlagen und als er gerade die größten Schwierigkeiten überstanden hatte, bemerkte er den hohen Vergiftungsgrad eines ungedeckt stehenden Bauern nicht. Die Dame des Landauers vertrug das Verspeisen desselben nicht gut und verschwand vom Brett... Ohne weibliche Unterstützung wollte Rainer nicht weiterspielen und gab auf. An Brett 2 brachte Wolfgang Sauer das Heimteam mit 2-1 in Führung: Er nahm seinem Gegenüber die Möglichkeiten zum Spiel im Zentrum, indem er dessen Zentrumsbauern nach vorne lockte und gewann dann durch kombinierten Druck über die lange Diagonale h1-a8 und die B-Linie den A-Bauern. Beim Versuch eines Gegenangriffs am Königsflügel übersah sein Gegner ein Abzugsschach nebst Damenverlust, was das Ende der Partie bedeutete. Etwa eine Stunde später hatte Heinz „Eddie“ Uhrig (Brett 8) aus einem im Eröffnungsstadium gewonnenen Mehrbauern ein Endspiel mit Turm gegen Springer gemacht, das der Gegner zu Recht verloren gab. Zwischenstand war damit 3-1 für Landau III.
Frank Koch hatte an Brett 4 aus einer eher minderwertigen Eröffnungsvariante seines Gegenübers nicht das Optimale herausgeholt, konnte aber nach längerem Manövrieren mit der Dame in die Königsstellung des Gegners eindringen. Dies brachte eine Mehrfigur, das entstandene Endspiel war klar gewonnen und das 4-1 für Landau war perfekt. Mannschaftsführer Matthias Schubert schoss an Brett 4 den fünften Treffer : Mit mehr Raum aus der Eröffnung gekommen, hatte er seine Figuren durch ein fehlerhaftes Manöver etwas ungeschickt aufgestellt. Nach einer Veränderung seiner Zentrumsformation konnte er aber ungehindert am Damenflügel spielen, erhöhte den Druck über die A-Linie und in bereits schwieriger Lage übersah sein Gegenüber ein tödliches Abzugsschach – mindestens eine Figur wäre bei weiterhin schlechter Stellung verloren gegangen und so hieß es 5-1 für Landau und der Mannschaftssieg war vorzeitig gesichert. Manuel Gerst und Markus Morawietz bemühten sich nach über vier Stunden Spielzeit an den Brettern 3 und 5 dann noch um eine Resultatserhöhung. Mora hatte am fünften Brett eine Angriffsstellung aufgebaut und glaubte günstig die Damen tauschen zu können. Er übersah aber einen Zwischenzug und im entstanden Endspiel konnte sein Läuferpaar nicht die erhoffte Wirkung entfalten. Am Ende war eine Remisstellung mit Läufer + Freibauer gegen Springer + Freibauer entstanden. Am dritten Brett fuhr Manuel Gerst aber noch einen vollen Punkt ein: In einer Stellung mit entgegengesetzten Rochaden kam er etwas schneller zum Angriff und wickelte in ein überlegenes Endspiel mit Dame und Turm auf beiden Seiten ab. Nach Turmtausch und Bauerngewinn war sein entstandener Freibauer schneller und das Endergebnis von 6,5-1,5 stand fest.

In der Kreisklasse A siegte Landau IV mit 3,5-2,5 beim bisherigen Spitzenreiter Schwegenheim III. Axel Pfalzer, Björn Kopp und Wilfried Leppla gewannen ihre Spiele, Marcel Barbey spielte Unentschieden. Mit diesem Sieg übernahm das Team von Mannschaftsführer Volker Jauernig die Tabellenführung und hat beste Chancen, den Aufstieg in die Bezirksliga zu schaffen.
 

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