Als Erster beendete Henning Silber an Brett 2 seine Partie. Er hatte zwei Bauern geopfert und hätte diese nun wieder zurückgewinnen können. Danach wäre aber ein sehr unklares Endspiel entstanden, so dass er lieber ein Remisangebot seines Gegners annahm. An Brett 1 hatte der Kontrahent von Yannick Leuranguer nach einem taktischen Schlagabtausch das bessere Ende für sich: er gewann die Dame für Turm und Läufer. Dieser Materialvorteil sowie die unsichere Königsstellung des Landauers brachten den vollen Punkt für Saarbrücken. Es folgten zwei relativ ereignislose Remispartien durch den 40-Minuten-Zu-Spät-Kommer Jürgen Möldner und durch Rolf Bernhardt an den Brettern 3 und 4. Mannschaftsführer Dieter Schatz (Brett 6) hatte eine günstige Stellung für einen Angriff gegen den gegnerischen König aufgebaut. Als sich das Spiel jedoch an den Damenflügel verlagerte, setzten sich die dort massiert stehenden Kräfte des Gegner durch und es stand 3,5 – 1,5 für Saarbrücken. Da auch die Lage an den Brettern 5 und 7 für Saarbrücken günstig war, schien die erste Niederlage nach 34 Spielen kaum noch zu vermeiden.
Helmut Bärner verkürzte dann an Brett 8 den Rückstand
durch einen entscheidenden Bauerngewinn in einem Turmendspiel. Und die
Zeitnotphase an den Brettern 5 und 7 brachte dann doch noch die Entscheidung
zugunsten der Landauer: An Brett 5 hatte sich Patrick Köhler aus einer
sehr gedrückten Stellung befreit und konnte nach einem Fehler des
Gegners einen Turm für Läufer und Bauer gewinnen. Im entstandenen
Endspiel bildete er einen Freibauern, den sein Gegenüber nur noch
durch Opfer seines Läufer hätte aufhalten können. Der Saarbrückener
gab deshalb auf und es stand 3,5 – 3,5. Tobias Rheinwalt (Brett 7) konnte
seine schlechtere Stellung trotz hoher Zeitnot in ein Turmendspiel mit
2 Mehrbauern verwandeln – es ergaben sich jedoch noch technische Schwierigkeiten,
da sein König durch den saarländischen Turm abgeschnitten war.
Tobi steuerte zunächst eine Variante an, an deren Ende ein Turmtausch
gestanden hätte. Doch die entstehende Stellung schien ihm zu unklar,
so dass er statt dessen einen Bauernvorstoß wählte. Dieser brachte
letztlich auch den Sieg und somit den entscheiden Punkt zum 4,5 – 3,5 für
Landau I.
Mit 8-0 Mannschaftspunkten steht der Aufsteiger aus Landau damit hinter
den Meisterschaftsfavoriten aus Trier und Koblenz überraschend auf
dem 3. Tabellenplatz und kann, der Abstiegssorgen endgültig entledigt,
den weiteren Spielen beruhigt entgegensehen.
In der Kreisklasse B erzielte Landau V gegen Tabellenführer Westheim
III ein 2 – 2
Unentschieden. Für Landau gewannen Sebastian Hund und Dominik
Süß.