Pünktlich in Mainz angekommen, mussten die Landauer erst einmal
(wie so oft) auf das Heimteam warten. Als es dann losging, standen die
Gäste an Brett 1 und 3 bald besser, bei den übrigen Partien gestaltete
sich das Geschehen vorerst ausgeglichen. Tobias Rheinwalts Gegner an Brett
6 erwies sich als gleichwertig – in ausgeglichener Stellung einigte man
sich deshalb auf Remis. Am siebten Brett übersah Helmut Bärner
einen Bauerngewinn, spielte stattdessen eine sichere Variante, die in eine
remisliche Stellung mündete. Auch hier kam es zur Punkteteilung. Spielstand
war somit 1-1. Yannick Leuranguer brachte dann die Landauer mit 2-1 in
Führung: nach dem er bereits aus der Eröffnung heraus eine bessere
Stellung hatte, konnte er im Mittelspiel seinem Mainzer Gegenüber
eine Figur abknöpfen. Dieser schlug jedoch mit einem gefährlichen
Mattangriff zurück. Durch eine geschickte Abwicklung konnte der Landauer
jedoch die Damen tauschen und die eingedrungenen Türme des Gegners
wieder vertreiben – übrig blieb die Mehrfigur und der erste volle
Punkt für Landau war gesichert. Mainz glich jedoch bald darauf an
Brett 3 aus, wo das Spiel nach einem taktischen Fehler des Landauer Spielers
zugunsten der Hauptstädter gekippt war.
Dieter Schatz brachte Landau am fünften Brett wieder in Führung
– er war von Anfang an der Stärkere und verbesserte seine Stellung
immer mehr, bis sich dies in einem Qualitätsgewinn auszahlte. In verlorener
Stellung überschritt sein Gegner die Zeit und Landau führte 3-2.
Die nächste Partie entschied sich erst nach 5,5 Stunden Spielzeit:
Henning Silber hatte am zweiten Brett einen Bauern erobert, war aber in
einem schwer zu gewinnendem Endspiel mit Springer und Turm gegen Läufer
und Turm gelandet. Am Ende kam es dann auch „nur“ zur Punkteteilung. Zwischenstand
damit 3,5-2,5 für Landau. Das Siegtor für Landau schoss dann
Präsident Gerhard Silber: in einem Läuferendspiel nutzte er die
erspielten Stellungsvorteile mit toller Technik gnadenlos aus und konnte
nach 6,5 Stunden das 4,5-2,5 erzielen. Mainz konnte dann durch einen vollen
Punkt an Brett 4 den Abstand noch auf 4,5-3,5 verkürzen, aber beide
Mannschaftspunkte gingen nach Landau.
Mit 6-0 Punkten haben die Landauer nur die Aufstiegskandidaten Trier
und Koblenz vor sich in der Tabelle. Das Restprogramm ist zwar nicht leicht,
aber der Klassenerhalt dürfte schon jetzt so gut wie sicher sein.
Im nächsten Spiel gegen Saarbrücken wird sich zeigen, ob die
imposante Serie von nunmehr 34 Spielen ohne Niederlage weiter ausgebaut
werden kann.