Lange Zeit zeigte sich für keine der beiden Mannschaften ein klarer
Vorteil. Dann schien sich die Waage zugunsten der Siershahner zu neigen,
so dass Rolf Bernhardt an Brett 4 ein Remisangebot des Gegners lieber nicht
annahm. Kurze Zeit später konnte er sich sehr darüber freuen,
denn sein Gegenüber ließ sich auf taktische Verwicklungen ein,
verlor dabei einen Turm und damit die Partie. An Brett 1 folgte jedoch
kurz darauf der 1-1 - Ausgleich für die Siershahner.
An Brett 8 musste der Spieler aus Siershahn auf Anweisung des Mannschaftsführers
Remis ablehnen. Er überzog dann die Stellung und Helmut Bärner
konnte durch einen Mattangriff die Landauer mit 2-1 in Führung bringen.
Henning Silber (Brett 2) hatte sich nach wechselhaftem Spielverlauf eine
gute Stellung aufgebaut und nachdem er einige Mattattacken abgewehrt hatte,
konnte sein Gegenüber nur noch aufgeben. Nachdem Siershahn an Brett
6 punkten konnte, stand es damit 3-2 für Landau.
Am siebten Brett konnte Pierre Dübon einen Mehrbauern nicht halten
und in einem Endspiel mit Turm, Läufer und 3 Bauern auf jeder Seite
ergab sich nicht mehr als Remis. Zwischenstand war somit 3,5-2,5 für
Landau. An Brett 5 konnten die Siershahner dann zum 3,5-3,5 ausgleichen,
so dass alles auf die Partie von Jürgen Möldner an Brett 3 ankam.
Hier bot sich den anderen Landauern ein erfreuliches Bild: nachdem zunächst
der Siershahner durch einen Bauerndurchbruch in Vorteil zu kommen schien,
hatte Jürgen Möldner bald zurückgeschlagen und hatte bald
eine überlegene Stellung, die schließlich zu 4 Mehrbauern für
den Landauer führte. Nach längerer Agonie ergab sich der Siershahner
in sein Schicksal und Landau gewann das erste Spiel in der Oberliga mit
4,5 – 3,5.
Zwei Punkte, die für den Aufsteiger nicht unbedingt eingeplant
waren – ein guter Start im Kampf um den Klassenerhalt, da gleichzeitig
die Konkurrenz aus Frankenthal und Winterbach ihre Spiele verlor. Im nächsten
Spiel fällt vielleicht bereits eine Vorentscheidung um den Verbleib
in der dritthöchsten deutschen Spielklasse, dann trifft Landau I auf
Frankenthal I.