Für die gastgebenden Rülzheimer begann es zunächst günstig:
an Brett 6 fiel die 1-0 Führung und an den anderen Brettern zeigten
sich keine Vorteile für Landau. Dies änderte sich jedoch im weiteren
Verlauf des Spiels. Wolfgang Sauer (Brett 1) konnte sich nach zweifelhafter
Eröffnungsbehandlung immer besser ins Spiel bringen und sein Gegner
zog schließlich mit einem Dauerschach die Notbremse – remis. Am achten
Brett hatte Matthias Leidner ein frühes Remisangebot abgelehnt und
nun versuchte sein Rülzheimer Gegenüber mit der Brechstange zu
gewinnen. Ein Opfer erwies sich aber als Fehlberechnung – Matthias siegte
und es stand 1,5-1,5. Markus Morawietz brachte Landau III dann am vierten
Brett erstmals in Führung: nach ausgeglichenem Verlauf tappte sein
Gegner in eine Falle und Mora konnte mit Mehrfigur das 2,5–1,5 Zwischenergebnis
sicher machen.
Heinz „Eddie“ Uhrig tobte sich am siebten Brett so richtig aus: erst
übersah er den Gewinn eines Zentralbauern (was sich später als
günstig erweisen sollte), dann opferte er gekonnt Turm gegen Springer,
um wenig später das geopferte Material mit Zinsen zurück zu gewinnen.
Kurz darauf überschritt sein Gegner die Zeit. Somit führten die
Landauer mit 3,5-1,5. Durch einen Sieg an Brett 5 kamen die Rülzheimer
dann auf 3,5-2,5 heran, doch kurze Zeit später stellte Manuel Gerst
am dritten Brett den Sieg für Landau sicher: Er fand ein wunderschönes
Turmopfer und setzte seinen Gegner matt! Da das Spiel entschieden war,
gab kurz danach der Rülzheimer an Brett 2 ein Springerendspiel mit
Mehrbauer Remis, so dass auch Rainer Hornberger einen halben Punkt zum
5-3 Endstand beisteuern konnte.
Nicht unbedingt erwartet, kann dieser Sieg bei der Endabrechnung doppelt
zählen, da wohl auch die Rülzheimer gegen den Abstieg spielen
werden.
Die vierte Mannschaft wurde ihrer Favoritenrolle in der Kreisklasse
A gegen Maxau-Wörth V gerecht und gewann deutlich mit 5,5-0,5. Björn
Kopp und Axel Pfalzer gewannen souverän an den beiden ersten Brettern
und auch der 10jährige Nico Kopp siegte an Brett 3 schnell, da sein
Gegner in eine Eröffnungsfalle lief. Wilfried Leppla und Marcel Barbey
zogen an den Brettern 5 und 6 nach, so dass Mannschaftsführer Volker
Jauernig an Brett 4 Gnade walten lassen konnte und ins Remis einwilligte.
Landau IV ist auf jeden Fall ein heißer Aufstiegskandidat, wird
aber mit Bad Bergzabern und Schwegenheim noch zwei schwere Gegner haben.