Schachklub startet Neuanfang mit 7:1-Sieg
Nach Rückzug aus der Landesliga in der Bezirksliga an
den Brettern - Sechs Siege in Aidenbach
Regen. Im Jahr eins nach dem Ende des
Höhenfluges, der den SC Bayerwald Regen-Zwiesel bis in die Landesliga führte,
müssen die Schachspieler „kleinere Brötchen backen“. Zumindest am ersten
Spieltag der Bezirksliga Ost gelang dies mit Bravour und einem deutlichen
7:1-Auswärtssieg beim TSV Aidenbach. Ausgerechnet der Weggang zweier
einheimischer Spieler - Roland Knechtel (Röhrnbach) und Ludwig Bielmeier
(Deggendorf) - zwang den SC Bayerwald dazu, sein Experiment, mit starken
Spielern aus Osteuropa an der bayerischen Schachspitze mitzuspielen, wieder zu
beenden. So wurde das I. Team, das in der vergangenen Saison in der Landesliga
gespielt hatte, abgemeldet und die bisherige „Zweite“ in der Bezirksliga Ost
zur I. und einzigen Mannschaft umformiert. Die Partie in Aidenbach begann mit
einem schnellen Remis an Brett 2, als sich Armin Zepke und sein Kontrahent nach
gut einer Stunde ohne Risiko auf die Punkteteilung einigten. Am Spitzenbrett
eroberte Michael Müller sehr schnell eine Figur und gewann mit seiner Routine
recht schnell. An Brett 3 eroberte Herbert Palmi einen Bauern, den er zur Dame
durchbrachte, womit der Vergleich zu seinen Gunsten entschieden war.
An Brett 7 verlor Peter
Spranger im Mittelspiel eine Figur und musste danach alles auf eine Karte
setzen. Er hatte Glück, als sein Gegner keinen Weg fand, um den Mattangriff
abzuwehren. Werner Orzol an Brett 6 verschaffte sich einen Turmvorsprung und
setzte seinen Gegner bald Matt. Ludwig Haydn spielte an Brett 8 sehr sicher.
Beide Spieler scheuten riskante Aktionen, so dass die Begegnung letztlich mit
einer Punktteilung endete. Eine tolle Partie lieferte der frisch gebackene
Blitzmeister des SC Bayerwald, Rainer Bergmann, an Brett 4. Mit einem
Kombinationswirbel zerlegte er die Königsstellung seines Gegners. Am längsten
dauerte die Partie von Dr. Alfred Gilg an Brett 5. Er hatte zwar schon in der
Eröffnung positionelle Vorteile errungen, aber erst nach geraumer Zeit strich
sein Kontrahent die Segel. Am Samstag, 3. November, geht die Saison im
heimischen Spiellokal Germania gegen die DJK Haselbach weiter - ein richtungweisender
Kampf für den weiteren Verlauf, wobei allerdings der SC voraussichtlich nicht
in Bestbesetzung antreten kann.