Schachmannschaften schaffen Klassenziel
Misstöne beim erfolgreichen Saisonausklang


Landesliga-Team behält in Ingolstadt die Oberhand - II. Mannschaft: 3:5 mit nur fünf Spielern


Regen (ps). Die I. Mannschaft des SC Bayerwald kam am letzten Spieltag der Landesliga Süd beim SK Ingolstadt zu einem weiteren 4,5:3,5-Erfolg und machte den Klassenerhalt endgültig perfekt. Im Endklassement belegte das Team mit 11:7 Zählern sogar noch Rang vier, obwohl im Falle einer Niederlage der Abstieg nicht auszuschließen gewesen wäre.
Die II. Mannschaft beendete eine völlig verkorkste Saison in der Bezirksliga mit einer 3:5-Pleite beim SC Sonnen. Allerdings standen nur fünf Spieler zur Verfügung, doch ein Nichtantreten hätte zwei Strafpunkte und den Abstieg nach sich gezogen.
Bei der Partie der „Ersten“ in Ingolstadt verlor IM Jan Michalek an Brett 2 überraschend schnell, nachdem er durch eine Nachlässigkeit in der Eröffnung die Qualität eingebüßt hatte. Dagegen behielt Petr Spacek am Spitzenbrett wieder souverän die Oberhand. Er holte in seinen neun Partien sieben Punkte und war damit der stärkste Brett-1-Spieler der Landesliga. Auch IM Peter Petran an Brett 3 dominierte und brachte den SC Bayerwald mit sicherem Stellungsspiel in Führung.
Vlastimil Vodicka an Brett 7 drückte einer anfangs schlechter stehenden Partie zwar mehr und mehr seinen Stempel auf, ganz konnte er den Spieß aber nicht mehr umdrehen und musste sich in einem Schwerfigurenendspiel mit Remis begnügen. Es sollte die einzige Punkteteilung in diesem Vergleich bleiben. Michael Müller fand nicht zu seinem Spiel, die Läufer und Springer seines Gegners dominierten das Brett und kassierten nach und nach die Bauern des Regener Mannschaftsführers. Auch Herbert Palmi, der an Brett 8 einsprang, geriet bald in eine schwierige Stellung. Doch im Mittelspiel löste er sich und hatte im Turmendspiel die stärkeren Freibauern. An Brett 4 lief Roland Knechtel - ähnlich wie Jan Michalek - einem Qualitätsverlust hinterher, den sein Gegner zu einem gewonnenen Turmendspiel verwertete. Wieder einmal lieferte Ludwig Bielmeier an Brett 7 die längste Partie. Ein Remis hätte ihm gereicht, um sich der Abstiegssorgen zu entledigen. Beide Spieler gerieten in höchste Zeitnot und da zeigte Bielmeier einmal mehr seine Stärke. Er konterte seinen Gegner eiskalt aus, als dieser seine Chancen gewaltig überschätzte. Trotz des versöhnlichen Saisonabschlusses blickt der SC Bayerwald skeptisch in die sportliche Zukunft. Mit Roland Knechtel und Ludwig Bielmeier werden voraussichtlich zwei Aktive die Mannschaft verlassen, um zu ihren Heimatvereinen zurückzukehren. Und ohne diese beiden dürfte es schwer werden, das Abenteuer Landesliga auch im nächsten Jahr zu bestehen.
Weit übler sieht es bei der II. Mannschaft aus, die zum letzten Spiel der Bezirksliga-Saison in Sonnen nur fünf Aktive auf die Beine brachte. Und dieses Rumpfteam zog sich sehr achtbar aus der Affäre. Reiner Bergmann und Thomas Pledl entschieden ihre Spiele für sich.
Werner Orzol und Helmut Uhlig, dessen letzter Einsatz schon Jahre zurücklag, erreichten immerhin Unentschieden; nur Nachwuchsspieler Dolesik musste eine unnötige Niederlage einstecken, so dass es am Ende zu einem knappen 3:5 reichte. Vorstand Max Hannes bedankte sich ausdrücklich bei den fünf Spielern, „dass sie die weite Fahrt auf sich genommen und dem Gegner einen tollen Kampf geliefert haben“. Nur ihnen sei der Klassenerhalt letztlich zu verdanken. Für die nächste Saison muss die Personaldecke in beiden Mannschaften aufgestockt werden, um den Spielbetrieb im bisherigen Umfang beibehalten zu können.

 

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