Ruhige Generalversammlung des Schachklubs Bayerwald Regen-Zwiesel

 

Hans Eberl zum Ehrenmitglied ernannt – „Erste“ gewinnt knapp in Starnberg

 

Regen (ps):

Der Schachklub Bayerwald hatte zuletzt einige sehr aufregende Jahre hinter sich zu bringen: große sportliche Erfolge mit dem Aufstieg der „Ersten“ bis in die Landesliga; das 40-jährige Vereinsjubiläum, das mit mehreren hochkarätigen Sportveranstaltungen aber auch einem würdigen Ehrenabend begangen wurde. Heuer verlief alles wieder in weitaus ruhigeren Bahnen, auch die Jahreshauptversammlung, bei der es heuer zudem turnusgemäß auch keine Neuwahlen gab.

Allerdings konnte Vorstand Max Hannes bei der Versammlung wieder sehr zufrieden auf den sportlichen Erfolg der beiden Mannschaften im Spielbetrieb zurückschauen. Die „Erste“ hat als Aufsteiger in der Landesliga gleich den dritten Platz belegt, die gleiche Platzierung gelang auch der zweiten Mannschaft in der Bezirksliga Ost. Als großer sportlicher Erfolg konnte heuer der Titel des niederbayerischen Mannschaftspokalsiegers gefeiert werden. Auf bayerischer Ebene war jedoch in der ersten Runde gegen den schwäbischen Vertreter Kötzichhausen mit einem 1 zu 3 gleich Endstation – immerhin keine Schande gegen diesen Gegner, der sich später für den Deutschen Pokalwettbewerb qualifizieren sollte.

Jugendleiter Herbert Palmi konnte berichten, dass die Nachwuchsübungen am Dienstag um 18 Uhr im Vereinslokal immer noch sehr gut angenommen werden und dass sich der Verein auch heuer wieder erfolgreich am Regener Kinderferienprogramm beteiligt hat. Kassier Helmut Uhlig konnte von einer immer noch ordentlich gefüllten Kasse berichten, während leider zu beklagen ist, dass die Teilnehmerzahl bei den internen Turnieren immer mehr zurückgeht. Als Vereinsmeister wurde heuer Herbert Palmi ausgezeichnet, der das Turnier vom Reiner Bergmann und Thomas Pledl gewann. Die Blitzmeisterschaft und den Pokal sicherte sich jeweils Roland Knechtel.

Eine besondere Ehrung wurde heuer Hans Eberl zuteil, der nach 20 Jahren als Kassier des Vereins dieses Amt bei den letzten Wahlen aus Altersgründen abgegeben hatte. Er wurde in Anerkennung seiner großen Verdienste für den Schachklub Bayerwald zum Ehrenmitglied ernannt.

Sportlich Positives gibt es von der ersten Mannschaft zu melden, die am 2. Spieltag der neuen  Landesliga-Saison einen knappen 4, 5 zu 3, 5-Sieg aus Starnberg mit zurückbrachte, obwohl der Gastgeber in Bestbesetzung angetreten war.

Anfangs musste jedoch zunächst Roland Knechtel (Brett 4) das Handtuch werfen, dessen Gegner Lochte als gewiefter Taktiker gilt und der Knechtel in eine Falle locken konnte.  Ludwig Bielmeier an Brett 5 spielte gegen Absmeier eine forsche Eröffnungsvariante, verlor dabei etwas den Faden, konnte aber am Ende noch mal alles gut machen und in ein Remisendspiel abwickeln. Der Rückstand des SC Bayerwald wuchs, als Armin Zepke (Brett 7) in rasende Zeitnot geriet und sich von Gschwendtner mattsetzen lassen musste. Besser machte es Herbert Palmi an Brett 8, der ein leicht besseres Turmendspiel erreichte. Sein Gegner Wehr konnte jedoch alle Angriffsbemühungen Palmis „ab-wehren“, gemäß einer alten  Regel des Ex-Weltmeister Tarrasch, dass alle Turmendspiele letztlich remis enden.

Als Erfolgsgaranten erwiesen sich einmal die osteuropäischen Topspieler auf den drei vorderen Brettern. An Brett 3 durfte im Petr Petran aus der Slowakei erstmals mit den weißen Steinen für den SC Bayerwald spielen – und er nutzte diese Chance zu einer eindrucksvollen Demonstration seiner Stärke gegen FM Tercik, den er regelrecht zerlegte. An Brett 2 konnte IM Jan Michalek ein munteres Spielchen mit einem indischen Standard-Rösselsprung für sich entscheiden. Und auch am Spitzenbrett ließ IM Petr Spacek nichts anbrennen und gewann, nachdem er ein Remisangebot seines Gegners Sterzenbach abgelehnt hatte, mit Dame und zwei verbundenen Freibauern souverän. Beim Spielstand von 4 zu 3 brauchte Michael Müller an Brett 5 gegen Tuchenhagen nur noch ein Remis zum Gesamtsieg. Doch Müller hätte mit einem Mehrbauern gerne gewonnen, konnte diesen Vorteil jedoch in einem quälend langen Endspiel nicht realisieren.

Die „Erste“ spielt nun am kommenden Sonntag (19. 11.) im heimischen Spiellokal „Germania“ gegen den SC Weilheim, der in stärkster Besetzung immerhin zwei IM und drei FM aufbieten könnte – keine leichte Aufgabe für den SC Bayerwald I. Tags zuvor bereits am Samstag (18. 11.) muss die „Zweite“ ebenfalls in einem Heimspiel gegen die DJK Schaibing quasi Wiedergutmachung betreiben. Bayerwald II musste nämlich aus Spielermangel das letzte Spiel in Haselbach kampflos verloren geben.

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