Auch ohne Magath: FC Bayern zu
stark für den SC Bayerwald
Schach-Landesliga: Die II. Mannschaft der Münchner
behauptet sich mit 4,5:3,5 - Lange Erfolgsserie der Landkreis-Denksportler
beendet
Regen (ps). Felix Magath,
Trainer des deutschen Fußball-Rekordmeisters, ist auch ein ausgezeichneter
Schachspieler. Mit seiner Spielstärke könnte er in der II. Mannschaft der
Schachabteilung des FC Bayern München antreten. Doch der Fußball-Lehrer bleibt
seinem Hauptmetier treu, auch ohne Magath kam Bayern München in der
Schach-Landesliga zu einem 4,5:3,5-Erfolg über den SC Bayerwald.
Für die Denksportler aus dem Landkreis Regen setzte es die
erste Niederlage nach fast 40 ungeschlagenen Begegnungen und vier Aufstiegen in
Serie. Doch in der Landesliga ist der SC offenbar an seine Grenzen gestoßen und
hat sich mit 6:4 Punkten aus dem Titelrennen verabschiedet.
Zum Geschehen: Am Spitzenbrett spielte IM Petr Spacek mit
Weiß eine erfolgreiche slawische Partie, mit der er seinen Kontrahenten stark
unter Druck setzte und nach Zeitüberschreitung des Münchners gewann. An Brett 2
versuchte IM Jan Michalek, mit schwarzen Steinen in
einer königsindischen Partie aktiv zu werden, doch der aufmerksame Gegner ließ
nichts anbrennen und so gab es ein Remis. An Brett 3 kam FM Roland Knechtel
unter die Räder; trotz seiner Lieblingseröffnung musste er die Segel streichen.
Auch Ludwig Bielmeier an Brett 4 wurde überrollt. Er griff am Damenflügel an,
doch der FCler bestrafte ihn mit einer Gegenattacke
am Königsflügel.
Vlastimil Vodicka (Brett 5) war
der „Glückspilz des Tages“. Er besaß in einem Turmendspiel zwar einen Bauern
weniger, doch Vodicka gelang es, den gegnerischen
Turm zu kassieren. An Brett 6 erreichte Michael Müller ein Remis, die leichten
Vorteile bei der Überleitung ins Endspiel konnte er nicht nutzen. An Brett 7
rettete sich Armin Zepke in Zeitnot zu einem
Dauerschach mit Türmen, so dass ein weiteres Unentschieden zu Buche stand. Youngster Andi Dick musste sich an Brett 8 mit einem IM
auseinander setzen. Er opferte mutig einen Bauern, bekam ihn zurück, doch das
folgende Endspiel ging verloren. In Bestbesetzung hätte der SC die erste
Niederlage vermutlich vermeiden können.
4:4 für Team II
Etwas besser erging es der „Zweiten“, die bei Angstgegner
DJK-SV Schaibing ein 4:4 erreichte. Der SC Bayerwald
II hat nun 6:2 Punkte, ist weiter ungeschlagen und Zweiter in der Bezirksliga
Ost. Nach knapp zwei Stunden fuhr Reiner Bergmann an Brett 3 nach
unspektakulärer Partie das 1:0 ein. Peter Spranger (Brett 6) büßte frühzeitig
die Qualität ein und kam nicht mehr auf die Beine. Bernd Benicke (Brett 2)
sorgte für den Ausgleich. Er hätte kurz nach der Zeitkontrolle im 40. Zug
weiteres Material gewonnen, was seinen Gegner zur Aufgabe veranlasste. Werner Orzol (Brett 5) verbuchte ein Unentschieden nach
Bauernendspiel mit ungleichfarbigen Läufern.
Auch an Brett 8 gab es keinen Sieger. Thomas Petraschka besaß einen materiellen Vorteil (Läufer gegen
zwei Bauern), doch zum Sieg langte es nicht. Nach über vier Stunden rang Thomas
Pledl (Brett 6) seinen Gegenüber nieder Bei der
Bauern-Umwandlung in eine Dame war der SCler etwas
schneller.
Siegeshoffnungen keimten auf, als die Partie am
Spitzenbrett zwischen Herbert Palmi und Johann Wandl
nach ausgeglichenem Bauern-Finale mit Unentschieden endete. Beim Stande von 4:3
für den SC hatte Stefan Bauer (Brett 4) bereits einen Figurenvorteil erobert.
Doch dann übersah er einen Zug seines Gegners, bei dem dieser Dame und König
gleichzeitig angriff und der SCler den Kürzeren zog.