Die Schachstrategen des SC Bayerwald
trauern einem verschenkten Punkt nach



4:4 gegen Pang-Rosenheim - Sechs Unentschieden - „Zweite“ fertigt Freyung mit 6,5:1,5 ab



Regen (ps). Der Schachklub SC Bayerwald Regen/Zwiesel befindet sich weiterhin im Aufwind. Obwohl die I . Mannschaft erneut aufgestiegen war und die „Zweite“ in der vorigen Saison nach allgemeiner Einschätzung am oberen Limit gespielt hat, sind beide Teams in der laufenden Saison noch ungeschlagen.
Die „Erste“ erwartete mit der SG Pang-Rosenheim eine stark eingeschätzte Regionalliga-Truppe, doch die Bayerwaldler trotzten dem Favoriten immerhin ein 4:4 ab. Dabei endeten sechs der acht Begegnungen mit einem Unentschieden, lediglich Miloslav Netusil gewann, während Ludwig Bielmeier unterlag.
Zum Spielverlauf: Einmal mehr war die Partie auf Brett 1 zuerst zu Ende. IM Petr Spacek und sein Gegner Günther Waschinger hatten gegenläufig rochiert, wobei der Angriff des Rosenheimers, der mit Weiß spielte, gefährlicher aussah. Spacek willigte dankend in das Remis ein. An Brett 8 riskierte Bernd Benicke diesmal nichts und einigte sich mit Robert Heigermoser in ausgeglichener Stellung auf eine Punkteteilung. Vlastimil Vodicka (Brett 5) erspielte sich zwar gegen Markus Meingast kurzfristig einen Bauernvorsprung, doch der fand Kompensation dafür und das Endspiel verlief ausgeglichen. Auch Michael Müller (Brett 6), zuletzt sehr erfolgreich, fand in der Verteidigung seines Widerparts Gerhard Rosner keine Schwächen und remisierte.
FM Miloslav Netusil dagegen landete einen vollen Punktgewinn, nachdem er einen groben Schnitzer von Robert Vogel unnachsichtig bestrafte. Wechselhaft verlief die Partie von Roland Knechtel (Brett 2) gegen Marco Baldauf. Der SCler verbuchte zunächst Vorteile, musste dann aber zwei Bauern hergeben und rettete sich nur wegen seiner aktiver postierten Dame ins Remis. Auch an Brett 4 stand Ludwig Bielmeier gegen Herbert Wimmer eigentlich besser, doch das Drama nahm seinen Lauf, als beide in Zeitnot gerieten und Bielmeier ein Fehler unterlief, der ihm einen Springer kostete. Der SCler musste danach die Segel streichen. Nicht ganz so schlimm erging es Armin Zepke (Brett 7) gegen Georg Lindenberg. Er sah ebenfalls schon wie der Sieger aus, ehe er in Zeitnot nicht mehr die besten Züge fand und schließlich mit einem Remis zufrieden sein musste.
Vor der Partie wären die Bayerwaldler mit einem 4:4 gegen Rosenheim zufrieden gewesen. Nach der Partie sprachen die Schachstrategen angesichts der vielen verpassten Chancen von einem verlorenen Punkt.
Leichter tat sich die II. Mannschaft im Heimspiel gegen den TV Freyung in der Bezirksliga Ost. Dazu trug nicht zuletzt der Gegner bei, der nur mit sechs Aktiven antrat, so dass Werner Orzol (Brett 5) und Thomas Petraschka (Brett 8) zu kampflosen Siegen kamen. Volle Punkte steuerten Herbert Palmi (2), Stefan Bauer (4), Peter Spranger (6) und Thomas Pledl (7) bei. Reiner Bergmann an Brett 3 kam zu einem Remis. Ausgerechnet „Geburtstagskind“ Andreas Dick ging am Spitzenbrett leer aus. Er musste sich trotz zäher Gegenwehr geschlagen geben. Aber auch die II. Mannschaft befindet sich nach diesem erneuten Sieg weiterhin im Soll.

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