Schachklub darf im Jubiläumsjahr den vorzeitigen Landesliga-Aufstieg bejubeln


I. Mannschaft des SC Bayerwald bringt Titel mit einem 5:3 in Trostberg unter Dach und Fach



Regen (ps). Seit 40 Jahren besteht der Schachklub Bayerwald Regen-Zwiesel - und im Jubiläumsjahr ist der größte sportliche Erfolg der Vereinsgeschichte gelungen. Die I. Mannschaft machte am vorletzten Spieltag durch ein 5:3 beim TSV Trostberg das Meisterstück in der Regionalliga Süd/Ost und den Aufstieg in die Landesliga perfekt.
Dem Team glückte damit der Durchmarsch Bezirks-, Niederbayern-, Regional- und nun Landesliga. Die II. Mannschaft kann es auch noch schaffen: Sie wahrte nach einem hart erkämpften 4:4 beim Titel-Topfavoriten SC Vilshofen ihre Chancen auf ein Entscheidungsspiel um den Aufstieg.
Die „Erste“ führte in Trostberg gleich mit 1:0. Der Gastgeber bot nur sieben Spieler auf, so dass Michael Müller zu einem kampflosen Punktgewinn kam. Am Spitzenbrett saßen sich die beiden besten Akteure der Regionalliga gegenüber. Wie oft bei solchen Spitzenduellen, einigten sich Jan Michalek und Huch schon nach der Eröffnung auf ein Remis, da sich keiner auch nur einen kleinen Vorteil herausgearbeite hatte. Der zweite internationale Meister (IM) beim SC Bayerwald, Petr Spacek, musste hart kämpfen, um in einem verzwickten Endspiel mit gefährlichen Mattdrohungen des Trostbergers wenigstens ein Remis zu halten.
Dafür kam der dritte Tscheche in den SC-Reihen zu einem klaren Sieg. Vlastimil Vodicka zeigte mit den weißen Steinen gekonnt auf, wie eine königsindische Verteidigung auseinander genommen werden kann. Roland Knechtel wählte ein Springeropfer, doch der anschließende Angriff schlug fehl, so dass er unterlag. Die Partien von Ludwig Bielmeier und Bernd Benicke verliefen diesmal ohne Höhepunkte, beide spielten Unentschieden. Den entscheidenden Punkt zu holen - das blieb Armin Zepke vorbehalten, der in der längsten Partie seinen Trostberger Rivalen noch in die Knie zwang. Da Verfolger SC Starnberg über ein 4:4 nicht hinauskam, bedeutete der Sieg des SC Bayerwald bereits am vorletzten Spieltag die Meisterschaft.


Nach 4:4: „Zweite“
hofft auf Stichkampf


Die II. Mannschaft absolvierte das vorentscheidende Spiel in der Bezirksliga Ost beim hoch gehandelten Favoriten SC Vilshofen. Der Sieger dieser Partie hätte den Meistersekt kaltstellen können. Für Bayerwald II begann das Match nicht gerade verheißungsvoll. Peter Spranger (Brett 4) bot eine katastrophale Leistung, stellte unbedrängt einen Springer ein und verlor. Auch Corinna Hamberger (3) geriet immer mehr in die Defensive und in Zeitnot; schließlich ging auch ihre Partie in die Binsen.
Dann allerdings schlug die Stunde der Bayerwäldler. Herbert Palmi (2) nutzte ein Endspiel mit einem Mehrbauern souverän zum Sieg, bei Max Hannes (8) standen in einem Springer-Endspiel sogar zwei Mehrbauern auf dem Brett. Andreas Dick verschaffte sich am Spitzenbrett nach feinem Läuferopfer einen Qualitätsvorteil und einen Bauern mehr - der Rest war kein Problem mehr.
Thomas Pledl (5) konnte einen gegnerischen Freibauern nicht mehr aufhalten und so hieß es 3:3. Die favorisierten Vilshofener hatten anscheinend die größeren Bedenken, denn für die beiden noch laufenden Partien von Dr. Norbert Böhm (6) und Werner Orzol (7) machten sie gleichzeitig Remis-Angebote. Die SCler willigten ein und so stand das 4:4-Unentschieden fest.
Zum Saisonfinale am Samstag, 9. April, erwartet die „Zweite“ im Vereinslokal Germania den TSV Waldkirchen II. Mit einem Sieg würde sich das Team einen Stichkampf um den Aufstieg in die Niederbayernliga sichern. Tags darauf folgt an gleicher Stätte der „Meisterschaulauf“ der Ersten. Nach dem Spiel findet ein Ehrenabend des Vereins zum 40-jährigen Bestehen statt. Mit Mitgliedern und geladenen Gästen soll gefeiert werden - und dazu gibt es genug Gründe beim Schachklub.

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