Regen (ps). Schwerer als erwartet taten sich die Schachstrategen des SC Bayerwald. Das Regionalliga-Team gewann das Niederbayern-Derby gegen den SK Landshut mit 5:3, die »Zweite« rang das überraschend starke Schlusslicht DJK Haselbach II mit 4,5:3,5 nieder.
   Trotz des 5:3-Erfolges musste die »Erste« Rang eins zumindest vorerst an den punktgleichen TV Tegernsee abgeben, der deutlicher gewann und daher einen halben Brettpunkt mehr auf dem Konto hat.
   Als stärkste Punktesammler in den Reihen des SC Bayerwald entpuppen sich die beiden internationalen Meister (IM) aus Tschechien, Jan Michalek und Petr Spacek. Beide überzeugten erneut durch umsichtiges Positionsspiel, gegen das für die Landshuter kein Kraut gewachsen war. Am Spitzenbrett saßen sich IM Peter Petran und der Landshuter FM Wolfgang Schmidt gegenüber. Petran wählte die massive Caro-Kann-Verteidigung, ließ sich auch durch ein Springeropfer des Kontrahenten nicht aus der Ruhe bringen und wickelte ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern zum Remis ab.


Gegner in Zeitnot


    Vlastimil Vodicka erreichte mit den weißen Figuren »nur« ein Remis, wobei er zu zahm agierte. Roland Knechtel und Michael Müller konnten sich ein bisschen wie »Hans im Glück« fühlen. Ihre führenden Gegner gerieten in Zeitnot, machten Fehler, und Knechtel und Müller kamen zu überraschenden Siegen. Niederlagen kassierten hingegen Ludwig Bielmeier, der sich nie aus dem gegnerischen Angriffsdruck befreien konnte, und Bernd Benicke, der insgesamt zu passiv spielte.
   Am Sonntag muss der SC Bayerwald beim Tabellenvierten SC Pang-Rosenheim antreten - keine leichte Aufgabe, aber eine Partie, die gewonnen werden muss, um die Titelchancen zu wahren.
   Die II. Mannschaft kam in der Heimpartie der Bezirksliga Ost gegen Schlusslicht DJK Haselbach II zu einem schmeichelhaften 4,5:3,5. Dabei war Haselbach nur mit sieben Aktiven angereist, so dass Werner Orzol an Brett 8 zu einem kampflosen Punkt kam. Doch das gab nicht die erhoffte Sicherheit. Herbert Palmi (Brett 2) setzte zu einem stürmischen Angriff an, doch nach Damentausch sprang nur ein Remis heraus. Für Andreas Dick am Spitzenbrett reichte es ebenfalls nur zur Punkteteilung nach verzwicktem Läufer-Endspiel. Der 2:2-Ausgleich war fällig, als Reiner Bergmann in klar besserer Stellung ein grober Schnitzer unterlief.


Pledl sichert Sieg


    Ein sicherer Sieg von Armin Zepke (Brett 3) bedeutete die erneute Führung für den SC Bayerwald. Peter Spranger (Brett 6) einigte sich nach abwechslungsreicher Partie auf Remis. Den Sieg sicherte Thomas Pledl (Brett 7), der zuerst unter Druck stand, doch dann die Vorteile gegen den in Zeitnot gekommenen Kontrahenten eiskalt ausnutzte. Da fiel es nicht mehr ins Gewicht, dass Corinna Hamberger (Brett 5) eine Falle übersah und auf die Verliererstraße geriet.
   Die »Zweite« des SC Bayerwald wird sich steigern müssen, wenn sie am heutigen Samstag in Pocking bestehen will.

 

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