Denksportler des SC Bayerwald schaffen den Durchmarsch in die Regionalliga

„Erste“ des Schachclubs überlegener Meister - Reserve bleibt als Achter in der Bezirksliga

Regen (ps). Für den Schachclub Bayerwald ging eine überaus erfolgreiche Saison zu Ende. Die I. Mannschaft besiegte am letzten Spieltag der Niederbayernliga den ESV Pocking mit 7,5:0,5 und blieb damit im 19. Spiel in Folge ungeschlagen. Damit machte das Team den Durchmarsch von der Bezirks- über die Niederbayern- in die Regionalliga perfekt. Die II. Mannschaft verlor zwar an eigenen Brettern gegen den Meister der Bezirksliga Ost, DJK-Schachfreunde Haselbach, mit 1,5:6,5, hat aber dennoch den Klassenerhalt knapp geschafft.
Die "Erste" bekam auch ohne die Internationalen Meister aus Tschechien beim Schlusslicht Pocking keine Probleme, zumal der Gastgeber im eigenen Spiellokal nur sechs Aktive aufbot. So kamen Thomas Pledl und Corinna Hamberger an den hinteren Brettern zu kampflosen Punktgewinnen. Nach mehreren Fehlern seines Gegners sorgte Andreas Dick an Brett 6 für den nächsten Sieg.
Herbert Palmi, der diesmal an Brett 2 spielte, einigte sich nach einer ruhig verlaufenen Partie auf ein Remis - dies blieb die einzige Punkteteilung. Rainer Bergmann an Brett 5 konterte einen Angriff mit Läufergewinn und sicherte frühzeitig den Mannschaftssieg. Doch auch die drei längsten Partien gingen an die Denksportler aus dem Bayerwald.
Bernd Benicke an Brett 4 demonstrierte einmal mehr seine Endspielstärke nach einigen eroberten Bauern. Am Spitzenbrett trieb Michael Müller zwei Bauern so weit nach vorne, dass der König des Pockingers in ein Mattnetz geriet. Auch für Armin Zepke war der Sieg nach einem Damengewinn nur noch Formsache.
Der SC Bayerwald hat nunmehr die Saison in der Niederbayernliga mit 18:0 Zählern und 50 Brettpunkten als überlegener Meister abgeschlossen. Lediglich Deggendorf hielt bei drei Zählern Rückstand einigermaßen mit; der SK Passau II auf Rang drei wies bereits acht Minuspunkte auf.
Für die II. Mannschaft gab es im Spiel gegen Bezirksliga-Meister DJK Haselbach nichts zu holen, zumal die Regener das Spitzenbrett wegen Spielermangels frei lassen mussten. Nach knapp einer Stunde remisierte Stefan Bauer an Brett 3. Bald darauf musste Werner Schäfer (Brett 8) nach einer Springergabel gegen seine beiden Türme die Segel streichen. Auch Max Hannes hatte an Brett 2 im Endspiel keine Möglichkeit mehr, den Mattangriff zu parieren. Ebenso geriet Peter Spranger an Brett 4 am Königsflügel immer mehr unter Druck; auch er musste passen.
Die Partie an Brett 6 von Stanislaw Lesiak ging verloren, nachdem er eine Figur eingestellt hatte. Dann gab es noch zwei Unentschieden: Werner Orzol besaß an Brett 5 sogar eine Gewinnchance, doch er fand den Sieg bringenden Zug nicht und erreichte in einem Bauernendspiel eine Punkteteilung. Seinen ersten Einsatz für das Team des SC Bayerwald genoss Gyula Bitto und lieferte gleich die längste Partie des Tages ab, die in einer zementierten Endspielstellung ebenfalls mit einem Remis endete.
Mit 6:12 Punkten und 27 Brettpunkten landete der SC Bayerwald II in der Abschlusstabelle auf dem 8. Platz, der gerade noch zum Klassenerhalt genügte.

 

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