Für ihren 15. Sieg in Serie müssen sich die Schachspieler mächtig ins Zeug legen

Nach 1:3-Rückstand ein 4,5:3,5 gegen Landshut II - „Zweite“ verliert mit gleichem Ergebnis

Regen (ps). Die beiden jüngsten Heimspiele des SC Bayerwald Regen-Zwiesel endeten beide mit 4,5:3,5. Für die "Erste" reichte dieses Ergebnis gegen den SK Landshut II zum 15. Sieg in Folge. Zugleich verteidigte die Mannschaft als Aufsteiger den ersten Platz in der Niederbayernliga.
Die "Zweite" musste sich dagegen Castra Batava Passau mit diesem Resultat unglücklich geschlagen geben und steckt mitten im Abstiegskampf der Bezirksliga Ost.
Die Erfolgsserie von Team I hing jedoch am seidenen Faden. Erst nach dramatischem Verlauf wurden die Gäste aus Landshut knapp nieder gerungen. Dabei hatte das Match mit einer schnellen SC-Führung durch IM Jan Michalek am Spitzenbrett begonnen. Sein Gegner fand keinerlei Mittel gegen die Kombinationen des tschechischen Spitzenspielers.
Dann aber folgten die Schocks fast im Minutentakt, so dass es plötzlich 1:3 hieß. Bernd Benicke an Brett 6 gewann zwar in der Eröffnung die Qualität und einen Bauern seines Gegners. Er sah wie der sichere Sieger aus, aber dann kippte die Partie. Auch Corinna Hamberger an Brett 8, die erstmals in der Saison zum Einsatz kam, hielt anfangs gut mit, doch im Mittelspiel fand sie keine Abwehr gegen die ständigen Mattdrohungen des Landshuters. An Brett 7 wurde schließlich noch Andreas Dick nach einem Turmopfer seines Gegners Matt gesetzt.
Michael Müller sorgte an Brett 4 für den 2:3-Anschluss, nachdem ihm ein feiner Bauerngewinn gelang, den er mit sehr genauen Zügen zum Sieg führte. Auch IM Petr Spacek an Brett 2 stellte seine Klasse unter Beweis, als er eine lange Zeit ausgeglichene Partie in minimale Stellungsvorteile ummünzte und nach einem Bauerndurchbruch für sich entschied.
An Brett 5 sah sich Herbert Palmi einem vehementen Angriff seines Landshuter Kontrahenten gegenüber, verteidigte aber mit findigen Zügen und danach reichte der Figurenvorsprung zum Sieg. Somit genügte Vlastimil Vodicka an Brett 3 ein Remis zum Gesamterfolg. Sein Gegner musste in leicht besserer Stellung für Vodicka in diese Punkteteilung einwilligen.
Die II. Mannschaft geriet gegen Castra Batava Passau schnell mit 0:1 in Rückstand, als der Grippe geschwächte Thomas Pledl (Brett 3) nach etwa einer Stunde aufgab. Es folgten Remispartien an den Spitzenbrettern durch Rainer Bergmann (1) und Max Hannes (2). Beide hatten sich mit ihren Gegnern im Mittelspiel neutralisiert. Ein Unentschieden erreichte auch Peter Spranger an Brett 5, der sich in etwas besserer Stellung mit der Punkteteilung begnügte, ohne den letzten Kampfgeist gezeigt zu haben. Doch zu diesem Zeitpunkt durfte der SC noch auf die anderen Bretter hoffen.
Dann aber verlor Karel Golbik an Brett 8 durch Zeitüberschreitung. Er hatte bei klaren materiellen Vorteile nicht auf die Uhr geachtet. Auch alle Versuche seiner Mannschaftskameraden, ihn auf die Zeitnot aufmerksam zu machen und zu schnellerem Spiel anzuhalten, schlug Golbik in den Wind. Stanislaw Lesiak verbuchte an Brett 7 ebenfalls Vorteile, doch den Gewinn bringenden Zug fand er nicht und musste sich mit einem Remis begnügen.
Nur Werner Orzig an Brett 6 gelang es - trotz eines Bauernverlustes in der Eröffnung - seinen jugendlichen Gegner an die Wand zu spielen. Beim Stande von 3:4 musste Stefan Bauer an Brett 4 gewinnen, um die Niederlage abzuwenden. Nach einem bravourösen Kampf über vier Stunden sprang aber nur ein Remis heraus. Alle Versuche Bauers, sich einen Vorteil zu erarbeiten, wurden pariert.
Am zweiten Februar-Wochenende sind beide Mannschaften wieder im Einsatz. Die "Erste" spielt am Sonntag, 9. Februar, in Vilshofen, die II. Mannschaft muss schon am Samstag beim ESV Pocking II an die Bretter.

 

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