von
Stiffy
*gähn* ~Man bin ich müde... wieso muss die Sonne mich auch immer
wecken? Ich hab
doch so kurz geschlafen... naja, wenigstens hat mein Wecker noch nicht
geklingelt... scheint als könne ich noch etwas weiter schlafen~ Langsam
dreh ich
mich auf die Seite und öffne die Augen. ~Shit ist das hell~ Sofort schließe
ich
meine Augen wieder. Vorsichtig beginne ich zu blinzeln. Nach und nach gewöhnen
sich meine Augen an das grelle Licht. Ich schaue zum Wecker ~Scheiße~
Mit einem
Satz stehe ich neben meinem Bett ~Mist... Mist... Mist... Warum muss ich auch
immer verschlafen?~ Es ist schon halb Acht, in zehn Minuten muss ich in der
Schule sein. Schnell ins Bad, waschen, anziehen. Dann in die Küche. Dort
nehme
ich mir schnell mein Brot und renne los zur Schule. ~Shit... wieso muss ich
auch
immer so lang aufbleiben? Aber letzte Nacht hatte es einen guten Grund~ Bei
dem
Gedanken beginne ich zu lächeln.
Ich hatte mir etwas im Fernsehen angesehen. Es lief eine Live-Übertragung
eines
Konzertes von Yamato und seiner Band... den Teenage Wolves. Wie ich Matt doch
vermisse. Seit 3 Monaten ist er jetzt schon auf Welttournee. Er ist nach der
10.
Klasse, im Gegensatz zu mir, nicht weiter zur Schule gegangen. Als ich das
erfuhr war ich traurig... Ich musste also auf eine neue Schule... ohne meinen
besten Freund. Ja, Matt ist mein allerbester Freund. Doch das war er nicht
immer...
Vor acht Jahren kamen wir zusammen in eine Klasse. Seit dem ersten Tag, nein
seit der ersten Sekunde, haben wir uns gehasst. Warum? Weiß nicht, dafür
gab's
eigentlich keinen Anlass. Immer wieder haben wir uns gestritten und gegenseitig
beleidigt. Unsere Klassenkameraden verdrehten dann immer genervt die Augen.
Ziemlich schnell gaben sie es auf uns beruhigen zu wollen. Auch die Versuche
uns
miteinander anzufreunden wurden bald abgestellt. Sie ließen uns streiten.
Nie
waren wir einer Meinung und als das erste gemeinsame Schuljahr rum war, konnten
wir froh sein, dass wir uns nicht gegenseitig erwürgt hatten. Ich glaube
wir
waren beide erleichtert - Endlich große Ferien, endlich einige Wochen
ohne den
Feind ertragen zu müssen. Ich weiß noch genau wie froh ich war ihn
nicht sehen
zu müssen.
Als meine Mutter mir sagte, ich solle in ein Ferienlager, war ich zuerst
begeistert, doch als ich herausfand, dass Yamato auch da war, verschwand meine
Begeisterung sofort. Na toll... jetzt durfte ich ihn auch noch in den Ferien
ertragen. Ich glaube er war genauso wenig glücklich mich zu sehen. Gleich
begannen unsere Streitereien wieder.
Einmal machte ich einen Ausflug mit einigen anderen aus dem Ferienlager.
Matt war auch dabei und sein kleiner Bruder Takeru, genannt TK. Den fand ich
eigentlich ganz süß, er hätte zu meiner kleinen Schwester Hikari,
genannt Kari,
gepasst. Beide waren etwa im gleichen Alter, doch Kari war leider nicht mit
im
Ferienlager. Außerdem kamen noch Koushiro, genannt Izzy, Joe, Sora und
Mimi mit.
Mit Sora habe ich mich damals sofort gut verstanden. Sie war in meinem Alter
und
außerdem kannte ich sie schon, da sie auch in meiner Klasse war. Nur bis
dahin
hatte ich keinen großen Kontakt zu ihr. Es stellte sich heraus, dass sie
genau
wie ich gern Fußball spielt. Mimi kam mir zunächst sehr eingebildet
vor, so ein
richtiges verwöhntes Kind, aber es stellte sich schnell heraus, dass das
nicht
unbedingt stimmte. Izzy tippte fast nur auf seinem Laptop rum und mit Joe hatte
ich sowieso nicht viel zu tun.
Und dann war da wie gesagt Yamato. Es gab eine einzige Sache, die ich an ihm
mochte - schon damals. Es waren seine Augen. Dieses tiefe Blau. TK hatte die
gleichen blauen Augen. Man kann genau sehen, dass sie Brüder sind. Matt
liebt
seinen Bruder über alles. Sobald es TK mal schlecht geht, war Matt sofort
zur
Stelle. Es war echt rührend, wie er sich um seinen kleinen Bruder kümmerte.
Sonst war Matt aber eher verschlossen. Ich fand ihn schrecklich langweilig und
viel zu cool. Immer wollte er recht haben und er ließ niemanden an sich
heran,
ausser vielleicht TK. Er tat immer so, als hätte er keine Probleme und
erst
recht keine Gefühle. Später erfuhr ich, dass ihre Eltern geschieden
sind und TK
und Matt sich daher nicht oft sehen. Als ich das noch nicht wusste, wunderte
es
mich sehr, wie Matt und TK doch aneinander hingen und wie glücklich sie
waren
zusammen im Ferienlager zu sein. Klar, ich hänge auch an Kari, aber Matt
kam mir
erst etwas extrem vor. Naja, wenn ich früher gewusst hätte, wie wenig
sie sich
treffen konnten, hätte ich Matt vielleicht besser verstehen können.
Jedenfalls machten wir damals diesen Ausflug. An diesem Tag erfuhren wir, dass
wir Digiritter sind. Ich wurde zum Anführer gewählt. Darauf war ich
sehr stolz.
Ich glaube, Matt wäre auch gerne der Anführer gewesen. Fast immer
meckerte er an
meinen Einfällen und Entschlüssen herum. Dadurch bekamen wir ziemlich
oft
Streit, was ja nichts neues bei uns war.
Dann einmal wurden wir auf der Fileinsel getrennt. Agumon und ich fanden Gabumon
und Yamato auf der Schneeinsel wieder. Wir waren beide nicht sehr begeistert
allein auf der Insel zu sein. Matt machte sich Sorgen um TK, was ich damals
ja
noch nicht so richtig verstand. Langsam nervte er mich damit - klar, ich wollte
TK und die anderen auch wieder finden, aber Matt machte sich meiner Meinung
nach
zu viele Sorgen. Schließlich hatte TK ja auch noch Patamon. Matt und ich
bekamen
mal wieder Streit. Wir schrien rum und kloppten uns, während wir im Schnee
immer
näher zum Abgrund rollten. Plötzlich begann Matt zu weinen. Ich lag
gerade oben
auf und hatte meine Faust schon zum nächsten Schlag gehoben. Langsam ließ
ich
sie wieder sinken und starrte Matt an. Es war das erste mal, dass ich ihn weinen
sah. Ich hatte zwar immer noch Wut auf ihn, aber ich konnte nicht mehr
zuschlagen. Irgendwie tat Matt mir total leid. Auf einmal brach der Schnee unter
uns ein. Ich konnte mich noch irgendwo festhalten. In der anderen Hand hatte
ich
die von Matt. Auf keinen Fall wollte ich ihn los lassen, schließlich war
ich als
Anführer für alle, und so auch für ihn, verantwortlich. Ich hätte
ihn aber auch
so nicht los gelassen, da...
"Tai... kannst du mir bitte die Antwort sagen?" Das ist meine Lehrerin.
Ich
sitze mittlerweile in der Schule, leider habe ich nicht sonderlich viel
aufgepasst. Am liebsten würde ich sie verfluchen. "Ähm... ich
weiß es nicht" Die
ganze Klasse beginnt zu kichern. ~Scheiße, warum muss ich auch ausgerechnet
jetzt nur noch an früher denken?... besser ich passe jetzt etwas auf...~
~So... endlich zu Hause... man wie Lehrer nerven können~ Erleichtert lasse
ich
mich aufs Bett fallen. Zum Glück sind meine Eltern heute nicht da und Kari
ist
bei TK. Seit wir in der Digiwelt waren, verstehen die beiden sich super. Kari
ist heimlich in TK verliebt, hat sie mir mal gestanden, und ich glaube ihm
geht's nicht anders... das merkt man. Nur leider sind beide zu schüchtern
sich
ihre Liebe zu gestehen... Naja irgendwann wird's mal klappen. Apropos
Digiwelt... wo war ich denn vorhin noch mal? Ach ja...
Als Matt, Gabumon, Agumon und ich die anderen endlich wieder fanden, waren wir
sehr erleichtert. Irgendwann fanden wir heraus, dass Kari der 8. Digiritter
ist.
Sie freundete sich sehr schnell mit TK an. Irgendwie schaffte es die beiden,
dass Yamato und ich uns nicht mehr so oft stritten. Gehasst haben wir uns zwar
immer noch, haben aber versucht den anderen weit möglichst zu ignorieren...
Kari
und TK zu liebe.
Einmal mussten wir gegen ein Mega-Level-Digimon kämpfen. Da aber keines
unser
Digimon auf dem Mega-Level war, kamen die anderen auf eine Idee. Angemon und
Angewomon sollten ihre Liebespfeile auf Matt und mich abschießen. Da wir
beide
TK und Kari als ihre Geschwister am nächsten stehen, wurden eben, zu unsrem
Ärger genau wir beide ausgesucht. Ich weiß nicht mehr wie es dazu
kam, aber
Yamato und ich standen Hand in Hand vor den beiden Digimon. Irgendwie kam da
ein
Gefühl in mir hoch. Ich hatte das Gefühl nicht allein zu sein, obwohl
es eben
mein Feind war, der da neben mir stand und meine Hand hielt, es war angenehm.
Matt gab zu, dass er Angst hat. Ich war sehr verwundert, da er das sonst nie
aussprach und als ich ihm sagte, ich habe auch Angst, was ja auch stimmte,
schaute er mich überrascht an. Damit hatte er wohl nicht gerechnet, dass
ich der
Anführer, der Träger des Wappen des Mutes Angst hatte. Ach stimmt,
das hab ich
noch nicht erzählt...
Wir Digiritter haben alle Wappen... Kari das des Lichtes, Takeru das der
Hoffnung, Sora das der Liebe, Mimi das der Aufrichtigkeit, Koushiro das des
Wissens und Joe das der Zuverlässigkeit. Ich finde, bei ihnen trifft es
zu, aber
natürlich haben auch Matt und ich Wappen. Bei uns beiden war ich nicht
so sicher
ob sie passten, aber ich behielt es für mich. Ich hatte das Wappen des
Mutes,
wie schon erwähnt. Ich bin mir noch heute nicht sicher warum ich es habe.
So
mutig bin ich nämlich wirklich nicht. Ich tue zwar gern so, aber eigentlich
hab
ich oft Angst. So nun zu Matt... Er hatte das Wappen der Freundschaft. Früher
fand ich überhaupt nicht, dass es passte. Denn zu wem war er denn schon
Freund?
Zu sich und zu... eigentlich nur noch zu TK, sonst zu niemanden so richtig.
Ich
glaube er wollte auch gar keine Freunde haben. Warum, das blieb mir ein Rätsel.
Also ich fand er sollte ein anderes Wappen haben... bis zu diesem Tag.
Als er meine Hand hielt, spürte ich noch durch die Handschuhe die Wärme,
die von
ihm ausging. Auf einmal hatte ich das Gefühl das Wappen der Freundschaft
passt
zu ihm, denn dieser Händedruck war keinesfalls der eines Feindes. Der Griff
war
freundschaftlich. Ob Matt das realisierte oder gar beabsichtigte wusste ich
nicht, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, irgendwann würden wir
uns nicht mehr
so oft streiten und vielleicht sogar miteinander anfreunden. Ok, ich war zwar
nicht allzu begeistert bei dem Gedanken, da er ja immer noch mein Feinde war,
aber ich freundete mich ganz langsam mit dem Gedanken an.
Nachdem Angemon und Angewomon ihre Pfeile auf uns losgeschossen hatten,
digitierten Agumon und Gabumon auf das Mega-Level. Wir besiegten das Gegnerische
Digimon. Das war das erste mal, dass Matt und ich nett zueinander waren. Wir
freuten uns total das Digimon gemeinsam besiegt zu haben.
Dann irgendwann ging Yamato von der Gruppe weg. Etwas später kam er wieder
und
forderte mich zu einem Kampf heraus. Irgendwie war ich traurig. Ich dachte doch
er würde sich endlich mit mir anfreunden und dann kämpft er gegen
mich. Ich war
zwar nicht begeistert und verstehen konnte ich ihn auch nicht, doch ich kämpfte
gegen ihn. Da kam ein Digimon und erklärte uns, warum wir Digiritter sind.
Danach verschwand Matt wieder. Eigentlich fand ich es schade, obwohl ich sauer
auf ihn war. Ich konnte nicht verstehen was in ihm vorging, aber ich hätte
es
gerne. Vielleicht hätten wir ihm helfen können.
Zum Glück fanden wir ihn irgendwann wieder und wir besiegten noch einige
Digimon.
Nach den Abenteuern in der Digiwelt waren Matt und ich nicht mehr solche
Streithähne wie früher. In den nächsten Monaten verstanden wir
uns dann immer
besser. Als dann die Abenteuer der zweiten Generation Digiritter vorbei waren,
wurden wir richtig gute Freunde und mittlerweile in Matt mein aller bester
Freund.
Wie schon gesagt, fand ich Yamato früher langweilig und zu cool, aber heute
weiß
ich, dass er das alles nur nach aussen hin vorgibt. Das hängt mit der Scheidung
seiner Eltern zusammen, er hat einfach Angst wieder verletzt zu werden. Ich
bin
froh, dass er sich mir geöffnet hat, so kann ich ihm wenigstens etwas helfen.
Eigentlich ist Matt einer der sensibelsten und verletzlichsten Menschen, die
ich
kenne. Sobald mich etwas bedrückt merkt er es und versucht mich aufzumuntern.
Ich bin echt froh ihn zum Freund zu haben. Wir reden oft stundenlang über
belangloses Zeug und vergessen ganz die Zeit. Er ist der einzige Mensch, vor
dem
ich keine Geheimnisse habe und ich habe das Gefühl auch er verrät
mir alles. Ich
weiß Sachen über ihn, die er sonst niemanden erzählen würde.
Nie langweilt er
mich, auch wenn er mit jedem auch noch so kleinen Problem zu mir kommt. Ich
helfe ihm gerne. Dafür revanchiert er sich dann, wenn ich mal meine Depri-Phase
habe. Deswegen war ich auch so traurig, als ich erfuhr, dass er nicht weiter
zur
Schule geht. Als er mir dann noch erzählte, dass er auf Welttournee mit
seiner
Band geht, wäre ich fast umgekippt. Stimmt, das hab ich auch noch nicht
erzählt.
Seit unseren Abenteuern in der Digiwelt spielt Matt in einer Band. Sie heißt
Teenage Wolves und Matt ist der Sänger. Zudem spielt er noch Gitarre.
Mittlerweile ist diese Band eine der beliebtesten in Japan und auch in Amerika
und Europa bekannt. Für Matt ist das wichtigste im Leben seine Musik. Einmal
hat
er zu mir gesagt wie frei und wohl er sich fühlt wenn er Gitarre oder
Mundharmonika spielt. Dann vergesse er alles um sich herum. Mir geht es genauso,
wenn ich seine Musik höre. Er hat mir schon oft neue Lieder von sich
vorgespielt, bei denen er nicht wusste, ob er sie der Band als neue Lieder
vorschlagen solle. Ich liebe seine Musik und bin einer seiner stärksten
Kritiker. Manchmal sitzen wir in seinem Zimmer und werkeln an seiner neu
geschriebenen Melodie oder an einem Songtext herum. Ich höre immer genau
heraus
wie er sich fühlt. Manchmal versucht er das vor mir zu verbergen, weil
er mich
nicht nerven will, aber er hat es eigentlich noch nie geschafft. Er ist sehr
stolz auf seinen Erfolg, aber ich glaube es belastet ihn auch. Die ganzen Fans
sehen nur Yamato Ishida den perfekten Sänger, aber Yamato Ishida den Menschen
kennen eigentlich nur sehr wenige, mich eingeschlossen. Keinem fällt auf
wenn es
ihm mal schlecht geht oder er einfach keine Lust hat. Sie denken einfach: Er
ist
ein Star... Stars haben keine Probleme. Ich weiß, dass es nicht so ist.
Als ich
gestern die Live-Übertragung sah, kam Matt mir sehr verändert vor.
Irgendwie sah
er sehr traurig aus und irgend etwas schien ihn zu bedrücken. Leider konnte
ich
ihn nicht fragen was er hat, aber vielleicht war es ja nur eine kleine
Depri-Phase, die gleich wieder vorbei war. Das hoffe ich jedenfalls.
Jedenfalls erfuhr ich kurz nach Schulbeginn, dass Matt auf Welttournee geht.
Ich
freute mich zwar sehr für ihn, trotzdem war ich irgendwie traurig. Schließlich
ist Matt mein bester Freund und sehr viele andere Freunde hab ich auch nicht.
Mimi ist mittlerweile in Amerika und mit Sora haben Matt und ich uns
zerstritten. Mit Izzy und Joe hatte ich noch nie so richtig Kontakt, nach der
Digiwelt und Kari und TK sind immer zusammen irgendwo. Ich habe natürlich
noch
andere Freunde, aber auch die haben fast nie Zeit. Matt ist eben mein bester
Freund, das wäre er aber auch, wenn ich noch so viele andere Freunde hätte.
Ich
glaube auch Yamato fand es schade seine Freunde monatelang nicht zu sehen. Er
versprach mir mich öfter anzurufen. Zum Glück hat er Wort gehalten.
Die letzten
drei Monate, die er weg war, haben wir fast jeden 3. Tag telefoniert. Immer
stundenlang. Ich hätte nie gedacht, dass man so lang telefonieren kann.
Das
machen doch sonst nur Mädchen. Apropos Mädchen: Ich hatte erst einmal
ne
Freundin. Es war Sora. Vor vier Jahren war ich mal in sie verliebt, dachte ich
zumindest. Immer erzählte sie mir, wie sehr sie mich doch liebt und dann
erzählte sie Matt, dass er ihr Traummann sei. Das war zu der Zeit, als
Matt und
ich uns schon etwas besser verstanden.
Er sagte Sora, dass er nichts von ihr will, doch sie ließ nicht locker.
Erst
wollte Yamato mir nichts erzählen, da er nicht wollte, dass ich traurig
bin.
Aber schließlich erzählte er mir doch, mit welchen Mitteln Sora versuchte
ihn
rum zukriegen. Sofort trennte ich mich von ihr. Sora erzählte in der Schule
Matt
und ich seien schwul, aber niemand glaubte ihr. Danach zerstritten wir uns mit
ihr und seit einem halben Jahr hab ich nicht mehr mit ihr geredet. Immer wenn
ich sie sehe, schaut sie mich mit kühlem Blick an. Danach hatte ich nie
wieder
ne Freundin und auch verliebt war ich nicht. Matt hatte noch nie ne Freundin
und
ich glaube das war ihm auch nicht sehr wichtig. Mädchen waren nicht oft
ein
Thema für uns und irgendwie denke ich auch nie an Mädchen. Mittlerweile
bin ich
mir nicht mal mehr sicher, ob ich Sora je geliebt habe. Denn in den vergangen
Jahren habe ich sehr viel über die Liebe gelesen und genau das was in den
Büchern beschrieben war, habe ich noch nie erlebt...
Ich schaue aus dem Fenster. Mittlerweile ist es dunkel geworden. Ich habe gar
nicht gemerkt wie die Zeit vergangen ist. Wieder sehe ich das Konzert und Matts
trauriges Gesicht vor mir. Ich wüsste so gern was er hatte. Das Konzert
war in
New York und wurde wie gesagt Live übertragen. Es begann um 23 Uhr und
endete um
3 Uhr nachts. Dann habe ich mich hingelegt und bin eingeschlafen, und als ich
dann heute Morgen aufgewacht bin, hatte ich eben verschlafen. Zum Glück
kam ich
noch vor der Lehrerin in der Klasse an. Doch auch wenn ich Ärger abbekommen
hätte, wäre es auch nicht so schlimm gewesen, das Konzert wäre
es wert gewesen.
Ich hatte bis jetzt keine einzige Übertragung der Konzerte verpasst.
Jetzt ist es also schon drei Monate her, dass Matt weg ist. ~Langsam könnte
er
echt mal wiederkommen~ Irgendwie vermisse ich die stundenlangen Unterhaltungen
-
Da ist auch das Telefon kein Ersatz für. ~Hoffentlich ist die Tournee bald
vorbei - oder er ruft wenigstens wieder mal an.~ Das letzte Gespräch ist
nun
schon vier Tage her. Plötzlich klingelt wie auf Kommando das Telefon.
Erschrocken springe ich auf ~Man, wieso muss das Klingeln auch so laut sein?
Da
erschreckt man sich ja zu Tode~
"Taichi Yagami?" - "Hallo Tai, ich bin's Matt" unwillkürlich
muss ich grinsen.
"Hey, wenn man vom Teufel spricht, hab gerade an dich gedacht, besser gesagt
an
dein Konzert gestern" - "Du hast es gesehen?" - "Was denkst
du denn? Ich
verpasse das doch nicht... sag mal Matt?!" - "Ja?" - "Wann
ist eure Tournee
eigentlich zu Ende?" - "Kannst du neuerdings Gedanken lesen?"
- "Hä?" - "Na,
darum ruf ich an... Ich komme morgen in Tokio an und wollte fragen, ob du mich
dann abholst... würde gern mal wieder mit dir reden" ~Stop... wieso
höre ich da
einen traurigen Unterton heraus?~ "Äh, klar hol ich dich ab... ich
lass doch
meinen besten Freund nicht zurückkommen ohne ihn persönlich zu begrüßen...
wann
kommst du an?" - "Gegen 14 Uhr... Danke, dass du mich abholst... nur
sorry Tai,
ich hab jetzt keine Zeit mehr... bis morgen" - "Ok, bis morgen"
*tuttut*-
Aufgelegt. Nun hatte sich mein Wunsch also schneller erfüllt als ich gedacht
hätte. Endlich kommt Matt wieder. Langsam gehe ich in mein Zimmer. Es ist
bereits halb zwölf nachts. Schnell stell ich mir den Wecker, zieh mich
um und
leg mich hin. ~Zum Glück ist morgen Samstag~
*peeppeep* ~Was ist los? Was?... Ach so, mein Wecker... Schrottding...~ aus
Versehen werfe ich ihn runter. ~Shit~ Müde stell ich mich unter die Dusche
~Man
hab ich Kopfschmerzen... als hätt ich die halbe Nacht gesoffen~ Also ich
fertig
bin, nehme ich mir eine Aspirin und gehe in die Küche. ~Hmm... riecht nach
Spaghetti~ "Morgen Mam... gibt's Spaghetti?" - "Ja... Warum bist
du erst jetzt
wach? Es ist schon viertel vor Zwei" ~WAS???~ Erschrocken springe ich auf
und
renne Richtung Tür. ~Shit... hab ich wirklich so lang geduscht? Der Wecker
war
doch auf Zwölf gestellt und ich bin doch gleich aufgestanden~ " Sorry
Mam...
muss weg... Yamato abholen" - "Ok, will er dann nachher auch was essen?"
-
"Bestimmt... Bye"
Schnell fahre ich zum Flughafen. Angekommen erfahre ich, dass die Maschine noch
nicht da ist. ~Puh... Glück gehabt~ Erschöpft lasse ich mich auf einen
der
Plastikstühle fallen. Kurz danach sehe ich auf einer Anzeigetafel, dass
die
Maschine da ist. Langsam gehe ich in Richtung Gepäckausgabe. Und tatsächlich...
da steht Yamato und wartet, scheinbar ratlos, da er mich noch nicht entdeckt
hat. Langsam laufe ich auf ihn zu, als er mich sieht, lächelt er. Seine
Augen
strahlen.
~Oh Shit... was ist mit mir los? Mir wird so anders... Diese Augen... sie sind
so... so schön... - Oh Gott Tai... was denkst du da?~ Matt fällt mir
in die
Arme. Herumstehende Leute könnten denken wir sind schwul. ~Irgendwie kein
schlechter Gedanke... - Hallo Tai... wach auf... Das ist doch nur dein bester
Freund - Leider... - TAI!~ Immer noch habe ich meine arme um Matts schlanken
Körper geschlungen. Langsam lösen wir uns voneinander. "Hi Yama...
endlich bist
du wieder da" - "Ja endlich... ich habe dich... und das alles hier
so vermisst"
~Halt... *zurückspul* hat er gerade gesagt, dass er mich vermisst hat?
Ach...
hat bestimmt keinen besonderen Grund... schließlich ist er mein bester
Freund~
"Ich dich auch... na komm... Mein Auto steht fast direkt am Eingang"
Ich
schnappe mir einen Koffer und gehe voraus. ~Irgendwie ist das alles komisch...
Was hab ich bloß für ein komisches Gefühl im Bauch? Fast wie
ein Kribbeln...
ausserdem rast mein Herz wie verrückt... Bauchkribbeln, Herzrasen? Nein,
das
kann nicht sein... Wieso auch? Wegen Matt? - Quatsch... er ist doch ein Junge
-
trotzdem, da ist dieses Gefühl... Ausserdem hab ich es so genossen in seinen
Armen zu liegen... Shit... was ist bloß los mit mir? Ich hab mich doch
nicht
etwa - Nein, Tai du bist nicht schwul... das ist alles Einbildung - Aber er
hat
so schöne...~ "TAI ACHTUNG" *quitsch*
"Schei*e!" - "Was ist den los mit dir? Hast du nicht gesehen,
dass die Ampel auf
rot stand oder bist du Farbenblind?" - "Äh... ich war nur in
Gedanken... sorry"
- "Aha... an was hast du denn gedacht?", fragt Matt mich neugierig.
~Shit... ich
wusste das er das fragt... und was sag ich jetzt bitteschön?~ "Ähm...
nicht so
wichtig" - "An ein Mädchen?" ~Bild ich mir das nur ein,
oder klingt seine Stimme
ängstlich? - Ach Quatsch... Tai hör auf, das ist doch bloß Wunschdenken
-
Wunschdenken? Aber wieso? Wieso sollte ich mir das wünschen? - Oh man,
was ist
bloß los mit dir Tai?~ "Ähm... nee... ist echt nichts wichtiges"
Vorsichtig
schiele ich zu ihm rüber. ~Sein Gesicht... es hellt sich auf... aber wieso?~
"So... wir sind da"
Als ich die Wohnung aufschließe, ist niemand da. Auf dem Tisch liegt ein
Zettel.
Sind weg... Kari schläft bei TK.
Bis Morgen... Mama
"Achso... meine Eltern sind weg... willst du was essen Matt?" - "Klar,
gerne"
Als wir beim essen sitzen, werfe ich Matt immer wieder verstohlene Blicke zu.
Plötzlich treffen sich unsere Augen. Verwirrt schaue ich in seine ruhigen
Augen
~Gott, hat er schöne Augen... ich könnte darin versinken... scheiße,
was ist mit
mir los? Ich glaub ich hab mich doch verliebt~ Schnell starre ich auf meinen
Teller. ich merke wie mir die Röte ins Gesicht steigt. ~Du kannst doch
jetzt
nicht rot werden... scheiße... Tai lass es~
Wir haben uns einen Film angesehen, jetzt sitzen wir auf dem Sofa und reden.
"Ähm Yama?" - "Ja?" - "Du hast bei deinem Konzert
in New York so traurig
gewirkt... war irgend etwas?" Ich glaube einen kleinen Rotschimmer auf
seinen
Wangen zu erkennen. "Äh... nee, es war nichts... ich hatte nur in
der letzten
Nacht wenig Schlaf" - "Ach so... sag mal, willst du heute Nacht hier
schlafen?"
Matts Augen beginnen zu strahlen ~Nein nicht schon wieder, nicht wieder dieses
Gefühl... - Tai, was ist bloß los mit dir?~ "Klar, gerne...
ich rufe schnell zu
Hause an... die erwarten mich schließlich" - "Ok, ich hol dann
mal ne Matratze"
Nachdem ich die Matratze in mein Zimmer gebracht habe, hole ich das Bettzeug.
Dann setze ich mich auf mein Bett. Langsam versinke ich in meinen Gedanken
~Irgendwie verwirrt Matt mich... Er geht mir einfach nicht mehr aus dem Kopf...
Was ist das nur für ein Gefühl~ "Alles klar... schön, dass
ich hier schlafen
kann" Ich schrecke zusammen "Äh... klar Matt... freut mich, dass
du bleibst"
Irgendwann gegen Mitternacht legen wir uns hin. Wir haben die ganze Zeit
geredet. Matt hat erzählt, wie die Tournee war. Jetzt sind wir beide müde.
Ich
schlafe ziemlich schnell ein.
*gähn* ~Hä? Was ist das den für eine schöne Musik?~ Ich
bin aufgewacht und
blinzle in die Dunkelheit. Da sehe ich, dass meine Terrassentür offen steht.
Ich
setze mich im Bett auf. Mein Wecker zeigt 3 Uhr nachts. ~*gähn*... mitten
in der
Nacht... Wo ist denn Matt, er liegt nicht mehr in seinem Bett... ist er etwa
draussen und kommt die Musik von ihm?~ Leise stehe ich auf und gehe zur
Terrassentür. Dort lehne ich mich in den Türrahmen. Matt sitzt auf
einem Stuhl
auf dem Balkon und hat den Rücken zu mir gedreht. Er spielt Mundharmonika,
so
wie ich es mir gedacht habe. Langsam schließe ich die Augen ~Wie ich das
vermisst habe... diese Melodie... sie ist so... - stop - so traurig... wieso
traurig?~ Ich öffne wieder die Augen. Matt hat mich immer noch nicht bemerkt.
Ich lenke meinen Blick in den Himmel. Der Mond scheint wunderschön und
die
Sterne glitzern. Wieder kommt dieses Kribbeln in mir auf. ~Matts Augen... sie
sind so schön... und sein Haar... ob es so weich ist, wie es aussieht?
- Man
Tai... jetzt hör auf damit - Nein, ich kann nicht aufhören an Matt
zu denken...
Meine Gefühle für ihn sind genauso, wie in einem dieser Bücher...
ich bin
wirklich verliebt~
Plötzlich sehe ich alles ganz klar vor mir ~Klar bin ich verliebt... und
das
nicht erst seit heute... irgendwie war Matt immer etwas besonderes für
mich,
sogar als wir noch nicht befreundet waren... ich liebe ihn schon so lange...
warum war ich nur zu doof das zu kapieren? Damals, als er meine Hand hielt...
damals begann dieses Gefühl... damals habe ich mich in ihn verliebt...
Doch
jetzt merke ich es erst... man war ich blind... natürlich liebe ich ihn...
seine
Art... er tut so cool und ist so verletzlich... am liebsten würde ich ihn
immer
in den Arm nehmen... ja, ich bin verliebt... wieso hab ich das nicht früher
gemerkt? Wahrscheinlich habe ich es verdrängt~ Und das würde ich am
liebsten
jetzt noch ~Ich will ihn nicht lieben... da gibt es ein Problem... nein zwei...
zwei Probleme... erstens ist er mein bester Freund und zweitens ein Junge...
genau wie ich. Wieso sollte er mich auch lieben? Er kann jedes Mädchen
auf
dieser verdammten Welt haben... wieso sollte er dann mich nehmen? Mich einen
Jungen. Nein, das ist Schwachsinn... Er wird mich nie lieben - Tai finde dich
damit ab... du musst ihn vergessen - Aber wie? Wie bitteschön?~
Ungewollt seufze ich auf. Sofort hört die Melodie auf und Matt dreht sich
um.
"Tai?... Oh... hab ich dich geweckt?" - "Kann schon sein... ist
aber nicht
schlimm" Langsam gehe ich zu Matt und setze mich auf einen Stuhl vor ihn
"Wieso
hast du so traurig gespielt? Bedrückt dich was?" - "Nö...
nichts" - "Komm
Yama... du konntest mir noch nie etwas vormachen und das weißt du auch"
Ich
grinse doch Yamato schaut mich nur traurig an. Das gibt mir einen Stich ins
Herz
~Was hat er denn auf einmal?~ Vorsichtig frage ich: "Liegt es an einem
Mädchen"
Ich habe Angst vor der Antwort, doch statt diese lacht Matt kurz auf. Es klingt
ironisch "Ach Tai... es tut mir so leid... ich kann es dir nicht sagen"
-
"Matt... bitte... du weißt, du kannst mir alles sagen, wirklich...
ich möchte
nicht, dass es dir schlecht geht" Matt schaut mir genau in die Augen, dann
plötzlich fällt er mir um den Hals. Einen Moment sitze ich verdattert
da, dann
lege ich meine Arme, wie schützend um ihn und streiche sacht über
seinen Rücken.
"Ach Tai... ich weiß... aber... man, ich will es dir doch sagen,
aber es geht
einfach nicht - noch nicht" Langsam mache ich mir echt Sorgen um meinen
besten
Freund, doch wenn er es mir nicht sagen kann... Vorsichtig drücke ich ihn
von
mir weg. Erschrocken stelle ich fest, dass er Tränen in den Augen hat.
~Was hat
er bloß... ich würd ihm so gern helfen... Ach Yama... wenn ich es
dir doch bloß
sagen könnte... aber damit würde ich dir noch mehr weh tun~ "Yama...
ich würd
dir so gern helfen, aber wenn du nicht kannst... komm du zitterst... lass uns
rein gehen" Ich ziehe ihn von seinem Stuhl hoch.
Im Wohnzimmer mache ich das Feuer in Kamin. Ich setze mich neben Yamato aufs
Sofa und starre in die Flammen. Mir ist ganz warm... Nein, nicht wegen dem
Feuer, wegen Matt... sein Arm berührt meinen. Von ihm geht eine unglaubliche
Wärme aus. Ich weiß nicht wie lange wir nun schon stillschweigend
hier sitzen,
doch es ist mir egal. Die Zeit ist jetzt nicht wichtig... Matt ist wichtig.
Irgendwann drehe ich meinen Kopf und sehe in Matts Gesicht. Wieder bekomme ich
einen Stich ins Herz, denn über seine Wangen laufen vereinzelte Tränen.
Ich hab
nicht gemerkt, dass er wieder angefangen hat zu weinen. Am liebsten würde
ich
ihn in den Arm nehmen. ~Oh Matt... Ich hab dich so lieb... was hast du bloß?~
"Yama... bitte sag mir doch was los ist... was ist dein Problem? Wir hatten
doch
sonst keine Geheimnisse" Er wischt sich die Tränen weg und schaut
mich an.
Plötzlich steht er auf "Ich kann nicht... Es tut mir Leid Tai"
Er will weg
gehen, doch ich kann ihn am Arm festhalten. Er steht mit dem Rücken zu
mir
"Bitte Tai... ich..." - "Nein Matt... ich kann mir doch nicht
weiter mit ansehen
wie du leidest" Ich gehe um ihn herum und stehe genau vor ihm. ~Matt...
lass dir
doch helfen~ Er senkt seinen Blick "Du hast ja recht... Taichi, wenn ich
dir
jetzt was sage, was du nicht verstehen wirst, schrei mich bitte nicht an...
denn
ich meine alles ernst... Bitte schrei mich nicht an... bitte" - "Nein,
werd ich
nicht... versprochen" ~Was will er mir bloß sagen... das er weg zieht
oder so?
Ich würde alles akzeptieren, wenn es ihm nur gut ginge~
"Taichi... ich... nachdem ich weg war, habe ich gemerkt, dass mir etwas
fehlt...
das mir jemand fehlt... wegen ihm habe ich die Tournee abgebrochen und bin
zurück gekommen. Deswegen war ich auch bei dem letzten Konzert so traurig.
Ich
will einfach nicht länger getrennt von ihm sein" ~Ich wusste es...
er ist
verliebt - Tja, Pech gehabt Tai~ "Jetzt willst du bestimmt wissen wer es
ist,
stimmt's?" Ich nicke. In mir steigen Tränen auf. "Es ist... Taichi...
du bist
es.. ich hab mich in dich verliebt... schon länger wusste ich, dass ich
schwul
bin... und seit dem Zeitpunkt als ich deine Hand halten durfte, liebe ich
dich... ich habe es nur erst vor zwei Monaten realisiert. Bitte schrei mich
jetzt nicht an... ich weiß, dass du nicht wie ich fühlst... und ich
werde damit
leben müssen... Ich weiß, dass du jemand anderes liebst... du hast
vorhin etwas
im Schlaf gemurmelt... es klang nach 'Ich Liebe dich' und irgendeinem Namen,
den
ich nicht verstanden habe... Ich hoffe sie hat dich verdient... Es tut mir leid,
dass ich dich jetzt so geschockt habe... wahrscheinlich willst du mich jetzt
nie
wieder sehen, aber ich musste es dir irgendwann sagen... Tai ich liebe dich
mehr
als alles andere auf der Welt!" Mit diesen Worten schaut er mich kurz an
und
geht dann an mir vorbei in mein Zimmer. Erzieht die Tür hinter sich zu.
Ich starre noch immer auf die Stelle, wo er gerade gestanden hat ~Yama liebt
mich... er liebt mich wirklich... oh mein Yama" Ich lächel vor mich
hin. Ja, ich
habe geträumt... von ihm... von Matt... wir waren auf ner Blumenwiese und
ich
hab ihm meine Liebe gestanden. Anscheinend hab ich das im schlaf gemurmelt.
Und
jetzt hat mir Matt... mein Matt gesagt, dass er mich liebt ~Oh Gott... ich bin
so glücklich... Ich muss es ihm sagen... ich muss ihm sagen, dass ich ihn
auch
liebe~ Entschlossen drehe ich mich um und gehe in mein Zimmer. Erschrocken
bleibe ich stehen. Ich höre ein Schluchzen. Es kommt vom Balkon.
Ich gehe zum Balkon und sehe Matt. Er sitzt zusammen gekauert auf einem Stuhl
mit dem Rücken zu mir. Er hat seine Beine zu sich gezogen und seinen Kopf
auf
seine Knie gelegt. Sein Körper wird immer wieder vom Weinen geschüttelt.
Er
schluchzt laut vor sich hin. ~Das wollte ich nicht... oh Matt~ Langsam trete
ich
an ihn heran und schließe meine Arme von hinten um ihn. Sein Körper
zuckt kurz
und sein Kopf schnellt in die Höhe. Ich lehne meinen Kopf an seinen und
ziehe
kurz den Duft seiner Haare ein ~Wie gut er riecht~ "T... Tai.." -
"Psst... sag
jetzt nichts... ach Yama... ich hab geträumt... von dir... verstehst du?
Ach
mein kleiner Idiot... ich liebe dich doch auch... schön länger...
man wie hab
ich dich vermisst in all den Wochen... Ich liebe dich so sehr... also hör
endlich auf zu weinen, hörst du?" Während ich spreche dreht Matt
seinen Kopf zu
mir und beginnt zu lächeln "Du... du liebst mich?" - "Natürlich..."
Ich hebe
meine Hand und wische Matt einige Tränen aus dem Gesicht. Dann tippe ich
mit
meinem Zeigefinger auf seine Nasenspitze "Oh man... du bist so unglaublich
schön... weißt du das?" - "Niemand ist so schön wie
du... Tai ich liebe dich"
Anstelle einer Antwort küsse ich ihn kurz. Eigentlich war es mehr ein Streifen.
~Wunderschön... ich glaub ich hab ne Schmetterlingsfarm im Bauch~ Matt
lächelt
immer noch, dann steht er auf und nimmt mich an der Hand.
Zusammen gehen wir in mein Zimmer. Ich schließe die Tür. Matt setzt
sich auf
mein Bett und zieht mich zu sich heran. Langsam beuge ich mich zu ihm runter,
bis sich unsere Lippen treffen. Diesmal länger und intensiver. Ein unheimliches
Glücksgefühl kommt in mir auf, während ich mit meiner Zunge Matts
Mund öffne und
mich langsam vor taste. ~Man, wie gut er schmeckt... ich liebe ihn~ Unsere
Zungen spielen miteinander, lecken über die Zähne des anderen und
erforschen die
Mundhöhle des anderen. Matt legt beide Arme um mich und lässt sich
langsam nach
hinten fallen, ohne dass unsere Lippen sich voneinander lösen. Wenn dies
doch
geschieht, dann nur um kurz Luft zu schnappen und danach wieder den Geliebten
zu
spüren... zu schmecken. Irgendwann löse ich mich dann doch von seinen
Küssen.
Zögernd küsse ich seinen Hals und meine Hände wühlen in
seinen Haaren. ~Wow sind
die weich... noch mehr als ich dachte~ Plötzlich dreht Matt sich so, dass
er
oben liegt. Er streckt sich um sein Pyjama Oberteil auszuziehen. Dabei verliert
er das Gleichgewicht und kippt nach hinten um. Zum Glück landet er weich
auf der
Matratze, die eigentlich für ihn bestimmt war. Kichernd schaut er mich
an und
zieht sich dann das Oberteil aus. Ich tue es ihm gleich. Ich kann seinen
durchtrainierten Oberkörper sehen und in mir kommt das Verlangen auf, mit
meinen
Händen darüber zu fahren. ~Er sieht so gut aus~ Langsam knie ich mich
über Matt
und küsse ihn wieder.
Nach einer halben Ewigkeit liegen wir ein gekuschelt in einer Decke, Arm in
Arm
auf der Matratze. Immer wieder streiche ich ihm über dem Rücken oder
durchs
Haar. Er mir ebenso. Ich lächel ihn an. Noch nie hab ich ihn so glücklich
gesehen und für mich ist dies der schönste Augenblick meines bisherigen
Lebens.
Kurz bevor wir einschlafen, draussen wir es schon hell, flüstere ich Matt
ins
Ohr: "Weißt du eigentlich wie sehr ich mir das gewünscht habe?"
- "Ich kann es
mir so in etwa vorstellen... Man Tai... wie ich dich liebe" - "Ich
liebe dich
auch Yama und werde immer bei dir bleiben..." - "Das will ich doch
schwer
hoffen... schlaf gut mein Schatz" - "Du auch" Noch einmal gebe
ich ihm einen
sanften Kuss, bevor ich meinen Kopf an seine Brust lege und mit ihm auf die
Blumenwiese zurück kehre.
ENDE