|
|
|
Interessen |
Die Varusschlacht - eine Legende wird ausgegraben
Die geographischen Gegebenheiten in Kalkriese lassen in einzigartiger Weise erahnen, wie sich das für die Entwicklung des rechtsrheinischen Germaniens so bedeutende Ereignis abgespielt hat. Der Gesamtkomplex mit der Präsentation der Grabungsfunde macht den besonderen Reiz dieser historischen Stätte aus. Das Untersuchungsgebiet im Bereich der Stadt Bramsche und der Gemeinde Ostercappeln erstreckt sich über eine Fläche von 30 Quadratkilometern, dem gesamten Engpaß zwischen dem großen Moor im Norden und dem Kalkrieser Berg im Süden.
Information: Informationszentrum, Venner Straße 69, 49565
Bramsche-Kalkriese
AnfahrtDas Informationszentrum ist über die Bundesstraße B218 (Ostercappeln - Fürstenau) zu erreichen. Die Zufahrt ist aus beiden Seiten ausgeschildert. Sonntags fährt um 12.40 Uhr vom Osnabrücker Hauptbahnhof ein Linienbus nach Kalkriese, Rückfahrt um 17.57 Uhr.
zum Download: Die Römer in Norddeutschland Eine gesicherte Vormarschstraße verlief von Vetera bei Xanten (nicht mit der späteren Zivilstadt Colonia Ulpia Trajana verwechseln) entlang der Lippe. Die Lippe wurde dabei als Schiffahrtsweg genutzt. Eine Kette von Legionslagern (Holsterhausen, Haltern, Oberaden, Anreppen) ist für jene Zeit nachgewiesen. Auf dieser Route marschierte Publius Quinctilius Varus vermutlich im Jahre 9 n.Chr. an die Weser bis in den Raum Minden. Auf dem Rückmarsch nahm er, verleitet durch Falschmeldungen, einen anderen Weg und geriet in die Falle des Arminius. Nach heutigem Kenntnisstand gingen die Legionen des Varus bei Kalkriese unter. Die Lager an der Lippe wurden nach dem Jahre 9 aufgegeben. An der Rheinlinie entwickelten sich dort, wo Legionslager waren, oft blühende Städte (Neuss, Köln, Bonn, Koblenz, Mainz ...). ![]() Zeittafel
|