Betreff: Teil 2. Diskriminierung

Datum: Wed, 09 Feb 2000 01:25:58 +0100

Von: saku Hanna

BCC:

 

Hallo,

 

die Story geht weiter:

Das wochenende war recht trostlos bei meinen Eltern. Hiltrud sagte ab.

Das Essens schemckte nach nichts. ich war einsam. Meine Mutter wollte

wissen, wieso ich so früh komme. So gab es ein Gespräch, eigentlich

wollte ich gar nicht reden.Dann verteidigenten sie auch noch die

Veranstalterinnen des Kurses. Dabei fing ich dann an recht laut zu

werden. Ich werde halt zu Hause nicht als Frau akzeptiert.

Nun gestern rief ich im Hessischen Koordinationsbüro für behinderte

Frauen an. Birgit Schobmans ist diese Institution. Sie war auch sehr

lieb. Ich spürte erst gegen Ende des Gesprächs das hier alles nicht

schöne an Gefühlen in mir hoch kam. Ich erfurh eigentlich erstmal nur

das, was im Bierf auch stand. Aber auch das die Kursleiterinnen vom

Frauenhaus kommen. Sie alle hätten lange überlegt, ob es Diskriminierend

sei. Ich sagte, daß es Diskriminiernd ist. Dazu äußerte sie sich nicht.

Ich erfuhr, daß diese Entscheidung auch für die Ewigkeit gilt.Mein Geld

bekomme ich zurück. Dann bot sie mir Kurse für Männer an, da meinte ich

aber, daß ich da wohl noch falscher wäre. So bot sie mir an, sich mal

nach gemischtgeschlechtlichen Selbstverteidigungskursen um zu hören. Das

nahm ich an, allerdinge mit mauem Gefühl. An Veranstaltungen die nichts

mit Körper und so zu tun haben, darf ich auch weiterhin teilnehmen. Die

Frau war so sicher. Diskusionen gabe nicht. Die Frauenhaus-Frauen haben

sie auch auf den Kompromis im Frauenlsebenzentrum hingewiesen. Das fand

sie ein gutes Beispiel für einen Kompromis. Das andere Bio-Frauen diesen

faulen Kompromis kaum glauben können, erfuhr sie auch. Wie es in anderen

Städten ist, wollte sie wissen? So erzählte ich ihr meine Erfahrungen,

die halt überall besser sind. Das sie mir in Zukunft selbst in Braillé

schreiben kann, überraschte sie.Im Nachhinein hat sich bei dem Gespräch

mal wieder gezeigt, wie schön switschen sein kann.

 

Danach ging bei mir die Post ab. Das konzentrieren auf das Tagebuch, was

mal heute wieder seine Qualiät als Therapie bewies, viel mir schwer. Ich

wünschte mir einfach mich nur mit "Dop" abzuschießen. Leider hatte ich

mein Leveopromazin nicht da. Ich wollte einfach nicht mehr. Eigentlich

war der Gedanke an Essen nicht positiv besetzt. In den letzten tagen

hatte ich dmait auch so meine Probleme.Da ich nicht früh genug fliehen

konnte muste ich Essen. Danach konnte ich ein wenige ausbrechen,

provoziert habe ich es nicht. Aber gewünscht hatte ich es mir. Es war

das erste mal, daß ich erbrechen. Den Nachmitag verbrachte ich bei

Natasche und meiner Cousine in Treyser. Drei Psychos, denen es nicht gut

geht in einem Raum. Lange war ich mit Natascha in einem Raum. Wir hatten

beide die Arme verschränkt. irgentwie fällt mir auf, daß ich nicht in

Kontakt gehe, oder es wird für die anbere Person anstrengend. Ich leide

halt immer noch an diesem Ereignis.

Aber es sollte noch hefitger werden. Den Abends war ich mit Katja

verabredet. Wir wollten uns die CD "Männer, Frauen, Vegetarier" von

Jürgen v. der Lippe anhören. Lachen wiederstrebte mir sowieso. Mein

einer Arm war schmerzend verspannt. Irgentwann fing dann Katja das

Gespräch ab. Da bekam sie die ganze Ladung relativ schreiend ab.

Besonders das schreien gefiel ihr nicht.Gerade bei der CD hatte ich mich

innerlich darüber geärgert, daß Birgit (geimpft durch diese Frauen) der

Meinung ist, daß sie die anderen Frauen vor mir beschützen muß, aber mir

kann man Männer zumuten. Sie weiß genau, daß ich auch Traumatisiert bin.

Mich muß man also nicht beschützen. Da ich anscheinend keine "richtige"

Frau bin. Katja war recht hilflos, wuste nur zu sgaen, such Dir hilfe.

Das versuche ich seit Monaten.

Sie aß zu Abend, ich wollte nach meinen Eßerfahrungen nichts essen. Der

Duft von Schokolade war eklig. Nach einem Krimi erfuhr ich, daß mein

Bescuh schön aber anstrengend war. Genau diese Anstrengungen können mir,

sind mir, zum Verhängnis geworden, da sie Isolation fördern können.

Mir ging es einfach scheiße. Ich schrieb einen Brief an Birgit und im

Bett war alles so präsent. Bach konnte mir auch nicht helfen. So

schlatete ich die leise CD ab und war irgentwann nach 1Uhr

eingeschlafen. Meine Blase nervte. In der Nacht auf Donnerstag war sie

schon zum ersten mal alleine im Bett undicht geworden. Ich mag das

nicht.

Heute war die nacht gegen 6 Uhr zu Ende. Danach war ich einfach unruhig.

Die Schokolade, stopfte ich rein wegen meinem Kopf, kotzte ich wieder

raus. Bei der KG gabs wieder leichte Krämpfe und die Pysiotherapeutin

erfuhr von meinem tollen Erlebnis, allerdinge mit der Begründung sei

nicht genug biologische Frau. Die war auch recht sprachlos.

Nun machte ich noch einen Rundgang. Im ABeR traf ich auch noch Marco an,

dem ich das Schreiben aushändigte und vom Telephonat erzählte. Da mein

Kopf sich bescherte ging ich in die Mensa, da alles Essen nicht gut war.

Nahm ich das billigste. Geschaft habe ich es nicht. Eigentlich mag ich

kein Fleisch.

Nun war ich in der Literaturversorgung für Sehgeschädigte. Britta ist

einfach nur attraktiv. Sie ist angajiert und ich konnte ihr die Freude

erzählen, wie schön es war in ARADIA freie Auswahl gehabt zu haben. Dann

bot sie mir auch Hörcassetten an. Die werde ich ausprobieren. Die

nächsten 1,3/4h las ich am Lesegerät bis mein rechter Arm streike. Von

Britta (glaub so heist sie) verabschiedete ich mich. Mit einer netten

Annette *.* ging ich noch kurz in den Pavilion. Nach etweas trinken,

waren die nächsten drei Stunden dem Bett gewidmet. Nach etwas Musik ging

ich in den Pavilion, wo ich Peter ua. traf. Der wollte wissen, ob ich

mich gefangen habe.Nach dem ich meinte, habe heute rund 5h geschlafen,

war es vorbei. Hier ist kein Raum für meiene probleme.

Auch beim Lesen war ich immer wieder bei der neuen Scheiße. Darf sich

nicht mal ein Probelm erledigen. Ich bin halt erschöpft, müde und

alleine auch wenn ich wie heute wieder auf einem Vortrag des SR und hier

den ganzen Abend war. Ich denke man kann sehen, daß ich voll trauer bin.

 

Saku

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