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Howto Papa

started on 20.11.2000 - updated 30.11.2000

Empf�ngnis

Babys entstehen durch Sex.

Frauen unterliegen hormonellen Schwankungen. Eine Schwankungsbreite heisst Periode und umfasst 21-30 Tage.

In der ersten Woche nach der Monatsblutung wird die Geb�rmutter gewissermassen renoviert, d.h. sie bekommt eine neue Schleimschicht. In der letzten Woche vor der Periode wird bereits wieder abgebaut, was irreversibel ist.

In den 1-2 Wochen dazwischen, also in der Mitte der Periode, kann die Frau ein Kind empfangen.


Schwangerschaft

Die Schwangerschaft dauert 9 Monate oder 40 Wochen.

Vom ersten bis neunten Monat kann man das Baby prima im Ultraschall sehen.


Die ersten 3 Monate

In den ersten drei Monaten durcheilt die befruchtete Eizelle alle Stadien der menschlichen Evolution. Was dabei herauskommt, ist ein menschlicher Embryo mit bereits allen K�rper- teilen dran. Der Kopf macht am Schlu� etwa 1/4 der K�rpergr��e aus.

Da der Embryo nicht �ber dasselbe genetische Material wie die Mutter verf�gt (nur zur H�lfte), ist die Wahrscheinlichkeit der Absto�ung dieses "Fremdk�rpers" in den ersten drei Monaten am gr�ssten.

Die hormonelle Umstellung der Frau auf Schwangerschaft ist nach den drei Monaten ebenfalls abgeschlossen.


Monat 4-6

In den zweiten drei Monaten nimmt die Frau noch nicht sichtbar zu, auch wenn das Baby eifrig w�chst. Es ist sinnvoll, in dieser Zeit nochmal zu verreisen (aber nicht fliegen!), sowie Babys Grundausstattung (Bettchen in ruhiger, zugfreier Ecke, Wickeltisch, Regal mit Klamotten, Kinderwagen) zu besorgen und sich �ber den immensen Papierkram zu informieren.

Gegen Ende des 6. Monats sind Kindsbewegungen sp�rbar.


Die letzten drei Monate

Auch in den dritten drei Monaten w�chst das Kind eifrig weiter. Die Frau nimmt um 8-12 kg zu. Schwere Arbeiten soll sie vermeiden. Das tut sie aber freiwillig, denn so ein Bauch, auf dem man bequem eine Kaffeetasse abstellen kann, ist unhandlich.

Geburt

Die Geburt findet normalerweise 3 Wochen vor bis 2 Wochen nach Termin statt.

Sie k�ndigt sich normalerweise durch die Senkwehen an. Dabei wird der Kopf des Babys in den Anfang des Geburtskanals gedr�ckt.

Verspannungen gehen weg, wenn frau sich in die warme Badewanne legt - Wehen werden st�rker.

Wenn die Wehen alle 10 Minuten kommen, ist es Zeit, in die Klinik zu fahren. Hier wird ein Wehenschreiber angeschlossen, der die Geb�rmutterspannung und den Puls des Babys mi�t.

Nach 8-10 Stunden (1. Geburt) bzw. 4-6 Stunden (folgende Geburten) kommen die Pre�wehen. Und sehr bald darauf das Baby.

Peridural-An�sthesie (PDA)

Das Wort Wehen kommt daher, da� sie wehtun.

Bei der PDA wird Bet�ubungsmittel in den Kanal um das R�ckenmark gespritzt. Dies d�mpft die Schmerzen um ca. 90%, die Bewegungsf�higkeit der Frau aber nur um 10%.

Die PDA wirkt ca. 45 Minuten, nachdem sie gelegt ist.


Blasensprung

Wenn die Fruchtblase platzt, l�uft etwas Fruchtwasser ab. Das Baby verstopft anschlie�end mit seinem Kopf den Geb�rmutter-Ausgang.

Wenn es dabei die Nabelschnur zudr�ckt, wird es ersticken. Also sofort hinlegen und liegend zur Klinik.

Nach 12 h k�nnen Keime in die Geb�rmutter wandern. Dann ist es Zeit, das Baby zu holen, wenn es nicht selber will.


Kaiserschnitt

Die Frau wird entkleidet, desinfiziert und narkotisiert. (Eine relativ passive Angelegenheit.)

2 Minuten nachdem der Chirurg das Messer angesetzt hat, ist das Baby da. Es wird sofort abgenabelt und untersucht. Der Chirurg holt noch die weiteren Babys (sofern vorhanden), die Nabelschn�re und die Plazenta(s).

Nach weiteren 20 Minuten ist die Mutter wieder Schicht um Schicht zugen�ht.

Die Narbe verl�uft an der Schamhaargrenze, st�rt also nicht besonders. Nach 1 Woche kann die Mutter wieder herumlaufen, nach drei Wochen schmerzfrei.

Weitere Geburten k�nnen "normal" verlaufen.


Wenns kein Kaiserschnitt war, wird das Baby in Ruhe abgenabelt, etwas abgeputzt und der Mutter auf den Bauch gelegt. Bis die restliche Nabelschnur und die Plazenta auch drau�en sind.

Anschlie�end k�nnen W�chnerin und S�ugling aufs Zimmer.


Abnabeln

Die Nabelschnur hat zwar eine Sollbruchstelle, aber ein Schnitt ist sauberer. Ca. 3cm der Schnur werden am Baby drangelassen und regelm��ig saubergemacht. Dieser Rest trocknet in den n�chsten 7-10 Tagen ein und f�llt anschlie�end von alleine ab.

Wochenbett

Die n�chsten Wochen sind sehr interessant. Eine Haushaltshilfe ist w�nschenswert.

S�uglingspflege (Wickeln, F�ttern, Baden, Schlafenlassen, Training) lernt man an einem Nachmittag. Schlimmer sind die h�ufigen St�rungen der Nachtruhe und die Belastung der Partnerschaft. Man hat t�glich Gelegenheit, etwas zu verbessern oder Probleme zu l�sen. Andres tritt dahinter zur�ck.

Frische Eltern jammern zwar immer, sie h�tten keine Zeit (was stimmt), aber bereuen tun sie ihren Schritt normalerweise nicht.

S�ugling

Ein S�ugling kann zun�chst nur saugen, schlafen, schreien und seine Windeln vollmachen.

In den ersten drei Tagen nicht mal das. Dennoch mu� es hier Saugen �ben, damit das sp�ter klappt.

Anfangs will es etwa alle 2 Stunden trinken, nach 6 Wochen etwa alle 3,5 Stunden.

Au�erdem kann es schlecht schlafen, bl�hen, Erk�ltung bekommen, ohne ersichtlichen Grund schreien, sich nicht an die Essenszeiten halten und sich langweilen.


Wickeln

  1. S�ugling ausziehen;
  2. alte Windel runter;
  3. S�ugling mit Papier oder warmem Waschlappen abputzen (Hautfalten nicht vergessen);
  4. Nabel neu pudern und verbinden;
  5. neue Windel drauf;
  6. wieder anziehen.

F�ttern

S�uglinge sind relativ rabiat, wenns ums Essen geht. Warze und H�fe m�ssen eingecremt werden, wenn das Kleine satt ist. Stillh�tchen sind praktisch.

Baden

Samstags ist Badetag. Handwarmes Wasser, keine Seife. In den Hautfalten, zwischen dem Babyspeck, verbergen sich Kot und K�seschmiere.

Schlafenlassen

Nach dem Trinken wollen Babys entweder schlafen oder herumgetragen werden. Beim Tragen immer den Kopf gut st�tzen.

B�uerchen ist immer noch Pflicht. Ein Sabberlappen �ber der Schulter ist zweckm��ig.

Abends ist ein Ritual zu vollf�hren, damit das Kleine merkt, da� es jetzt mal l�nger schlafen soll als 2 Stunden.


Training

Herumtragen an der frischen Luft, im Zimmer, in der K�che, in der Werkstatt ist f�r den S�ugling prima. Neue Ger�usche, Ger�che und Lichter entwickeln sein Gehirnchen.

Durch eine F�lle an Reizen wird es auch besser m�de, und schl�ft besser ein und durch.


Bl�hungen

Babys haben manchmal welche. Die Luft mu� raus, sonst tut sie weh. Rauslassen tut auch ein bi�chen weh, aber anschlie�end ist meistens Ruhe.

Zweckm��ig sind Bauchlage und W�rme, vorzugsweise vom Elternk�rper. Babys nicht unbeaufsichtigt auf dem Bauch liegen lassen, Seitenlagen sind vorzuziehen.


Erk�ltung

Der beste Schutz gegen Erk�ltung sind Mamis Antik�rper in der Muttermilch.

Der zweitbeste ist Abh�rtung im Mini-Ma�stab, also Spazierengehen.


Schreien

Es gibt verh�ltnism��ig viele Gr�nde zu schreien, und relativ wenig, ruhig zu sein. Auch f�rs Baby. Schnuller, Herumtragen und Stillen sind probat, helfen aber nicht immer.

Langeweile

Langeweile ist gr��lich. Kinderreime, Rasseln, und alles, was Faxen macht und sich bewegt, sind dagegen faszinierend.

Plastikspielzeug ist nach unglaublich kurzer Zeit langweilig.


To be continued...
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