
Die Universum zeigt plötzliche Instabilität.
Sterne, die noch Milliarden von Jahren hätten "leben" müssen,
blähen sich zu Roten Riesen auf, verschlingen alle ihre Planeten und
werden schliesslich zu schwach leuchtenden Weissen Zwergen.
Ursache für diese dramatische Entwicklung ist ein
riesiges Steinportal, das weder ein Lebewesen noch eine Maschine ist, das
sich aber selbst "Wächter der Ewigkeit" nennt.
Admiral James Kirk erzählt den Auftrag, Kontakt
mit dem Wächter aufzunehmen. Dazu erzählt er auch das Kommando
über die Enterprise zurück.
Knapp 15 Jahre zuvor sind Kirk, Spock und McCoy schon
einmal mit Hilfe des Wächters in die Vergangenheit des Planeten Sarpeidon
gereist. Damals waren die Beweggründe mehr persönlicher Natur,
vor allem für Spock. Denn er suchte damals seinen Sohn.
Für Kirk und sein Team gibt es nur eine Möglichkeit:
Es muss jemand telepathischen Kontakt mit dem Wächter herstellen.
Die Marischal, eine hochempathische "Trägerin", versucht es, wird
aber von der gewaltigen Kraft zurück geschleudert und treibt an der
Grenze des Todes.
Obwohl sich alle dagegen sträuben, wissen sie, dass
das einzige Wesen, das diese Aufgabe erfüllen könnte, in der
Vergangenheit von Sarpeidon lebt. Nach einigen Abenteuern gelingt es ihnen,
Zar, Spocks Sohn, dazu zu bewegen, mit ihnen zu kommen und ihnen zu helfen.
Sie haben aber nicht nur ihr eigenes Wohle im Sinn. Würde Zar auf
Sarpeidon bleiben, würde er in der bevorstehenden Schlacht sterben.
Denn auf Sarpeidon herrscht Krieg.
Zar kommt nur mit Widerwillen mit, heilt aber den Wächter.
Die Ursache für seine "Fehlfunktion" war die Suche. Die Suche nach
den Wesen, die ihn erschaffen und gleichzeitig auch die Samen gestreut
haben. Aus diesen Samen entstanden Millionen und Milliarden von Lebensarten.
Doch die Erschaffer kümmern sich nicht um ihre "Kinder", sie wollen
ihre Heimat finden, um dort zu sterben. Aber der Planet existiert schon
längst nicht mehr. Mit den verneinten Kräften von Zar, Kirks
Team und dem wieder zur Vernunft gekommenen Wächter gelingt es ihnen,
die Wesen dorthin zu schicken, wo der Wächter sie hergeholt hat.
Weder Kirk noch Spock noch alle anderen wollen, dass
Zar zurück geht. Sie wollen ihn davon zu überzeugen, auf der
Enterprise zu bleiben, aber er bleibt bei seiner Entscheidung: Er will
zurück nach Sarpeidon und zu seiner jungen Frau mit den empathisch
und präkognitiven Fähigkeiten.
Während seiner Zeit an der Bord der Enterprise wird
Zar vollständig von einer alten Kriegsverletzung am Bein geheilt und
kann so dem ihm von seiner Frau vorhergesehenen Tod entgehen.
Einige Zitate aus Zeit für Gestern:
"Nur wenn der Hinkende als Geheilter schreitet,
nur wenn jener, der beim Kampf tödlich verletzt
wird,
aufsteht und lebt -
nur dann kann uns der Sieg genommen werden.
Nur dann wendet die Göttin ihr Antlitz von uns ab."
"Admiral Morrow: 'Wenn Ihr Sohn damals dazu imstande war,
so gelingt es ihm vielleicht noch einmal. Wo befindet er sich?'
Spock: 'Ich fürchte, wir müssen auf seine Hilfe
verzichten, Admiral. Mein Sohn ist seit fünftausend Jahren tot.' "
"Acht Hände - vier davon gehörten dem Coridianer
- halfen Zar auf."
Kritik:
"Zeit für Gestern" ist die Fortsetzung von "Sohn
der Vergangenheit". In diesem Buch kehrt Spock das erste Mal in die Vergangenheit
zurück, um seinen noch nie gesehen Sohn zu holen. Die Zeit zusammen
verläuft nicht ganz so, wie er geplant hat. Nun, 15 Jahre später,
kehrt er zurück, um sich erneut ihm erneut zu stellen und diesmal
verläuft es perfekt, obwohl alles schiefgeht.
Es ist ein Roman, der weniger mit der Enterprise zu tun
hat als mit der Komplexität des Raum-Zeit-Kontinuums und mit vulkanischen
Familiengeschichten. Für Spock-Fans ein Buch, das auch einmal eine
etwas andere Seite an Spock aufdeckt.