Diplomarbeit - Die Kurzfassung


Einleitung

Die t�glich den �ffentlichen Personennahverkehr benutzenden Fahrg�ste wissen Bescheid jedoch nur ganz speziell auf "ihrer Linie". Kommen diese Stammfahrg�ste in andere Verkehrsr�ume ergeht es ihnen wie den Gelegenheitsfahrg�sten. Allein die heutige Haltestelleninformation als Orientierung hilft ihnen nur selten das Ziel zu erreichen. Erforderlich ist vielmehr eine umfassende und leicht verst�ndliche Information f�r alle Fahrg�ste.

Als Mindestausstattung wird vom Verband �ffentlicher Verkehrsbetriebe folgendes gefordert:

Im Mai 1981 wurde von der Bergischen Universit�t Wuppertal die Brosch�re "Haltestellenbezogenes Informationssystem ( HIS )" von Prof. Dr.-Ing. Joachim Fiedler herausgegeben, die die Ergebnisse eines Modellversuchs im Raum Erkrath ( bei D�sseldorf) zusammenfa�t. Erg�nzend zu den oben genannten Forderungen f�r die Haltestellenausstattung wurden noch folgende Fahrgastinformationselemente vorgeschlagen:

F�r den Fahrgast w�re es sicherlich w�nschenswert, wenn die Verkehrsgesellschaften die aufgez�hlten Anregungen des Verbandes �ffentlicher Verkehrsbetriebe und der Bergischen Universit�t in die Tat umsetzten. Weil aber ihre Realisierung mit hohen Kosten verbunden ist, d�rfte sich angesichts der allgemeinen Finanzlage nicht sehr viel �ndern.

Von dieser bedauerlichen Tatsache ausgehend, soll in der vorliegenden Arbeit versucht werden, Alternativen aufzuzeigen, wie sich die Fahrgastinformation mit relativ bescheidenen Mitteln verbessern l��t. Allerdings beschr�nkt sich die Darstellung auf zwei gr�ssere Bereiche: die Liniennumerierung und die Fahrzielanzeige.

Die Liniennumerierung

Im st�dtischen Raum sind die Liniennummern durch das dichte Liniennetz als Orientierungshilfe f�r den Fahrgast unentbehrlich. Die Liniennummer mit h�chstens vier Ziffern ist besser zu registrieren als die Fahrzeige und ist eine wertvolle Hilfe besonders beim Umsteigen.

Im Gegensatz dazu steht der l�ndliche Raum mit seinen bedarfsorientierten Fahrten. Die Linienwege sind nicht eindeutig, da verschiedene Linienwege und Unterwegshaltestellen bedient werden. Hinzu kommt noch, da� viele Linien keine Nummer besitzen.

Die Schienennahverkehrsmittel S-Bahn, U-Bahn, Stadt- und Stra�enbahn fahren viel h�ufiger den festgelegten Linienweg, als die flexibleren Busse.

Eine Systematik in der Numerierung haben die wenigsten Betriebe.

Ein erster Punkt der Kritik war, da� die Liniennummer durch abweichende Linienf�hrungen als Orientierungshilfe unbrauchbar wird. Dieser Mi�stand tritt besonders in l�ndlichen Bereichen auf. Eine Abhilfe kann hier nur geschaffen werden durch eine Aufteilung solcher Linien in neue Linien. Jeder Linienast und jede �ber�rtliche Abweichung sollte unter einer neuen Liniennummer verkehren.

Bei sich bildenden Verkehrsgemeinschaften oder -verb�nden ist meistens mit der Gr�ndung auch eine Umstrukturierung der Liniennetze, -nummern und -f�hrungen verbunden. Dabei sollten folgende Punkte beachtet werden:

Anhand der vergebenen Liniennummern soll der Fahrgast folgendes erkennen:

4 1 8

4 Die Verkehrsraumnummer einer Stadt. S�mtliche hier verkehrenden Linien erhalten diese Ziffer in der ersten Stelle.

4 1 Die Grundliniennummer gibt den Hinweis auf den Teilraum ( Stadtteil oder Vorort etc. und die grobe Richtung ( z.B.:1 = nach Norden oder in Nord-S�drichtung ).

4 1 8 Die Teilliniennummer gibt den genauen Linienweg an. Unter dieser Nummer verkehrt die Linie zwischen den Endhaltestellen ohne Linienwegabweichung.

Die Fahrzielanzeige

Neben der Liniennummer ist die Fahrzielanzeige die zweite Orientierungshilfe, die der Fahrgast am Fahrzeug vorfindet. Sie sollte folgende Informationsinhalte dem an der Haltestelle wartenden Fahrgast vermitteln:

Bei Linienwegabweichungen ist eine gute Informierung des Fahrgastes nur durch eine sinnvolle Liniennumerierung zu erreichen.

Die genannten vier Forderungen der Informationsinhalte der Fahrzielanzeige�

k�nnen heutzutage nicht am Fahrzeug gezeigt werden. Selbst bei der Einbeziehung des Streckenschildes oder eines Steckschildes sind nicht alle Informationen unterzubringen. Das seitliche Streckenschild kann nur dann der Information dienen, wenn der Fahrgast Zeit genug hat, das Schild auch zu lesen, w�hrend das Steckschild nur einen Hinweis auf ein bestimmtes Ziel erm�glicht.

Eine umfassende Vorabinformation, um Fragen zu begegnen, ist nur an der Haltestelle zu erbringen.

Folgende Punkte sollten beachtet werden:

F�r die Fahrgastinformation am Fahrzeug ist ein zweizeiliger und flexibler Fahrzielanzeiger w�nschenswert.

Bei den heutzutage �blichen einzeiligen Fahrzielanzeigen mu� hingegen auf die unbefriedigenden Hilfsmittel des Streckenschildes ( Linienverlauf) und des Steckschildes (wichtige Unterwegshaltestelle oder Zieldefinition) zur�ckgegriffen werden.

Empfehlenswert ist zudem die Anbringung von Symbolen, eine eindeutige Lackierung der eingesetzten Fahrzeuge auf bestimmten Linien und / oder die Namensvergabe, um so den Wiedererkennungseffekt und eine Identifizierung mit "seiner Linie" zu erhalten.

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� 01.11.2005 by RolfWiso. eMail: [email protected]
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