8. Tag: Dienstag 13. August 2002
Regen und Sonne
Die ganze Nacht hat es geregnet und auch am Morgen regnet es weiter.
Nach fünf Tagen Sonnenschein ist das nun das prognostizierte schlechte
Wetter. Na ja, wenigstens haben wir unsere Regenkleider nicht vergebens
mitgenommen. Gufä und ich sind am Vormittag noch nach Ekshärad
gegangen um einzukaufen und die beeindruckende Kirche aus dem 15. Jahrhundert
anzuschauen. Ekshärad ist bekannt für seine Schmiedekreuze seit
Jahrhunderten auf dem Friedhof stehen und immer noch angefertigt werden.
Um 11 Uhr legten wir dann, immer noch im strömenden Regen, ab zu
unserem gemäss Zeitplan vorletzten Tag auf dem Floss. Doch da es von
Ekshärad nach Gunnerud nicht sehr weit ist, würde es wohl unser
letzter Tag sein. Kurz nach der Abfahrt liefen wir auf eine Sandbank auf
und mussten ins Wasser, um unser Floss wieder in die Strömung zu schieben.
Natürlich war es alles andere als angenehm bei Regenwetter in die Badehosen
steigen und ins kalte Wasser springen zu müssen. Aber die Götter
waren uns hold, bald schon stoppte der Regen und kurz darauf kam sogar die
Sonne wieder hervor. Das Wetter während den letzten Stunden unserer
Fahrt hätte nicht besser sein können. Wir erreichten unser Ziel
um etwa 18 Uhr und begannen mit der Demontage unseres Flosses. Knapp eineinhalb
Stunden später war unser Floss bereits wieder Vergangenheit.
In der Abenddämmerung trafen dann auch noch Maartje und Anneke ein,
sie waren völlig durchnässt und haben scheinbar einige Mühe
gehabt auf der letzten Etappe. Zwei Mal mussten sie die Hilfe der Instruktoren
beanspruchen. Zuerst ist ihr Floss auf einen Baumstamm aufgelaufen und musste
in der Mitte demontiert werden und wieder zusammengebunden werden. Kurze Zeit
später blieben sie dann auch noch auf einer Sandbank stecken.
Kurz nach Mitternacht kam dann noch ein Floss an, jenes von 2 dänischen
Pärchen, denen wir auch ab und zu begegnet sind. Anscheinend haben sie
Krach gehabt untereinander und sind darum noch in der Dunkelheit weitergefahren
um möglichst schnell nach Hause zu können. Sie haben dann auch
relativ hastig ihre Waren entladen und haben sich dann auf die Heimfahrt
gemacht.
Wir indes hatten noch einen letzten gemütlichen Abend am Lagerfeuer
mit den völlig erschöpften Holländerinnen und einer deutschen
Familie, die gerade frisch angekommen ist und am nächsten Tag auf die
Reise gehen wird.