6. Tag: Sonntag 11. August 2002
Rettungseinsatz
Nach dem gestrigen Gewitter ist am Morgen natürlich
alles ein wenig feucht, und der Tag beginnt neblig. Wir sind etwa eine Stunde
gefahren als wir etwa um 10 Uhr wieder auf die beiden Holländerinnen
getroffen sind, die wir die in den letzten Tagen mehrmals sahen. Ihr Floss
hat quasi Schiffsbruch erlitten, ihre Zeltkonstruktion ist eingestürzt
und einige Balken haben sich gelöst. Wir konnten unsere Hilfe anbieten
und sie beim Wiederaufbau unterstützen. Das Problem ist anscheinend
schon am Abend zuvor aufgetreten, aber als sie dem Veranstalter telefonierten,
hat der nur gemeint sie sollen essen, trinken, schlafen und anschliessend
so weiterfahren. Anneke und Maartje, so heissen die beiden, waren ziemlich
froh, dass ihnen jemand helfen konnte, zumal es dann auch wieder zu regnen
begann. So etwa gegen 13 Uhr haben wir dann das Floss wieder einigermassen
flott gekriegt, so dass es für alle weitergehen konnte. Das Wetter
ist wieder besser geworden, und unser Bugmast, den wir für die Reparatur
geopfert haben, vermissen wir auch nicht, nun haben wir wieder mehr Platz
auf unserem Floss. Am Abend haben wir auf einer pittoresken Sandbank unser
Lager aufgeschlagen und konnten einen gemütlichen Abend am Lagerfeuer
geniessen.