Gestern Abend sind wir noch etwa 2 Stunden gefahren, bevor
wir dann an Land gingen, weil es zu regnen begann. Zum Glück war der
Schauer nur von kurzer Dauer und auch nicht allzu stark, so dass wir unsere
Zelte einigermassen trocken halten konnten beim Aufstellen.
Beim anschliessenden Kochen wurden wir dann von den Mücken gezwungen,
lange Kleider anzuziehen. Das feuchte Wetter hatte einen riesigen Schwarm
Mücken freigesetzt und es schien als würden alle Mückensprays
nichts nützen. Am Morgen müssen wir feststellen, dass der Wasserspiegel
über Nacht gefallen ist (Kraftwerk irgendwo am Oberlauf) und
(obwohl wir dies berücksichtigt haben) unser Floss nun auf einigen Felsen
und einer Sandbank stecken geblieben ist.
Kurze Zeit später haben wir es wieder befreit und können
unsere Fahrt wieder aufnehmen. Der erste Tag auf dem Floss verläuft
ruhig und ohne grosse Probleme. Aber wir sind beginnen eher spät mit
der Suche nach einem geeigneten Lagerplatz für die Nacht und so wird
es etwa 22 Uhr bis wir eine einigermassen akzeptable Anlegestelle gefunden
haben. Unterdessen haben wir dafür auf dem Floss gekocht und können
so wenigstens gerade nach der Landung essen und verlieren nicht mehr übermässig
Zeit. Die Stelle an der wir angemacht haben ist eher mässig. Es ist
zwar genügend tief, so dass wir nicht befürchten müssen am
Morgen wieder am Grund anzustehen, aber dafür steigt auch die Böschung
am Ufer relativ steil an. So müssen wir unsere Zelte durch Sumpf und
ein steiles Waldstück hinaufschleppen auf eine Rossweide wo wir dann
übernachten.
| vorheriger Tag | Tagebuch | nächster Tag |