4. Tag: Freitag 9. August 2002
Erste Erfahrungen

Gestern Abend sind wir noch etwa 2 Stunden gefahren, bevor wir dann an Land gingen, weil es zu regnen begann. Zum Glück war der Schauer nur von kurzer Dauer und auch nicht allzu stark, so dass wir unsere Zelte einigermassen trocken halten konnten beim Aufstellen.  Beim anschliessenden Kochen wurden wir dann von den Mücken gezwungen, lange Kleider anzuziehen. Das feuchte Wetter hatte einen riesigen Schwarm Mücken freigesetzt und es schien als würden alle Mückensprays nichts nützen. Am Morgen müssen wir feststellen, dass der Wasserspiegel über Nacht gefallen ist (Kraftwerk irgendwo am Oberlauf)  und (obwohl wir dies berücksichtigt haben) unser Floss nun auf einigen Felsen und einer Sandbank stecken geblieben ist.  Kurze Zeit später haben wir es wieder befreit und können unsere Fahrt wieder aufnehmen. Der erste Tag auf dem Floss verläuft ruhig und ohne grosse Probleme. Aber wir sind beginnen eher spät mit der Suche nach einem geeigneten Lagerplatz für die Nacht und so wird es etwa 22 Uhr bis wir eine einigermassen akzeptable Anlegestelle gefunden haben. Unterdessen haben wir dafür auf dem Floss gekocht und können so wenigstens gerade nach der Landung essen und verlieren nicht mehr übermässig Zeit. Die Stelle an der wir angemacht haben ist eher mässig. Es ist zwar genügend tief, so dass wir nicht befürchten müssen am Morgen wieder am Grund anzustehen, aber dafür steigt auch die Böschung am Ufer relativ steil an. So müssen wir unsere Zelte durch Sumpf und ein steiles Waldstück hinaufschleppen auf eine Rossweide wo wir dann übernachten.
 
 
 

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