Das Wunder von Bern

 

Ruhrgebiet im Sommer 1954: der zweite Weltkrieg ist seit neun Jahren beendet und die Normalität ist wieder eingekehrt. Dennoch ist das Leben hart und unzählige Familien warten auf ihre Männer, die sich noch immer in sowjetischer Kriegsgefangenschaft befinden, so auch die Familie des elfjährigen Matthias Lubanski (Louis Klamroth) der seinen Vater noch nie gesehen hat. Matthias hat derweil im Essener Fussballstar Helmut Rahn (Sascha Göpel), für den er Taschenträger ist, einen Ersatzvater gefunden. Als der Vater (Peter Lohmeier) dann zurückkehrt hält er nichts von der Fussballbegeisterung seines Sohnes und auch sonst sorgt er zunächst einmal für Familienkrach, da er Mühe hat sich wieder ins normale Leben zu fügen.

 

Unterdessen fährt Helmut Rahn mit der deutschen Nationalmannschaft an die Weltmeisterschaft in Bern, an der Deutschland nur eine Aussenseiterrolle zu spielen scheint. Durch das geschickte Coaching von Trainer Herberger (Peter Franke) erreicht das Team den Final, doch kann Helmut Rahn die wichtigen Tore schiessen ohne sein Maskottchen Matthias?

 

Das Wunder von Bern ist ein beeindruckender Film über die Sternstunde des deutschen Fussballs, doch beschränkt sich Regisseur Sönke Wortmann nicht nur auf den Sport, sondern hat er mit der Handlung der Wiedereingliederung ehemaliger Kriegsgefangener im Nachkriegsdeutschland auch ein Stück deutscher Geschichte eingefangen.

 

In Deutschland ist (aus gutem Grunde) bereits gefordert worden, dass dieser Film Pflichtprogramm an den Schulen werde und auch aus Schweizer Sicht ist es sicherlich ein interessantes Zeitdokument, nicht zuletzt wegen den gelungenen Endspielszenen aus dem digital auferstandenen Wankdorfstadion. Für Fussballfans ist das Wunder von Bern sicher ein Muss, aber auch Sportmuffel werden daran ihre Freude haben.

 

 

 

êêêê

Hosted by www.Geocities.ws

1