Im März 2001 veröffentlichte das französische Musiker-Duo Daft Punk sein zweites Album Discovery, kurz darauf liefen dann auf den Musiksendern auch einige Zeichentrick-Videoclips (v.a. One More Time) dazu, die aneinandergereiht eine Geschichte zu ergeben schienen. Schon damals wunderte ich mich, ob man jemals auch die ganze Geschichte zu sehen bekommen würde. Nun zwei Jahre später ist es so weit, das Gemeinschaftsprojekt zwischen Daft Punk und dem japanischen Filmemacher und Manga-Meister Leiji Matsumoto ist fertiggestellt und kommt in die Kinos. Die Handlung ist nicht allzu komplex und schnell erzählt, vier Musiker von einem fernen Planeten werden von einem skrupellosen Produzenten entführt um auf der Erde als Stars vermarktet zu werden. Der Film kommt daher auch ohne Worte aus, sondern spricht vor allem durch die Bilder und die Musik und regt folglich den Zuschauer auch eher auf der emotionalen als auf der intellektuellen Ebene an.
Die Macher bezeichnen ihr Werk nicht zu Unrecht als Anime-Musical, überspitzt könnte man aber auch sagen, dass Interstella ein langer (etwas über eine Stunde dauernder) Videoclip ist. Musikliebhaber und Manga-Fans werden aber auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen, und auch diejenigen die bereit sind in ein neues, eher ungewöhnliches Filmerlebnis einzutauchen, werden nicht enttäuscht werden.
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