Fremds Land

 

Lungern, Obwalden, eine junge Historikerin findet bei der Erforschung ihrer Familien­geschichte auf ein Bündel Briefe und eine seltsame Zeichnung eines Trappers mit einigen Indianern. Was es mit diesem Bild wohl auf sich hat? Sie stösst auf eine interessante Episode ihrer Familiengeschichte wie auch der ihres Dorfes.

Der Lungerer David, für Napoleons Russlandfeldzug zwangsrekrutiert, kehrt als Beresina-Überlebender in sein Heimatdorf zurück und muss feststellen, dass seine Verlobte einen anderen geheiratet hat. Er sieht, dass er im eigenen Land fremd geworden ist und keine Zu­kunft hat, daher wandert er nach Nordamerika aus. Auch nach Jahren in der Fremde denkt er zuweilen wehmütig an die Heimat und schreibt Briefe an die Geliebte.

 

Luke Gasser, der die Hauptrolle spielt, Regie führt und auch den Soundtrack komponiert hat, erzählt mit diesem Film vor einem realen historischen Hintergrund eine fiktive Familien­ge­schichte. Die Darsteller sind vornehmlich Laienschauspieler, viele Requisiten wurden selbst gemacht und der Grossteil des bescheidenen Budgets von 200'000.- Fr. wurde in die Technik gesteckt. Dennoch oder gerade deswegen ist ein authentischer und qualitativ hochstehender, fast zweistündiger Spielfilm entstanden.

Die atemberaubenden Bilder und der stimmungsvolle Soundtrack sorgen für die eindringliche Atomsphäre in diesem Film über Fremdsein und Heimat, Freiheit und Zwang.

 

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