Vincent LaMarca (Robert De Niro), Detective beim
Morddezernat der New York City Police, untersucht einen Mord an einem
Drogendealer. Die Ermittlungen führen ihn nach Long Beach, einst ein
aufstrebendes Strandbad und Naherholungsgebiet vor den Toren New Yorks, nun
eine heruntergekommene Vorstadt. Doch die „Stadt am Meer“ ist auch der Ort von
Vincents Herkunft, so wird dieser Fall für ihn auch eine Reise in die eigene
verdrängte Vergangenheit. Bald schon fällt der Verdacht auf einen gewissen Joey
LaMarca, Vincents Sohn, zu dem er seit seiner Scheidung keinen Kontakt mehr
hatte. Vincent gerät in einen Konflikt zwischen seiner Verantwortung als Vater
und der als Polizist, der noch schlimmer wird, als Vincents Partner Reg (George
Dzundza) erschossen wird, und es wieder nach Joey aussieht. Jetzt schlägt
Vincent auch offen das Misstrauen seiner Kollegen entgegen, denn schon sein
Vater wurde wegen Mordes zum Tode verurteilt, nun ist auch sein Sohn ein
vermuteter Mörder. Liegt das etwa an einem “bösen“ Gen in der Familie.
City By The Sea basiert auf einer wahren Begebenheit
und wurde mit brillianten Schauspielern (u.a. auch Frances McDormand als
Vincents Freundin) realitätsnah verfilmt. Obwohl ein Kriminalfilm darf der
Besucher weder spektakuläre Action noch einen spannenden Thriller erwarten.
Vielmehr ist dieser Film eine interessante Sozialstudie die aktuelle Themen wie
die möglichen Ursachen von Kriminalität aufgreift. Schade finde ich allerdings,
dass diese Problematik zu wenig vertieft wird. Dennoch kann ich City By The Sea
als sehenswert empfehlen.
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