Kops
In der schwedischen Kleinstadt Högsboträsk geht das Leben noch beschaulich zu und her. Die grössten Probleme der örtlichen Polizeistelle sind entlaufene Kühe auf dem Dorfplatz und die Frage nach dem täglichen Mittagessen. Benny (Torkel Petersson) träumt zwar davon ein knallharter Cop nach amerikanischem Vorbild zu sein, doch schon seine Idee den Fahrzeugen wichtig klingende Funknamen zu geben scheitert am Unverständnis seiner Kollegen. Diese haben ganz andere Sorgen: Agneta wünscht sich mehr Liebeszugeständnisse von ihrem Ehemann und Kollegen Lasse während der Mittagspause und Jacob (Fares Fares) sucht nach Feierabend via Kontaktanzeigen sein Liebesglück. Durch eine Verwechslung beim Blind-Date lernt er Jessica kennen, mit der er sich auf Anhieb bestens versteht. Am nächsten Morgen trifft Jacob sie unter weniger glücklichen Umständen auf dem Polizeirevier wieder. Jessica kommt nämlich von der Zentrale und gibt die Schliessung des Postens aufgrund mangelnder Kriminalität in Högsboträsk bekannt. Die Polizisten sehen nur eine Chance ihren Posten zu retten: die Kriminalitätsrate in ihrem beschaulichen Städtchen muss steigen. Nachdem es nicht klappt Landstreicher zu Ladendiebstählen zu ermuntern, muss die Polizei die Verbrechen selbst begehen.
Josef Fares, der schwedische Regisseur libanesischer Abstammung, sorgte bereits mit seinem ersten Werk Jalla! Jalla! für Furore. Nun legt er mit Kops eine weitere Komödie nach, die in Schweden den Erfolg des Erstlings sogar noch übertroffen hat.
Kops soll in erster Linie lustig sein und verfügt daher, im Gegensatz zu anderen skandinavischen Komödien der letzten Jahre nicht über einen tragischen oder kritischen Unterton. Doch obwohl es eine Klamauk-Komödie ist, wirken die Dialoge nie platt oder die Figuren lächerlich. Dieser Film ist daher ein gutes Beispiel wie man einfachen Humor auch niveauvoll ins Kino bringen kann.
Kops sorgt für eine unterhaltsame Zeit und ist ein Kinobesuch garantiert wert.
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